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Pflanzenart

Kickxia commutata

(Bernh. ex Rchb.) Fritsch

Vertauschtes Tännelkraut

Syn.: Elatinoides commutata (Bernh. ex Rchb.) Wettst.; Linaria commutata Bernh. ex Rchb.
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Lucca
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Beschreibung

Morphologische Beschreibung

Der Vertauschtes Tännelkraut ist eine ausdauernde krautige Pflanze aus der Familie der Plantaginaceae, gekennzeichnet durch eine niederliegend-aufsteigende und verzweigte Wuchsform. Die Stängel, die zwischen 20 und 60 cm lang sind, sind fein, kriechend und an den Knoten wurzelnd, bedeckt mit etwa 1 mm langen abstehenden und drüsigen Haaren. Diese Stängel entwickeln zahlreiche fächerförmig angeordnete Verzweigungen, die der Pflanze ein verzweigtes Aussehen verleihen und sie dicht mit drüsigen Haaren bedecken.

Die Blätter sind heteromorph: die unteren sind gegenständig, eiförmig-rundlich, während die oberen wechselständig, eiförmig und herzförmig mit stumpfer Spitze sind. Alle Blätter sind gestielt und mit steifen Haaren bedeckt, was ihnen eine krautige Konsistenz verleiht. Die Blattgrößen variieren, sind aber generell eiförmig mit ganzrandigen Blatträndern.

Die Blüten sind einzeln, in den Achseln der oberen Blätter sitzend und werden von kahlen, steifen Blütenstielen getragen, die 6 bis 30 mm lang sind, oft gleich lang oder etwas länger als die Blätter. Die Krone ist 11-15 mm lang, gamopetal, zweilippig und zygomorph: die obere Lippe ist blassviolett, die untere weißlich mit einem gelblichen, violett gefleckten Gaumen. Der Kelch ist behaart, besteht aus lanzettlichen und linearen Kelchblättern mit 4-5 mm langen Lappen, die sich während der Fruchtbildung bis zu 5 mm verlängern. Der Sporn ist hakenförmig gebogen, gut entwickelt und behält seine gebogene Form auch bei Reife. Die Rachenweite ist sehr breit und wird durch eine Wölbung der unteren Lippe verschlossen.

Die Frucht ist eine kugelige Kapsel von 4-4,5 mm, porizid mit dicken Wänden, die zahlreiche warzige Samen enthält. Die Kapsel ist vom wachsenden Kelch umhüllt, der die Reifung schützt. Die Samen weisen eine netzartige Oberfläche mit alveolaren Bereichen auf, die von Kämmen begrenzt und mit kurzen Warzen oder Papillen bedeckt sind.

Das Wurzelsystem ist typisch für ausdauernde Pflanzen mit Knospen auf Bodenniveau, die eine jährliche Regeneration der Pflanze ermöglichen.

Lebensraum und Verbreitung

Der Vertauschtes Tännelkraut ist eine typisch mediterrane Art mit einem Verbreitungsgebiet entlang der Mittelmeerküsten, beschränkt auf das Olivengebiet (eng mediterrane Zone). In Italien kommt sie vor allem in den mittel- bis süditalienischen Regionen und Küstengebieten vor, kann aber auch in Gebirgsregionen bis etwa 1000 Meter Höhe gefunden werden.

Sie bevorzugt trockene und sonnige Lebensräume wie Wegränder, Brachflächen, ruhende Böden und aufgegebene Kulturen, oft in Gesellschaft von Arten wie Ecballium elaterium, Ajuga chamaepitys und Mercurialis annua. Sie wächst auf tendenziell armen, gut durchlässigen Böden mit direkter Sonneneinstrahlung und passt sich trockenen, kalkhaltigen Bodenverhältnissen an.

Blütezeit

Die Blütezeit erstreckt sich von April bis Juli, mit möglichen Variationen je nach Höhe und Breite. In wärmeren und tiefer gelegenen Gebieten kann die Blüte bereits im April beginnen, während sie in Gebirgs- oder kühleren Regionen bis Juli andauert.

Ökologie und Bestäubung

Die Art nutzt eine Fortpflanzungsstrategie, die hauptsächlich blütenbesuchende Insekten einbezieht, die von der Färbung der Krone angezogen werden, welche eine violette obere Lippe und eine weiß-gelblich mit violetten Flecken versehene untere Lippe aufweist – typische visuelle Signale für Schmetterlinge und Bienen. Der gebogene Sporn enthält Nektar, der als Belohnung für die bestäubenden Insekten dient.

Die Samenverbreitung erfolgt durch die porizide Kapsel, die bei Reife die warzigen Samen auf den umliegenden Boden freisetzt. Die Anwesenheit drüsiger Haare an Stängeln und Blättern könnte eine Schutzfunktion gegen übermäßigen Fraß durch Herbivoren und Austrocknung haben.

Kuriositäten und traditionelle Verwendung

Für diese Art sind keine bedeutenden medizinischen oder ernährungsbezogenen Verwendungen dokumentiert, ebenso wenig bekannte folkloristische Bezüge. Dennoch trägt der Vertauschtes Tännelkraut, wie viele mediterrane Wildpflanzen, zur Biodiversität trockener Lebensräume bei und stellt eine wichtige Komponente der Pflanzengesellschaften dar, die sich in marginalen und sonnigen Umgebungen entwickeln.

Etymologie

Der Gattungsname Kickxia ist Jean Kickx (1775-1831) gewidmet, einem belgischen Botaniker, Apotheker und Mineralogen, Autor der „Flora Bruxellensis“. Der Artname commutata stammt vom lateinischen commutatus und bedeutet „verändert“ oder „geändert“, wahrscheinlich in Bezug auf die Variabilität oder die besondere Form der Blätter der Art.

Der italienische Trivialname „Vertauschtes Tännelkraut“ verweist auf die krautige und ausdauernde Beschaffenheit der Pflanze, wobei „cencio“ im Dialekt oft eine Pflanze von geringem Wert oder pflanzliche Reste bezeichnet, während „perennante“ ihre ausdauernde Natur im Vergleich zu verwandten ein- oder zweijährigen Arten hervorhebt.

Quellen

  • Prof. S. Pignatti, „Flora d'Italia“
  • Acta Plantarum - Flora delle regioni italiane (Scheda di Mirna Medri)
Text mit KI-Unterstützung aus wissenschaftlichen Quellen erstellt ·Methodik
BlütenformelX o * K (4-5), [C (4) o (2+3), A 2+2 o 2], G (2), capsula
Achtung: Pharmazeutische Anwendungen und Wildkräuter-Nutzungen dienen nur zu Informationszwecken; für ihre Verwendung zu Heil-, kosmetischen oder Ernährungszwecken wird keine Haftung übernommen.

Merkmale

Wo ich sie gefunden habe (6 Beobachtungen)

Klassifikation

Reich
Plantae
Vollständiger Name
Kickxia commutata (Bernh. ex Rchb.) Fritsch
Synonyme
Elatinoides commutata (Bernh. ex Rchb.) Wettst.; Linaria commutata Bernh. ex Rchb.

Blütezeit

Jan
Feb
Mär
AprMaiJunJul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

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