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Pflanzenart

Globularia bisnagarica

L.

Gemeine Kugelblume

Heilpflanze
Syn.: Globularia punctata Lapeyr.; Globularia vulgaris auct. Fl. Ital.
Foto 1
San Giuliano Terme
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Beschreibung

Morphologische Beschreibung

Die Pflanze ist eine mehrjährige krautige Art mit einem stängellosen Wuchs, die eine Höhe von 10 bis 30 cm erreicht. Der Stängel ist aufrecht, einfach und trägt zahlreiche lanzettliche, sitzende Stängelblätter, die 1 bis 2 cm lang sind. Die Grundblätter bilden eine Rosette, sind obovatformig oder spatelförmig, mit leicht gezähntem Rand und bis zu 12 cm lang; sie sind in einen kurzen Stiel verschmälert, mit deutlich sichtbaren seitlichen Nerven auf der Oberseite.

Das Wurzelsystem besteht aus einem oberflächlichen, kurzen und fast holzigen Rhizom, das der Pflanze das Überdauern ermöglicht.

Die Blüte ist endständig, bestehend aus kugeligen und dichten Köpfchen mit einem Durchmesser von 1-1,5 cm. Jedes Köpfchen ist halbkugelig, einzeln und besitzt schuppenförmig überlappende, spitze und im oberen Bereich behaarte Hüllblätter. Der Kelch ist röhrenförmig, an der Spitze in fünf unregelmäßige Zähne geteilt und mit Haaren bedeckt. Die Krone ist röhrenförmig, 6-8 mm lang, indigoviolett (selten weiß) und zweilippig: die obere Lippe ist zweilappig und kürzer, die untere dreilappig und größer mit linearen Lappen. Es sind vier Staubblätter in zwei Paaren vorhanden.

Die Frucht ist ein längliches, seitlich abgeflachtes Achän, das in einem bleibenden Kelch eingeschlossen ist.

Lebensraum und Verbreitung

Diese Art ist in den Berg- und Hügellandschaften Südeuropas verbreitet, mit einer Verbreitung, die vor allem Italien und mediterrane Gebiete umfasst. In Italien wächst sie auf trockenen und steinigen Wiesen und Weiden und bevorzugt sonnige Standorte. Sie bevorzugt kalkhaltige, gut durchlässige und xerotherme Böden, typisch für hügelige und bergige Umgebungen bis etwa 1500 Meter Höhe. Die Art ist typisch für Garrigue und spärlich bewachsene Lebensräume, wo die Konkurrenz mit anderen krautigen Arten begrenzt ist.

Blütezeit

Die Blütezeit liegt hauptsächlich zwischen März und Mai, mit einigen geografischen Variationen, die zu einer längeren Blütezeit bis Juni führen können. Während dieser Zeit entwickeln sich die kugeligen Köpfchen und bleiben auch nach der Anthese sichtbar, dank des Wachstums der Blütenscheiden.

Ökologie und Bestäubung

Die Pflanze ist an xerophile und kalkhaltige Bedingungen angepasst, typisch für sonnige und nährstoffarme Standorte. Die Blüte ist durch auffällige violette Blütenstände gekennzeichnet, die bestäubende Insekten, hauptsächlich Bienen und andere Hymenopteren, anziehen, welche eine zentrale Rolle bei der Bestäubung spielen. Die röhrenförmige und zweilippige Struktur der Blüten ist typisch für Arten, die an Insekten angepasst sind, die in der Lage sind, in das Kronröhrchen einzudringen, um den Nektar zu erreichen.

Die Samenverbreitung erfolgt durch Achänen, die in bleibenden Kelchen eingeschlossen sind, was die mechanische Verbreitung und wahrscheinlich die Ausbreitung durch Wind oder Tierbewegungen erleichtert.

Kuriositäten und traditionelle Verwendung

Die Art ist für ihre medizinischen Eigenschaften bekannt, obwohl sie bei hoher Dosierung als giftig gilt. Die Blätter enthalten verschiedene aktive Verbindungen, darunter ein Glucosid namens Globularin, ätherische Öle, ein Harz namens Globularetin und eine bittere Substanz, die Globulariacitrin heißt und stimulierende Wirkungen ähnlich dem Thein besitzt. In hohen Dosen sind diese Wirkstoffe toxisch.

Traditionell wurden die Blätter als Dekokt verwendet, das entgiftend, harntreibend und abführend wirkt. Es wird jedoch große Vorsicht bei der therapeutischen Anwendung empfohlen, aufgrund des potenziellen Toxizitätsrisikos der Pflanze. Nahrungsmäßige Verwendungen sind nicht dokumentiert.

Etymologie

Der wissenschaftliche Name leitet sich vom lateinischen „globulus“ ab, was „kleine Kugel“ bedeutet, in Bezug auf die kugelige Form der Blüte, die aus dichten und kugelförmigen Köpfchen besteht. Das spezifische Epitheton „bisnagarica“ bezieht sich auf einen Begriff nahuatlischer Herkunft (indigene Sprache Zentralmexikos), „visnaga“, der eine stachelige Kakteengewächsart (Echinocactus visnaga) bezeichnet und „von Strahlen umgeben“ bedeutet. Der Begriff hebt somit die strahlenförmige oder umgebende Form der Blüte hervor.

Der italienische gebräuchliche Name „Gemeine Kugelblume“ oder „Vedovelle dei prati“ steht wahrscheinlich in Zusammenhang mit der dunklen Farbe der Blüten (ähnlich der Trauer) und dem offenen, ländlichen Lebensraum der Art.

Quellen

  • Acta Plantarum - Flora delle regioni italiane (scheda di Nino Messina)
  • World Flora Online (WFO)
Text mit KI-Unterstützung aus wissenschaftlichen Quellen erstellt ·Methodik
Achtung: Pharmazeutische Anwendungen und Wildkräuter-Nutzungen dienen nur zu Informationszwecken; für ihre Verwendung zu Heil-, kosmetischen oder Ernährungszwecken wird keine Haftung übernommen.

Merkmale

Wo ich sie gefunden habe (5 Beobachtungen)

Klassifikation

Reich
Plantae
Vollständiger Name
Globularia bisnagarica L.
Synonyme
Globularia punctata Lapeyr.; Globularia vulgaris auct. Fl. Ital.

Blütezeit

Jan
Feb
MärAprMai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

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