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56011 Calci PI, Italia
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Beschreibung

Morphologische Beschreibung

Einjährige krautige Pflanze, der Arabische Luzerne zeigt im Allgemeinen ein kriechendes oder niederliegendes Wachstum, mit Stängeln von 20 bis 60 cm Länge, die auch aufrecht oder an anderen Pflanzen anliegend wachsen können, um Licht zu erreichen. Die Stängel sind kantig, oft mit fast viereckigem Querschnitt, bedeckt mit ausgebreiteten, nicht-drüsigen Haaren, die eine leicht behaarte Oberfläche verleihen.

Die Blätter sind dreiteilig (dreiblättrig), mit eiförmig-lanzettlichen Nebenblättern von 4-5 mm Länge, die tiefe Zähne aufweisen und oft behaart sind. Die Blättchen sind herzförmig oder verkehrt-eiförmig, mit ganzem oder leicht gezähntem Rand und krautiger Konsistenz; sie sind etwa 15-25 mm lang und 12-32 mm breit. Ein charakteristisches Merkmal ist das Vorhandensein eines dunklen, umgekehrten V-förmigen oder braun-violetten Flecks in der Mitte der Blättchen, der die Identifikation erleichtert.

Die Blüten sind leuchtend gelb und in achselständigen Trauben mit 2 bis 5 Blüten zusammengefasst, jede mit fünf Blütenblättern (Krone 4,5-7,5 mm lang). Der Kelch ist glockenförmig, 2,5-4 mm lang, grün mit gelegentlichen purpurnen Schattierungen, behaart und mit Zähnen von ähnlicher Größe wie das Kelchrohr. Die Krone hat eine Fahne, die breiter und größer als das Schiffchen ist, während die Flügel eine mittlere Größe haben. Die Blütenstiele sind bewimpert und kürzer als der Stiel des benachbarten Blattes.

Die Frucht ist eine nicht öffnende, fast kugelige Hülsenfrucht mit einem Durchmesser von 4 bis 7 mm, gekennzeichnet durch eine spiralförmige Struktur aus 3-7 lockeren Windungen, die sich gegen den Uhrzeigersinn winden. Die Oberfläche der Hülsenfrucht ist kahl und mit 2-4 mm langen, gebogenen und divergierenden, aber nicht hakenförmigen, distichen Dornen geschmückt. Im Inneren befinden sich 2 längliche, nierenförmige Samen, orangefarben oder gelb-braun, etwa 2,5-3,5 mm lang und glatt.

Das Wurzelsystem wird in den Quellen nicht besonders detailliert beschrieben, aber wie für Fabaceae typisch, kann man das Vorhandensein von Rhizobienknöllchen zur Stickstofffixierung vermuten.

Habitat und Verbreitung

Die Arabische Luzerne wächst in offenen und anthropogenen Habitaten wie Ackerflächen, Brachland, Ruinen, Straßenrändern und gestörten Flächen. Sie ist eine typische Art xerothermer Umgebungen und bevorzugt sonnige Standorte und gut durchlässige Böden.

In Italien ist die Art vor allem entlang der Küsten und in Hügellagen bis etwa 600 Meter Höhe verbreitet, mit häufigeren Meldungen im Mittelmeerbecken. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich über ganz Südeuropa und Westeuropa, Westasien und Nordafrika, mit einer gewissen Präsenz auch in Mittelgebirgsregionen.

Blütezeit

Die Blütezeit liegt im Frühling, meist zwischen April und Juni, mit einigen Variationen je nach Breitengrad und lokalen Umweltbedingungen. In Italien und im Großteil des Mittelmeerraums konzentriert sich die Blüte auf die Monate April und Mai.

Ökologie und Bestäubung

Die Arabische Luzerne wird hauptsächlich von bestäubenden Insekten, insbesondere Bienen und Hautflüglern, bestäubt, die von der gelben Blütenfarbe und der Nektarproduktion angezogen werden. Die Kronenstruktur ist typisch für Fabaceae und begünstigt die entomophile Bestäubung.

Die Samenverbreitung erfolgt durch die spiralige Hülsenfrucht, die bei Reife von der Pflanze abfällt. Die Dornen auf der Frucht können das Verankern im Boden oder den Transport durch Tiere erleichtern, obwohl sie nicht hakenförmig sind.

Wie viele Leguminosen trägt diese Art zur Bodenfruchtbarkeit bei, dank ihrer Fähigkeit, atmosphärischen Stickstoff zu binden, und fördert so die Wiederherstellung der organischen Substanz in armen Böden.

Kuriositäten und traditionelle Verwendung

Die Arabische Luzerne wird als gute Futterpflanze anerkannt, vor allem zur Viehfütterung genutzt. Ihre Fähigkeit zur Stickstofffixierung macht sie auch wertvoll zur Bereicherung landwirtschaftlicher Böden und zur Verbesserung der biologischen Fruchtbarkeit.

Der gebräuchliche Name „Kalvarienklee“ ist mit einer Volkssage verbunden, wonach die dunklen Flecken auf den Blättern das Ergebnis von Blutstropfen Christi seien, die zu Füßen des Kreuzes gefallen sind. Dies verleiht der Pflanze in einigen lokalen Traditionen einen symbolischen Wert.

Etymologie

Der Gattungsname Medicago stammt aus der historischen Region Media im alten Persien, von der man annahm, dass die Pflanze dort ihren Ursprung hat. Das Art-Epitheton arabica bezieht sich auf ihre vermutete geografische Herkunft oder Verbreitung im arabischen Raum.

Der italienische Trivialname „Arabischer Schneckenklee“ verweist sowohl auf die Zugehörigkeit zur Gattung Medicago als auch auf die Herkunft oder mediterrane Verbreitung der Art.

Quellen

  • Prof. S. Pignatti, "Flora d'Italia"
  • Acta Plantarum - Flora delle regioni italiane (scheda di Giuliano Salvai)
  • Tela Botanica / H. Coste, "Flore descriptive et illustrée de la France"
  • World Flora Online (WFO)
Text mit KI-Unterstützung aus wissenschaftlichen Quellen erstellt ·Methodik
Achtung: Pharmazeutische Anwendungen und Wildkräuter-Nutzungen dienen nur zu Informationszwecken; für ihre Verwendung zu Heil-, kosmetischen oder Ernährungszwecken wird keine Haftung übernommen.

Merkmale

Wo ich sie gefunden habe (8 Beobachtungen)

Klassifikation

Reich
Plantae
Familie
Fabaceae
Vollständiger Name
Medicago arabica (L.) Huds.
Synonyme
Medicago polymorfa L. var. arabica L.

Blütezeit

Jan
Feb
Mär
AprMaiJun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

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