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Pflanzenart

Leontodon anomalus

Ball

Dente di leone delle Apuane

Syn.: Leontodon incanus (L.) Schrank var. anomalus (Ball) Fiori
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Beschreibung

Morphologische Beschreibung

Mehrjährige krautige Pflanze mit aufrechtem Wuchs und variabler Höhe zwischen 20 und 45 cm. Der blütentragende Stängel, blattlos, aber mit einigen Schuppen ausgestattet, ist in der Regel einfach und einköpfig, das heißt, er trägt an der Spitze nur eine einzige Blüte, kann aber selten auch zweigeteilt mit zwei Blütenköpfen auftreten. Die Oberfläche des Stängels ist mit rauen Haaren bedeckt.

Die Blätter sind alle in einer basalen Rosette angeordnet, dunkelgrün und krautig in der Konsistenz. Sie sind lanzettlich, linear oder lanzettlich-linear, mit schwach gezähnten oder gewellten Rändern, manchmal fast ganzrandig. Die Blattoberfläche ist rau durch das Vorhandensein von gestielten Haaren, die zwischen 0,2 und 0,8 mm lang sind, mit (2)3(4) nach unten gebogenen Strahlen. Die Blätter sind länger als der Stängel und weisen eine raue Konsistenz auf, bedingt durch einfache und verzweigte Haare.

Der Blütenkopf ist vor der Blütezeit zunächst hängend, mit einer zylindrischen Hülle, die aus Rand-Schuppen mit dichten einfachen Haaren und verstreuten – auch verzweigten – Haaren auf der Rückseite besteht. Die Blüten sind zwittrig, alle zungenförmig, von einem lebhaften und leuchtenden Gelb, das dem des gewöhnlichen Löwenzahns (Taraxacum) sehr ähnlich ist. Die Staubbeutel haben spitze Spitzen, während die Narben fadenförmig und behaart sind.

Die Frucht ist eine Cypsela (Achäne) von bräunlicher Farbe, mit einem zunächst federartigen Pappus von hellbrauner Farbe, der dann die sekundären Haare verliert und scheinbar mit einfachen weißen Borsten ausgestattet ist, die etwa anderthalbmal so lang wie die Achäne sind. Das Wurzelsystem besteht aus einer Pfahlwurzel, die knollig und senkrecht ist und zahlreiche Blattrosen trägt.

Lebensraum und Verbreitung

Es handelt sich um eine endemische italienische Art, die ausschließlich in den Apuanischen Alpen, im Modeneser und Pistoieser Apennin, im westlichen Ligurien und im nordöstlichen Teil der Voltri-Gruppe im Piemont vorkommt. Ihre Verbreitung ist in zwei Hauptgebiete unterteilt: das ligurisch-westliche und das toskanisch-emilianische Gebiet.

Sie bevorzugt montane Lebensräume bis etwa 1800 Meter Höhe, besiedelt karbonathaltige Substrate in den Apuanischen Alpen und im Finalese, während sie im westlichen ligurischen Apennin auch auf ultramafischen Gesteinen der alpinen Serpentinit-Serie vorkommt. Sie wächst auf Lithosolen, oft an exponierten felsigen Hängen.

Blütezeit

Die Blütezeit erstreckt sich hauptsächlich über die Sommermonate von Juni bis August. Es werden keine signifikanten Unterschiede in der Blütezeit in den verschiedenen Verbreitungsgebieten berichtet.

Ökologie und Bestäubung

Die Art besitzt zwittrige, zungenförmige Blüten von lebhaft gelber Farbe, die die Anlockung von bestäubenden Insekten fördern, insbesondere Bienen und andere generalistische Bestäuber, die von der Farbe und Form der Blüten angezogen werden. Das Vorhandensein hängender Blütenköpfe vor der Blütezeit kann dazu beitragen, die unreifen Blüten vor Witterungseinflüssen oder Fressfeinden zu schützen.

Die Samenverbreitung erfolgt durch den federartigen Pappus, der es der Frucht ermöglicht, vom Wind transportiert zu werden. Der Verlust der sekundären Haare im Pappus stellt eine funktionelle Anpassung für eine effektivere Luftverbreitung dar.

Kuriositäten und traditionelle Verwendung

Es liegen keine dokumentierten Informationen über traditionelle Verwendungen, Volksmedizin oder Nahrungsmittelverwendungen der Art vor. Da es sich um eine seltene und endemische Pflanze mit begrenzter Verbreitung handelt, ist es wahrscheinlich, dass ihre Sammlung früher und heute wenig verbreitet ist. Der gebräuchliche Name „Löwenzahn der Apuanischen Alpen“ verweist auf die Ähnlichkeit mit dem bekannten Löwenzahn, der häufig in der Kräuterkunde und Ernährung verwendet wird, jedoch ist Leontodon anomalus für ähnliche Verwendungen nicht bekannt.

Etymologie

Der Gattungsname leitet sich vom Griechischen „leon“ (Löwe) und „odontos“ (Zahn) ab, mit klarem Bezug auf den gezähnten Blattrand, der an die Form von Löwenzähnen erinnert. Das spezifische Epitheton „anomalus“ weist auf die Besonderheit oder Anomalie im Vergleich zu anderen Arten der Gattung hin, vermutlich bezogen auf die morphologischen Merkmale oder die begrenzte geographische Verbreitung.

Der italienische gebräuchliche Name „dente di leone delle Apuane“ betont sowohl die Ähnlichkeit mit dem gewöhnlichen Löwenzahn als auch das auf die Apuanischen Alpen beschränkte Verbreitungsgebiet.

Quellen

  • Prof. S. Pignatti, Flora d'Italia
  • Acta Plantarum - Flora delle regioni italiane (scheda di Giuliano Salvai)
Text mit KI-Unterstützung aus wissenschaftlichen Quellen erstellt ·Methodik
Achtung: Pharmazeutische Anwendungen und Wildkräuter-Nutzungen dienen nur zu Informationszwecken; für ihre Verwendung zu Heil-, kosmetischen oder Ernährungszwecken wird keine Haftung übernommen.

Merkmale

Klassifikation

Reich
Plantae
Familie
Asteraceae
Vollständiger Name
Leontodon anomalus Ball
Synonyme
Leontodon incanus (L.) Schrank var. anomalus (Ball) Fiori

Blütezeit

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
JunJulAug
Sep
Okt
Nov
Dez

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