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Pflanzenart

Oxalis pes-caprae

L.

Nickender Sauerklee

Essbar
Syn.: Acetosella cernua (Thunb.) Kuntze; Bolboxalis cernua (Thunb.) Small; Oxalis burmannii Jacq.; Oxalis cernua Thunb.
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Beschreibung

Morphologische Beschreibung

Mehrjährige krautige Pflanze, stängellos, meist 5 bis 15 cm hoch, mit einer basalen Rosettenstellung. Sie besitzt einen fleischigen unterirdischen Rhizom, aus dem zahlreiche Bulbillen mit variabler Größe von 5-15 mm hervorgehen, die von dunkelbraunen Tuniken bedeckt sind. Diese Bulbillen stellen das Hauptorgan der vegetativen Vermehrung dar. Der eigentliche Stängel ist reduziert oder fehlt, aber von der Basis gehen aufrechte Blattstiele aus, die die Blätter tragen.

Die Blätter sind dreiteilig mit drei obcordaten, fleischigen und leicht sukkulenten Segmenten, etwa 15-25 mm lang und 10-15 mm breit, mit oft punktierten und leicht behaarten Rändern. Die obere Blattseite ist glatt und leuchtend grün, manchmal mit dunkelvioletten Flecken. Die Blattstiele sind aufrecht, 3,5 bis 17 cm lang und können glatt oder leicht behaart sein. Die Stipeln an der Basis des Blattstiels sind rechteckig mit einem bewimperten Rand.

Die Blütenstände sind Schirme (schirmförmige Zymen), getragen von einem langen, blattlosen und leicht behaarten Stängel, der über den Blättern steht und 1 bis 19 Blüten tragen kann. Die Blüten sind nickend, zwittrig, von intensiv zitronengelber Farbe, mit einer etwa 2,5 cm im Durchmesser breiten Krone. Jede Blüte besitzt fünf lanzettliche Kelchblätter, etwa 6-7 mm lang, mit spitz zulaufender Spitze und zwei orangen Warzen an der Basis. Die Kronblätter sind obovalförmig, getrennt oder an der Basis teilweise verwachsen und leuchtend gelb. Die Anzahl der Staubblätter beträgt zehn, angeordnet auf glatten Staubfäden, von denen fünf kürzer sind. Der Fruchtknoten hat fünf Griffel mit knopfförmigen oder papillösen Narbenenden.

Die Frucht ist eine zylindrische, fast kahle Kapsel, länglich und spitz zulaufend, die selten vollständig ausreift und Samen produziert. Die Samen sind kugelig, etwa 1 mm im Durchmesser, mit netzartiger Oberfläche; jedes Fach kann 3 bis 5 Samen enthalten.

Das Wurzelsystem umfasst faserige Wurzeln und eine Zwiebel mit fleischiger, weißer und kontraktiler Wurzel.

Lebensraum und Verbreitung

Ursprünglich aus Südafrika und Madagaskar stammend, ist diese Art inzwischen weit verbreitet und im gesamten Mittelmeerraum, einschließlich Italien, naturalisiert. In Italien ist sie in vielen Regionen vertreten, von Sizilien (wo sie seit dem 18. Jahrhundert kultiviert und später verwildert ist) bis zur Toskana, Latium und im Norden, mit Meldungen auch aus Korsika und kleineren Inseln wie Pantelleria. Ihre Einführung in einigen Gebieten, wie Malta, ist seit den frühen Jahren des 19. Jahrhunderts dokumentiert.

Sie bevorzugt kultivierte Böden, Brachflächen, Straßenränder und anthropogene Lebensräume, meist von 0 bis 600 Meter Höhe. Sie liebt sonnige Standorte und warme Orte, typisch für das mediterrane Klima. Sie gilt als invasive Neophytart, oft als Unkraut aufgrund ihrer schnellen vegetativen Vermehrung durch Bulbillen.

Blütezeit

Die Blütezeit erstreckt sich von November bis Juni, mit Höhepunkten von April bis September in milderen Gebieten. In einigen mediterranen Regionen kann sie daher aufgrund günstiger klimatischer Bedingungen fast das ganze Jahr über blühen.

Ökologie und Bestäubung

Die Pflanze zeigt vorwiegend eine vegetative Vermehrungsstrategie, indem sie sich hauptsächlich über unterirdische Bulbillen ausbreitet, die eine schnelle und lokale Expansion gewährleisten. Die Samenproduktion ist selten und wurde lange Zeit in der Natur nicht beobachtet; kürzlich wurden jedoch sporadische Fruchtbildungen gemeldet, wahrscheinlich durch Anpassungen, die Selbstbestäubung ermöglichen.

