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Pflanzenart

Sorghum halepense

(L.) Pers.

Wilde Mohrenhirse

Syn.: Andropogon halepensis (L.) Brot.; Andropogon sorghum (L.) Brot. subsp. halepensis (L.) Hack.; Blumenbachia halepensis (L.) Koeler; Holcus halepensis L.; Milium halepense (L.) Cav.; Rhaphis halepensis (L.) Roberty; Sorghum saccharatum (L.) Moench
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56017 San Giuliano Terme PI, Italia
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Beschreibung

Morphologische Beschreibung

Mehrjährige krautige Pflanze, der wilde Sorghum zeigt eine aufrechte Wuchsform, die eine variable Höhe zwischen 30 und 180 (bis zu 250) cm erreichen kann. Der Stängel ist robust, zylindrisch, aber leicht zusammengedrückt, solide und entwickelt sich aus einem sehr ausgedehnten, fleischigen und kriechenden Rhizomapparat, der sich unter der Erde befindet. Dieses Rhizom, weißlich oder rosafarben, ermöglicht der Pflanze eine schnelle Ausbreitung und ist eine der Ursachen für ihre invasive Natur.

Die Blätter sind wechselständig, linear, mit einer Blattspreite von 1-2 cm Breite und bis zu 60 cm Länge, grün mit manchmal violetten Schattierungen, glänzend, aber nicht besonders strahlend. Die Blattränder sind rau und schuppig, oft mit kleinen nach oben gerichteten Stacheln versehen, während die Oberfläche glatt ist, mit einer gut sichtbaren weißen Mittelrippe. Die Ligula, die sich an der Blattbasis befindet, ist membranös und bewimpert, mit einer variablen Länge von etwa 2-6 mm und kann eine Büschel weißer Haare aufweisen.

Die Blüte ist eine breite, pyramidenförmige Rispe mit ausgebreiteten und dünnen Verzweigungen, manchmal leicht hängend. Die Ährchen, 4-6 mm lang, sind paarweise entlang der Zweige angeordnet und in Dreiergruppen an den Spitzen der Äste; in der Triade ist das mittlere Ährchen sitzend, fruchtbar und zwittrig mit einem meist aristierten Deckspelz (mit einer „Granne“ oder einem 5-15 mm langen Grannenfortsatz, oft an der Basis gedreht), während die seitlichen jeweils gestielt und männlich sowie sitzend und steril sind. Die Hüllspelzen sind ledrig, glänzend, mit einer behaarten Oberfläche im unteren Bereich, braun-rötlich bei den gestielten Ährchen und schützen die darunterliegenden Deckspelzen, die hingegen transparent sind. Die Frucht ist eine ovale bis längliche Karyopse, teilweise von den Hüllspelzen umhüllt, mit einer typischen Form, die als „Schildkrötenpanzer“ bezeichnet wird.

Der Halme ist glatt oder leicht behaart, mit Knoten ohne verbreitete weiße Haare und einer rauen oder filzigen Oberfläche. Das Wurzelsystem ist rhizomatisch, mit langen und kriechenden Rhizomen, die Wurzeln und adventive Triebe bilden, was der Pflanze eine große Kolonisierungsfähigkeit und Widerstandskraft verleiht.

Lebensraum und Verbreitung

Der wilde Sorghum stammt aus dem östlichen Mittelmeerraum, wobei der Artname auf die Stadt Aleppo in Syrien verweist, ist aber mittlerweile im gesamten Mittelmeerbecken, im südlichen Europa und in vielen anderen gemäßigten und tropischen Regionen der Welt weit verbreitet und eingebürgert. In Italien ist er als Neophyt in allen Regionen und Inseln vorhanden, vom Meeresspiegel bis etwa 600 Meter Höhe, gelegentlich bis 1200 m, vor allem in Hügellandschaften und Ebenen.

Er bevorzugt gestörte Lebensräume wie Ackerflächen (vor allem Mais), Brachflächen, Straßenränder, Ruderalzonen und sandige oder lockere Böden. Häufig auf sandigen, gut durchlässigen Böden, passt er sich auch tonigeren oder gemischten Böden an und zeigt eine gute Umweltverträglichkeit. Seine Präsenz wird oft als invasiv betrachtet aufgrund seiner Aggressivität und Konkurrenzfähigkeit gegenüber krautigen Kulturen.

