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Capannori LU, Italia
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Beschreibung

Morphologische Beschreibung

Mehrjährige suffrutexartige Pflanze, immergrün, mit aufrechtem und stark verzweigtem Wuchs, die eine variable Höhe zwischen 50 und 150 cm erreicht. Der Stängel ist an der Basis holzig, bedeckt von einer rauen und borstig behaarten Oberfläche, mit Haaren und einer klebrigen Konsistenz aufgrund der Anwesenheit von harzbildenden Drüsen. Die Verzweigungen entspringen dem oberen Teil des Stängels und verleihen der Pflanze ein buschiges Aussehen.

Die Blätter sind wechselständig, sitzend oder halb umfänglich, lanzettlich und linealisch geformt, 40 bis 60 mm lang und 6-12 mm breit. Die Blattspreite ist rau, klebrig durch das Vorhandensein von harzbildenden Drüsen, und kann ganze oder unregelmäßig gezähnte Ränder mit scharfen Zähnchen aufweisen. Die unteren Blätter sind größer und sitzend, die oberen zunehmend kleiner und umfänglich, oft mit herzförmiger Basis. Die Blattoberfläche verströmt einen starken aromatischen, etwas unangenehmen Geruch.

Die Köpfchen sind zahlreich, klein (1-1,5 cm Durchmesser), auf kurzen Stielen sitzend und in einer mehr oder weniger dichten pyramidenförmigen Rispe angeordnet. Die Hülle ist halbkugelig-kegelförmig, aus überlappenden Schuppen bestehend, grün mit häutigen Rändern. Die äußeren Blüten sind weiblich, zungenförmig, gelb-golden, mit etwa 5-7 mm langen Zungen, während die inneren Blüten zwittrig, röhrenförmig, ebenfalls gelb mit fünflappiger Krone sind. Der Blütenboden ist kahl, ohne Spreublätter.

Die Frucht ist eine weißliche Cypsela (Achäne), etwa 2 mm lang, leicht borstig und drüsenreich, ohne Rippen. Sie besitzt einen Pappus aus einfachen Haaren mit einer fein gezähnten membranösen Krone an der Basis, die die Windverbreitung (Anemochorie) erleichtert.

Das Wurzelsystem ist typisch für mediterrane Suffrutices, robust und tief im Boden verankert, jedoch liegen in den konsultierten Quellen keine detaillierten Beschreibungen vor.

Habitat und Verbreitung

Typische Art des mediterranen Macchia- und Küstengebiets, Dittrichia viscosa ist entlang der italienischen Regionen mit mediterranem Klima verbreitet, von Ligurien bis Sizilien, und erstreckt sich auch in andere Gebiete des Mittelmeerbeckens mit eurimediterranem Areal. Häufig findet man sie in anthropogenen Lebensräumen wie Brachflächen, Ruinen, Straßenrändern, Böschungen und Bachbetten, bevorzugt kalkhaltige und tonige Substrate.

Sie bevorzugt sonnige Standorte und ist eine heliophile Pflanze, die schnell verlassene Felder und nährstoffarme Böden besiedelt. Ihre Wuchshöhe reicht von 0 bis etwa 800 Meter über dem Meeresspiegel.

Blütezeit

Die Blütezeit liegt hauptsächlich zwischen August und Oktober, mit möglichen lokalen Variationen abhängig von Klima und Höhe. In dieser Zeit produziert die Pflanze zahlreiche gelbe Köpfchen und trägt wesentlich zur Bestäubung in der Spätsaison bei, wenn viele andere Arten ihre Blüte bereits abgeschlossen haben.

Ökologie und Bestäubung

Die Art ist entomogam, das heißt durch Insekten bestäubt, und stellt eine wichtige Ressource für Bienen und andere bestäubende Insekten dar, dank der Produktion zahlreicher Blüten, die reich an Pollen und Nektar sind. Ihr starker aromatischer Geruch, obwohl für einige Herbivoren unangenehm, hindert die Besuche der bestäubenden Insekten nicht.

Die Samenverbreitung erfolgt hauptsächlich durch den Wind (anemochore Verbreitung), erleichtert durch den federartigen Pappus, der den Transport der Achänen über größere Distanzen unterstützt.

Kuriositäten und traditionelle Verwendung

Dittrichia viscosa ist eine seit langem in der mediterranen Tradition bekannte Heilpflanze. Sie enthält ätherische Öle und Wirkstoffe mit antimikrobiellen Eigenschaften, die bei der Behandlung verschiedener Hauterkrankungen wie Dermatitis und Ekzemen verwendet wurden. Die Pflanze wird gelegentlich in der Phytotherapie eingesetzt, wobei jedoch zu beachten ist, dass solche Anwendungen mit Vorsicht und unter fachlicher Aufsicht erfolgen sollten.

Sie ist eine bedeutende mellifere Pflanze, da sie in einer Zeit blüht, in der die Ressourcen für Bestäuber knapp werden, und so Bienen und andere Insekten gegen Ende des Sommers und zu Beginn des Herbstes unterstützt.

Im lokalen Volksglauben haben ihr starker Geruch und die klebrige Konsistenz oft volkstümliche Namen wie „prucara“ oder „ceppica“ inspiriert, die auf ihre klebrige Natur und ihren invasiven Charakter hinweisen, da sie in manchen Kontexten als Unkraut auftreten kann.

Etymologie

Der Gattungsname Dittrichia ist Dittrich gewidmet, einem auf Asteraceae spezialisierten Botaniker und Direktor des Botanischen Gartens in Berlin. Das Art-Epitheton viscosa stammt vom lateinischen viscosus, was „klebrig“ bedeutet, und bezieht sich auf die harzige und klebrige Oberfläche der Pflanze.

Die italienischen Trivialnamen wie „enula bacicci“ und „inula vischiosa“ beziehen sich ebenfalls auf die charakteristische Klebrigkeit und die Verwandtschaft mit der Gattung Inula, von der die Art aus taxonomischen Gründen getrennt wurde.

Quellen

  • Prof. S. Pignatti, Flora d’Italia
  • Acta Plantarum – Flora delle regioni italiane (scheda di Anja Michelucci)
  • Tela Botanica / H. Coste, Flore descriptive et illustrée de la France
Text mit KI-Unterstützung aus wissenschaftlichen Quellen erstellt ·Methodik
Achtung: Pharmazeutische Anwendungen und Wildkräuter-Nutzungen dienen nur zu Informationszwecken; für ihre Verwendung zu Heil-, kosmetischen oder Ernährungszwecken wird keine Haftung übernommen.

Merkmale

Wo ich sie gefunden habe (8 Beobachtungen)

Klassifikation

Reich
Plantae
Familie
Asteraceae
Vollständiger Name
Dittrichia viscosa (L.) Greuter
Synonyme
Inula viscosa (L.) Aiton

Blütezeit

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
AugSepOkt
Nov
Dez

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