Pflanzenart
Lactuca saligna
L.
Weiden-Lattich
Beschreibung
Morphologische Beschreibung
Eine zweijährige krautige Pflanze, die in der Regel zwischen 30 und 100 cm hoch ist, mit aufrechtem Wuchs und einfachem oder an der Basis verzweigtem Stängel. Der Stängel ist kahl, weißlich-elfenbeinfarben, dünner als bei verwandten Arten wie Lactuca serriola und ohne subspine Borsten. Das Wurzelsystem, typisch für zweijährige Arten, ist gut entwickelt, um die vegetative und reproduktive Phase zu unterstützen.
Die grundständigen Blätter sind gefiedert-zahnförmig oder gewellt-gezähnt, glaukogrün, mit dünnen Lappen und oft verlängertem, spitzem Apex. Die Stängelblätter sind fast linear, ganzrandig oder selten leicht geteilt, mit manchmal stacheligem Rand an der unteren Nervatur, glaukogrün, und umfassen den Stängel mit zwei spitzen und mucronaten Öhrchen, was ihnen ein ähnliches Aussehen wie die Blätter der Weiden verleiht, wovon der gebräuchliche Name herrührt. Die Blätter richten sich oft parallel zu den Sonnenstrahlen aus, ein Verhalten, das als „Kompassgras“ bekannt ist.
Die Blütenstände bestehen aus zahlreichen fast sitzenden Köpfchen, die in langen, an den Stängel gedrückten Ähren angeordnet sind. Jedes Köpfchen hat eine Hülle mit lanzettlich-stumpfen Schuppen, die in 3-4 Reihen angeordnet sind. Die Blüten sind alle zungenförmig, zwittrig, blassgelb, oft purpurfleckig auf der Außenseite, mit radiärer Symmetrie und einem schaftartigen Wuchs (d.h. terminal an langen, dünnen Stielen angeordnet).
Die Früchte sind spindelförmige Achänen (Cipsela), hellbraun, mit fast kahler Oberfläche und einem fadenförmigen Schnabel, der etwa anderthalb- bis zweimal so lang ist wie der Fruchtkörper. Der Pappus besteht aus einfachen weißen Haaren, die die anemochore Ausbreitung (Windverbreitung) fördern.
Der innere Milchsaft ist cremefarben, typisch für die Gattung Lactuca.
Lebensraum und Verbreitung
Die Art ist in Mitteleuropa und Südeuropa, im Mittelmeerraum, in Nordafrika und Westasien bis Zentralasien verbreitet. In Italien ist sie im gesamten zentralen und nördlichen Gebiet einschließlich Korsikas vorhanden.
Sie wächst vorwiegend in montanen und hügeligen Gebieten bis etwa 1000 Meter Höhe. Bevorzugt werden brachliegende Flächen, Straßenränder, gepflügte Felder, Trümmer- und steinige Zonen mit vorzugsweise kalkhaltigem Substrat. Es handelt sich um eine Art, die sich leicht an gestörte und wenig gedüngte Böden anpasst, typisch für anthropogene und halbnatürliche Lebensräume.
Die Exposition ist meist sonnig, mit Vorliebe für offene und gut drainierte Standorte.
Blütezeit
Die Blütezeit erstreckt sich hauptsächlich von Mai bis August, mit einigen Variationen je nach Höhe und Breite. In einigen Mittelmeergebieten kann sie bis September andauern. Die Blüten erscheinen in langen Ähren und sind gleichzeitig entlang des Stängels sichtbar.
Ökologie und Bestäubung
Die Pflanze wird hauptsächlich von bestäubenden Insekten besucht, die von der blassgelben Farbe der Blüten und dem Nektar angezogen werden. Die Morphologie der Blüten, alle zungenförmig und zwittrig, erleichtert den Besuch von Bienen, Hautflüglern und anderen bestäubenden Insekten.
Die Samenverbreitung erfolgt durch den federartigen Pappus, der es den Früchten ermöglicht, vom Wind getragen zu werden, was eine effektive Kolonisierung neuer Lebensräume, insbesondere gestörter Gebiete, fördert.
Die Pflanze zeigt ein besonderes phototropes Verhalten: Die Blätter neigen dazu, sich parallel zu den Sonnenstrahlen auszurichten, wodurch die Evapotranspiration reduziert und die Photosynthese optimiert wird.
Kuriositäten und traditionelle Verwendung
Der Gattungsname Lactuca stammt vom lateinischen „lac“ (Milch) und bezieht sich auf den weißen, cremigen Milchsaft in den inneren Geweben der Pflanze, ähnlich wie bei anderen Arten der Gattung.
Das spezifische Epitheton „saligna“ bezieht sich auf die Ähnlichkeit der Blätter mit denen der Weide (Salix spp.), besonders deutlich bei den schmalen, linearen Stängelblättern mit den den Stängel umfassenden Öhrchen.
Historisch wurde, wie bei anderen Lactuca-Arten, der Milchsaft in der Kräutermedizin wegen seiner leicht sedierenden und schmerzstillenden Eigenschaften verwendet, obwohl Lactuca saligna nicht zu den am meisten genutzten Arten für medizinische oder ernährungsbezogene Zwecke gehört.
Im lokalen Volksglauben wurden die Blätter von Lactuca saligna, wie auch die von Lactuca serriola, wegen ihres phototropen Verhaltens beobachtet, was den Spitznamen „Kompassgras“ begründete, das zur Orientierung an der Sonne diente.
Etymologie
Der wissenschaftliche Name leitet sich vom lateinischen „lac“ (Milch) ab, bezogen auf den weißen Milchsaft in der Pflanze, und vom Adjektiv „salignus“, das „weidenähnlich“ bedeutet, aufgrund der Form der Stängelblätter.
Der deutsche gebräuchliche Name „Weiden-Lattich“ verweist direkt auf dieses charakteristische Blattmerkmal, das an die schmalen und länglichen Blätter der Weide erinnert.
Quellen
- Prof. S. Pignatti, Flora d’Italia
- Acta Plantarum - Flora delle regioni italiane (scheda di Anja Michelucci)
- Tela Botanica / H. Coste, Flore descriptive et illustrée de la France
- World Flora Online (WFO)
Merkmale
Scheda botanica
| Famiglia | Asteraceae |
|---|---|
| Fioritura | maggio – agosto |
| Forma biologica | Schaftpflanzen |
| Habitat | mit gelben Blüten, zweijährige Pflanze |
Domande frequenti
- Quando fiorisce Weiden-Lattich?
- Weiden-Lattich fiorisce maggio – agosto.
- Che tipo di pianta è Weiden-Lattich?
- Weiden-Lattich è una Therophyten (Schaftpflanzen) secondo la classificazione di Raunkiaer.
- A quale famiglia appartiene Weiden-Lattich?
- Weiden-Lattich appartiene alla famiglia botanica Asteraceae.
Wo ich sie gefunden habe (10 Beobachtungen)
Klassifikation
- Reich
- Plantae
- Familie
- Asteraceae
- Vollständiger Name
- Lactuca saligna L.
- Lebensform
- Therophyten schaftpflanzen
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