Blütezeit

Die Blütezeit erfolgt vorwiegend von Juli bis Oktober, mit geografischen Variationen, die die Dauer und den Beginn der Blütezeit leicht beeinflussen können. In wärmeren und gemäßigten Klimazonen kann die Blüte bis in den Spätherbst andauern. In einigen Mittelmeergebieten, insbesondere in den südlicheren Regionen, kann die Blüte bereits im Juni beginnen und bis September andauern.

Ökologie und Bestäubung

Mehrjährige Pflanze mit rhizomatischer Fähigkeit, vermehrt sich der wilde Sorghum sowohl vegetativ über die Rhizome als auch sexuell über die Karyopsen. Die Bestäubung ist anemophil, das heißt windvermittelt, typisch für Poaceae, und benötigt keine Bestäuberinsekten. Die einblütigen Ährchen sind so strukturiert, dass sie die Verbreitung des Pollens in der Luft begünstigen.

Die Samenverbreitung erfolgt hauptsächlich durch Fall in der Nähe der Mutterpflanze, aber auch durch zufälligen Transport durch Menschen, Tiere oder Wasser. Das Rhizomsystem ermöglicht zudem eine schnelle lokale Ausbreitung, was die Art sehr konkurrenzfähig und oft invasiv auf Ackerflächen macht.

Kuriositäten und traditionelle Verwendung

Der wilde Sorghum gilt in vielen Kulturen, insbesondere im Maisanbau, als Unkraut aufgrund seiner schnellen Ausbreitung und Konkurrenz um Ressourcen. Das Genus Sorghum umfasst jedoch auch kultivierte Arten von großer ernährungs- und futterwirtschaftlicher Bedeutung, wie Sorghum bicolor, das in Afrika und Asien als dürretolerantes Getreide verwendet wird.

In Italien und im Mittelmeerraum wird der wilde Sorghum nicht üblicherweise zu Nahrungs- oder Heilzwecken genutzt, seine Präsenz wird jedoch aufgrund seiner Auswirkungen auf Kulturen überwacht. Historisch wurden kultivierte Sorghum-Sorten in anderen Weltregionen als Futter und für die menschliche Ernährung verwendet.

Etymologie

Der Name der Gattung „Sorghum“ stammt wahrscheinlich von einem indischen Wort „sorghi“, das sich auf eine verwandte Art der Gattung bezieht. Der Artname „halepense“ weist auf die geografische Herkunft der Art hin, nämlich Aleppo in Syrien, wovon auch der italienische Trivialname „sorgo selvatico“ oder „Sorghum von Aleppo“ abgeleitet ist. Dieser geografische Bezug unterstreicht die östlich-mediterrane Herkunft der Pflanze, von wo aus sie sich im gesamten Mittelmeerbecken und darüber hinaus verbreitet hat.


Quellen

  • Prof. S. Pignatti, "Flora d'Italia"
  • Acta Plantarum - Flora delle regioni italiane (scheda di Mirna Medri)
  • Tela Botanica / H. Coste, "Flore descriptive et illustrée de la France"
  • World Flora Online (WFO)
Text mit KI-Unterstützung aus wissenschaftlichen Quellen erstellt ·Methodik
Achtung: Pharmazeutische Anwendungen und Wildkräuter-Nutzungen dienen nur zu Informationszwecken; für ihre Verwendung zu Heil-, kosmetischen oder Ernährungszwecken wird keine Haftung übernommen.

Merkmale

Wo ich sie gefunden habe (6 Beobachtungen)

Klassifikation

Reich
Plantae
Familie
Poaceae
Vollständiger Name
Sorghum halepense (L.) Pers.
Synonyme
Andropogon halepensis (L.) Brot.; Andropogon sorghum (L.) Brot. subsp. halepensis (L.) Hack.; Blumenbachia halepensis (L.) Koeler; Holcus halepensis L.; Milium halepense (L.) Cav.; Rhaphis halepensis (L.) Roberty; Sorghum saccharatum (L.) Moench

Blütezeit

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
JulAugSepOkt
Nov
Dez

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