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Pflanzenfamilie

Fabaceae

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Arten

Beschreibung

Botanische Merkmale

Die Fabaceae sind eine Familie von dikotylen Pflanzen, die krautige Pflanzen, Sträucher und Bäume umfasst, oft mit sehr unterschiedlichem Wuchs in Abhängigkeit von der jeweiligen Unterfamilie. Die Blätter sind meist zusammengesetzt, häufig unpaarig gefiedert, können aber auch paarig gefiedert, handförmig, dreiblättrig oder einfach sein; manchmal sind die Blätter zu Ranken oder Dornen umgewandelt. Es sind Nebenblätter vorhanden, die oft mit extrafloralen Nektarien ausgestattet sind, welche Ameisen und andere Insekten anlocken.

Die Blüten sind zwittrig und typischerweise pentamer, mit meist gamosepalen Kelch; der Fruchtknoten ist oberständig (selten halbunterständig) und besteht aus einem einzelnen einkammerigen Karpell mit einem Griffel und einer apikal sitzenden Narbe. Die Blütenstruktur variiert stark zwischen den Unterfamilien:

  • Caesalpinioideae: zygomorphe, aber nicht papilionacee Blüten mit fünf freien (oft verkleinerten) Kronblättern und hauptsächlich freien Staubblättern. Es sind Bäume oder Sträucher, typisch für äquatoriale und subtropische Gebiete.
  • Mimosoideae (im mimosoiden Klade der Caesalpinioideae enthalten): radiärsymmetrische Blüten mit zahlreichen freien und auffälligen Staubblättern, oft in dichten, ähren- oder pomponförmigen Blütenständen zusammengefasst; Bäume oder Sträucher in warmen Regionen.
  • Faboideae (Papilionoideae): zygomorphe und papilionacee Blüten, das heißt mit einem großen oberen Kronblatt, dem Fahnenblatt, zwei seitlichen Kronblättern (den Flügeln) und zwei unteren Kronblättern, die zu einem Schiffchen verwachsen sind. Die Staubblätter sind meist zehn, häufig diadelph (neun verwachsen und eins frei). Diese Unterfamilie umfasst überwiegend krautige Pflanzen, aber auch Sträucher und selten Bäume.

Die charakteristische Frucht ist die Hülsenfrucht oder Schote, gebildet aus einem Karpell, das die Samen umschließt. Die Hülsenfrucht kann dehiszent sein, indem sie sich entlang zweier Nähte öffnet, oder in indehiscente Formen wie den Lomentum umgewandelt sein, bei dem sich die Frucht in Segmente unterteilt (z. B. Erdnuss). Die Samen zeigen oft Pleurogrammzeichen.

Eine wichtige ökologische Eigenschaft ist die Symbiose mit Bakterien der Gattung Rhizobium, die in den Wurzeln vorkommen und den atmosphärischen Stickstoff binden, indem sie ihn in für die Pflanze nutzbare Verbindungen umwandeln, was die Bodenfruchtbarkeit verbessert.

Verbreitung und Vielfalt

Die Fabaceae haben eine kosmopolitische Verbreitung und kommen auf allen Kontinenten vor, einschließlich entlegener Regionen wie Grönland und den Pazifikinseln. Die Familie passt sich einer breiten Palette von Lebensräumen an, von tropischen Wäldern bis zu Wüsten.

Sie umfasst etwa 800 Gattungen und über 18.000 Arten, die in sechs Hauptunterfamilien unterteilt sind:

  • Caesalpinioideae (einschließlich des mimosoiden Klades),
  • Cercidoideae,
  • Detarioideae,
  • Dialioideae,
  • Duparquetioideae,
  • Faboideae (die größte mit etwa 14.000 Arten).

Wichtige Gattungen und repräsentative Arten

Zu den wichtigsten und weltweit sowie in Italien bekannten Gattungen zählen:

  • Phaseolus (Gemeine Bohne),
  • Pisum (Erbse),
  • Vicia (Ackerbohne),
  • Lupinus (Lupine),
  • Cicer (Kichererbse),
  • Lens (Linse),
  • Lathyrus (Platterbse),
  • Acacia (Mimosen und Robinien),
  • Cercis (Judasbaum),
  • Ceratonia (Johannisbrotbaum),
  • Tamarindus (Tamarinde),
  • Laburnum (Goldregen),
  • Robinia (Robinie oder falsche Akazie).

In Italien sind viele Arten der Unterfamilie Faboideae wildwachsend oder kultiviert, wie die Erbse (Pisum sativum), die Ackerbohne (Vicia faba), die Lupine (Lupinus spp.) und der Johannisbrotbaum (Ceratonia siliqua). Der Judasbaum (Cercis siliquastrum) ist ein weit verbreiteter Zierstrauch.

Etymologie

Der Name „Fabaceae“ leitet sich von der Gattung Faba ab, einem lateinischen Begriff für Bohne. Das Synonym „Papilionaceae“ bezieht sich auf das „schmetterlingsähnliche“ Aussehen (vom lateinischen papilio, Schmetterling) der typischen Blüte der Arten der Unterfamilie Faboideae, die durch die papilionacee Blütenkrone gekennzeichnet ist.

Kuriositäten und Verwendung

Die Fabaceae spielen eine grundlegende ökologische Rolle dank ihrer Fähigkeit, atmosphärischen Stickstoff durch eine Symbiose mit wurzelbürtigen Bakterien zu binden, wodurch die Bodenfruchtbarkeit verbessert wird. Diese Eigenschaft wird in der Landwirtschaft beim Gründüngen genutzt, also beim Fruchtwechsel mit Leguminosen, um den Boden auf natürliche Weise zu düngen.

Viele Arten der Familie sind von großer ernährungswirtschaftlicher Bedeutung für den Menschen und die Tierhaltung, wie Bohnen, Erbsen, Ackerbohnen, Kichererbsen, Linsen, Erdnüsse, Soja und Lupinen. Einige Bäume liefern wertvolles Holz oder Harze (z. B. Dalbergia, Hymenaea), andere werden als Zierpflanzen wegen ihrer schönen Blüten genutzt (Goldregen, Judasbaum, Mimosen).

Quellen

  • Wikipedia
  • Database piante-spontanee.it
Text mit KI-Unterstützung aus wissenschaftlichen Quellen erstellt ·Methodik

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