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Beschreibung

Morphologische Beschreibung

Mehrjährige krautige Pflanze aus der Familie der Asteraceae, mit aufrechtem oder aufsteigendem krautigem Wuchs, die eine Höhe von 20 bis 40 cm erreicht. Der Stängel ist einfach oder manchmal im unteren Bereich verzweigt, hohl im Querschnitt und bedeckt mit einer dichten Behaarung aus abstehenden und rauen Haaren, die der Pflanze ein wolliges Aussehen verleihen. Die Oberfläche des Stängels erscheint daher rau und leicht behaart.

Die Blätter sind wechselständig entlang des Stängels angeordnet und zeigen eine erhebliche morphologische Variabilität in Bezug auf ihre Position. Die grundständigen Blätter sind gefiedert oder fiederteilig, etwa 5-6 cm lang, mit ganzem Rand, verbreitertem Stiel an der Basis und halb umschließend; diese sind breiter und tief geteilt. Weiter oben werden die unteren Stängelblätter allmählich größer (bis zu 6-8 cm) und weniger tief geteilt, während die oberen Blätter lanzettlich, fast ganzrandig, oft ohrförmig und stängelumfassend sind, kleiner und in einigen Fällen gegenständig oder zu dritt quirlig angeordnet. Alle Blätter sind behaart.

Der Blütenkopf ist einzeln, groß (etwa 6 cm Durchmesser), getragen von einem langen, aufrechten, kahlen und hohlen Stiel, der in einer Hülle aus 7-8 einreihigen, lanzettlichen Schuppen mit rötlichem Rand und unten wollig endet. Die Blüten sind alle zungenförmig, mit einer Zunge mit fünf Zähnchen, schwefelgelb mit purpurfarbenen Sprenkeln an Basis und Spitze, besonders deutlich bei den Randblüten, die ein farbloses Röhrchen von etwa 12 mm Länge und eine Zunge von ca. 3 x 20 mm Größe haben. Die Blütensymmetrie ist radiärsymmetrisch und der Blütenkopf hat einen stängellosen Wuchs (d.h. die Blüten sind auf einer verlängerten Blütenachse angeordnet).

Die Frucht ist ein längliches Achän (6-8 mm), runzelig, mit einem Schnabel, der etwa doppelt so lang wie der Fruchtkörper selbst ist, hohl und rau. Der Pappus ist fedrig, dunkel, in zwei Reihen angeordnet und dient der Samenverbreitung durch den Wind.

Lebensraum und Verbreitung

Typisch mediterrane Art mit Verbreitung von Ligurien und den westlichen Regionen Italiens bis nach Spanien und Nordafrika (Algerien). Sie ist auch in einigen Binnengebieten wie der Drôme, Ardèche, Tarn, Lot, Aveyron, Lozère und auf Korsika vorhanden. In Italien findet man sie vor allem in Küsten- und submontanen Regionen bis zu einer Höhe von etwa 1200 Metern über dem Meeresspiegel.

Bevorzugt offene, sonnige und trockene Lebensräume wie trockene Wiesen, Brachflächen, Straßenränder und nährstoffarme, oft kalkhaltige oder gut durchlässige Böden. Die Art ist eine hemikryptophyte scapose Pflanze: sie überlebt dank Knospen auf Bodenniveau und entwickelt eine kahle, verlängerte Blütenachse. Die Pflanze ist immergrün und behält die Blätter auch während der trockensten Perioden.

Blütezeit

Die Blütezeit erstreckt sich in der Regel von März bis August, mit einem Höhepunkt zwischen Mai und Juni. In einigen mediterranen Gebieten kann die Blütezeit auf die Frühlingsmonate beschränkt sein, während sie bei milderen klimatischen Bedingungen bis in den Spätsommer andauern kann.

Ökologie und Bestäubung

Die schwefelgelben Blüten mit purpurfarbenen Sprenkeln ziehen vor allem bestäubende Insekten wie Bienen und Schmetterlinge an, die als Bestäuber fungieren. Die zungenförmige Struktur und die lebhafte Farbe fördern die entomophile Bestäubung. Die Pflanze ist durch ihren langen Stiel und den großen Blütenkopf in der offenen krautigen Landschaft gut sichtbar, was die Anlockung der Insekten erleichtert.

Die Samenverbreitung erfolgt hauptsächlich durch Anemochorie, unterstützt durch den fedrigen und dunklen Pappus, der den Transport durch den Wind erleichtert. Das Achän, ausgestattet mit einem langen, hohlen und runzeligen Schnabel, ist an diese Verbreitungsart angepasst und ermöglicht der Art die Kolonisierung neuer offener und sonniger Lebensräume.

Kuriositäten und traditionelle Verwendung

Diese Art hat eine lange Geschichte der Nutzung in der traditionellen Ernährung und Medizin. Die grundständigen Blätter wurden gekocht verzehrt, gewürzt wie Spinat, oft gemischt mit anderen Wildkräutern wie Sonchus oleraceus, Tragopogon pratensis und Apium nodiflorum. Die Blütenknospen wurden hingegen in Salzlake eingelegt wie Kapern und stellen ein typisches Nahrungsmittel der Mittelmeerregion dar.

Medizinisch wurde die Pflanze zur Herstellung von Aufgüssen mit verdauungsfördernden und entzündungshemmenden Eigenschaften verwendet, insbesondere gegen Entzündungen des Gallengangs. In der Volksmedizin galt sie auch als galaktogogisch, vermutlich wegen der Form der Knospen, die an die Brustwarze erinnern.

Es ist wichtig zu betonen, dass die traditionellen Nahrungs- und Arzneimittelanwendungen nur zu Informationszwecken dienen und keine offiziellen medizinischen Empfehlungen ersetzen.

Etymologie

Der wissenschaftliche Name stammt aus dem Griechischen: „oura“ bedeutet „Schwanz“ oder „Schnabel“ und „sperma“ bedeutet „Samen“, in Bezug auf den langen Schnabel des Achäns, der die Art kennzeichnet. Das spezifische Epitheton dalechampii ehrt den französischen Botaniker Jacques Dalechamp (1513-1588).

Der italienische Trivialname „Weichhaariges Schwefelkörbchen“ verweist genau auf die Form der länglichen und schnabelförmigen Frucht und unterscheidet sie von ähnlichen Arten. Weitere volkstümliche Namen sind „Lattugaccio di Daléchamp“ und „Amarago“, die den volkstümlichen Gebrauch und den Geschmack der Pflanze widerspiegeln.

Quellen

  • Prof. S. Pignatti, „Flora d'Italia“, Edagricole, Bologna 1982
  • Acta Plantarum - Flora delle regioni italiane (scheda di Antonino Messina)
  • Tela Botanica / H. Coste, „Flore descriptive et illustrée de la France“
Text mit KI-Unterstützung aus wissenschaftlichen Quellen erstellt ·Methodik
Achtung: Pharmazeutische Anwendungen und Wildkräuter-Nutzungen dienen nur zu Informationszwecken; für ihre Verwendung zu Heil-, kosmetischen oder Ernährungszwecken wird keine Haftung übernommen.

Merkmale

Wo ich sie gefunden habe (1 Beobachtungen)

Klassifikation

Reich
Plantae
Familie
Asteraceae
Vollständiger Name
Urospermum dalechampii (L.) F.W.Schmidt
Synonyme
Tragopogon dalechampii L

Blütezeit

Jan
Feb
MärAprMaiJunJulAug
Sep
Okt
Nov
Dez

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