Die Blüten ziehen durch ihre intensive gelbe Farbe und glockenförmige Gestalt verschiedene Bestäuberinsekten an, darunter Bienen und Hummeln, die zur Bestäubung beitragen. Das Vorhandensein von Staubblättern unterschiedlicher Länge entspricht einem Heterostylie-Mechanismus, obwohl in den mediterranen Populationen nur die mikrostyle Form vorkommt, was auf eine geringe genetische Variabilität und eine einzige Einführung hindeutet.

Die Samenverbreitung ist begrenzt, während die Bulbillen eine schnelle Bodenbesiedlung ermöglichen. Die Pflanze ist auch sehr herbizidresistent, was zu ihrer Invasionsfähigkeit in anthropogenen Habitaten beiträgt.

Kuriositäten und traditionelle Verwendung

Diese Art ist auch als "Nickender Sauerklee" oder "gelber Klee" bekannt und wird in einigen Ernährungstraditionen als essbare Pflanze verwendet. Sie enthält Oxalsäure, die einen säuerlichen Geschmack verleiht, wovon der Gattungsname abgeleitet ist (aus dem Griechischen "òxys" = sauer und "sal" = Salz). Die Oxalsäure liegt in salziger Form vor und kann mit Anthrachinonen assoziiert sein.

Die frischen Blätter können roh verzehrt werden, zum Beispiel in Salaten, sind jedoch wegen des hohen Oxalatgehalts für Personen mit Nierensteinen, Rheuma, Arthritis oder Gicht nicht empfohlen. Das Kochen reduziert die Oxalatgehalte deutlich und macht sie sicherer.

In der Volksmedizin wurde die Pflanze als Diuretikum und Entgiftungsmittel verwendet, ebenso für äußerliche Anwendungen bei geröteter Haut. Sie wird auch geschätzt, um den Durst bei Wanderungen zu lindern. Eine bäuerliche Beobachtung besagt, dass die Pflanze vor Regen die Blätter zusammenklappt und so als natürlicher Wetteranzeiger dient.

Es gibt Sorten mit doppelten Blütenblättern, die zu Zierzwecken genutzt werden, während die wild wachsende Art oft als Unkraut betrachtet wird.

Etymologie

Der wissenschaftliche Name stammt aus dem Griechischen: "Oxalis" bezeichnet den säuerlichen Geschmack, der durch Oxalsäure in den Blättern verursacht wird, während "pes-caprae" "Ziegenfuß" bedeutet und sich auf die Form der Wurzel oder des Rhizoms bezieht, die an einen Ziegenhuf erinnert.

Der deutsche gebräuchliche Name "Nickender Sauerklee" verweist auf den säuerlichen Geschmack und die geografische Herkunft der Art, die aus Südafrika stammt.

Quellen

  • Acta Plantarum - Flora delle regioni italiane (actaplantarum.org)
  • Acta Plantarum - Flora delle regioni italiane (scheda di Nino Messina)
  • Tela Botanica / H. Coste, "Flore descriptive et illustrée de la France"
  • World Flora Online (WFO)
Text mit KI-Unterstützung aus wissenschaftlichen Quellen erstellt ·Methodik
Achtung: Pharmazeutische Anwendungen und Wildkräuter-Nutzungen dienen nur zu Informationszwecken; für ihre Verwendung zu Heil-, kosmetischen oder Ernährungszwecken wird keine Haftung übernommen.

Merkmale

Scheda botanica

Caratteristiche di Nickender Sauerklee
FamigliaOxalidaceae
Fiorituragennaio, febbraio, marzo, aprile, maggio, giugno, novembre, dicembre
Forma biologicaZwiebelpflanzen
Habitatessbare Pflanze, mit gelben Blüten
Uso alimentareCommestibile

Domande frequenti

Quando fiorisce Nickender Sauerklee?
Nickender Sauerklee fiorisce gennaio, febbraio, marzo, aprile, maggio, giugno, novembre, dicembre.
È commestibile Nickender Sauerklee?
Nickender Sauerklee è considerata commestibile. Verifica sempre le parti eduli e la preparazione corretta prima del consumo.
Che tipo di pianta è Nickender Sauerklee?
Nickender Sauerklee è una Geophyten (Zwiebelpflanzen) secondo la classificazione di Raunkiaer.
A quale famiglia appartiene Nickender Sauerklee?
Nickender Sauerklee appartiene alla famiglia botanica Oxalidaceae.

Wo ich sie gefunden habe (8 Beobachtungen)

Klassifikation

Reich
Plantae
Vollständiger Name
Oxalis pes-caprae L.
Synonyme
Acetosella cernua (Thunb.) Kuntze; Bolboxalis cernua (Thunb.) Small; Oxalis burmannii Jacq.; Oxalis cernua Thunb.

Blütezeit

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