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56122 Pisa PI, Italia
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Beschreibung

Morphologische Beschreibung

Ein zweijährige oder mehrjährige krautige Pflanze mit aufrechtem Wuchs, gewöhnlich 30 bis 80 cm hoch, manchmal bis zu 100 cm. Der Stängel ist verzweigt und mit anliegender Behaarung bedeckt; die Basis ist behaart, während die Spitze klebrig-drüsig erscheint. Das Wurzelsystem ist Pfahlwurzel-artig und an der Basis verholzt.

Die Blätter sind am Stängel gegenüberstehend angeordnet. Die grundständigen Blätter sind oft gestielt und haben eine länglich-lanzettliche oder elliptische Blattspreite, die während der Blütezeit zu vertrocknen neigt, während die Stängelblätter sitzend, lanzettlich oder elliptisch sind, mit variabler Größe von 3 bis 12 cm Länge und 6-30 mm Breite, mit spitzem Apex und ganzrandig. Die Blätter weisen meist eine anliegende Behaarung auf, neigen aber oft dazu, kahl zu werden. Sie besitzen drei Hauptnerven, und in den Blattachseln können Büschel von Hochblättern vorhanden sein.

Die Blütenstände sind offene und wenig dichte Dichasien mit eingeschlechtlichen Blüten (zweihäusig), von mittlerer Größe: die männlichen Blüten haben einen röhrenförmig-glockigen Kelch mit 10 Längsnerven, die weiblichen einen röhrenförmig-ovoidalen, zur Hälfte angeschwollenen und an der Spitze verengten Kelch mit 20 Nerven. Der braun-rötliche und behaarte Kelch besitzt spitze und oft zugespitzte Zähne, die etwa zwei Drittel der Kelchröhre lang sind. Die Kelchoberfläche ist mit feinen Haaren und klebrigen Drüsen bedeckt.

Die Krone besteht aus fünf weißen, gelegentlich leicht rosa getönten, kahlen und zur Hälfte zweilappigen Blütenblättern mit obovaler Form. Die Staubblätter sind im Kelch eingeschlossen, und die fünf weiblichen Griffel ragen über den Kelch hinaus. Die Blüten sind duftend und etwa 25-35 mm breit.

Die Frucht ist eine konische Kapsel, ähnlich groß wie der Kelch, die sich durch 4-5 ausgebreitete oder leicht zurückgebogene, lange und spitze Zähne öffnet. Innen enthält sie zahlreiche nierenförmige, dunkelgraubraune Samen, die auf beiden Seiten gewölbt und mit einer warzigen Oberfläche versehen sind. Die Chromosomenzahl der Art beträgt 2n=24.

Lebensraum und Verbreitung

Typische Art der mediterranen Regionen mit einem Verbreitungsgebiet, das sich vorwiegend entlang der Küsten des Mittelmeerbeckens erstreckt, aber auch in den gemäßigten kontinentalen Zonen Europas vorkommt. In Italien ist sie häufig und verbreitet von der Ebene bis etwa 1900 Meter Höhe und besiedelt zahlreiche anthropogene oder halbnatürliche Lebensräume.

Bevorzugt nitrophile, oft gestörte Böden wie Ackerland, Gärten, Brachflächen, Ruinen, Straßenränder und Orte in der Nähe von Mist- oder organischen Düngemitteln. Es handelt sich um eine synanthrope Pflanze, die in vom Menschen veränderten Umgebungen gedeiht und sich an unterschiedliche Bodentypen anpasst, solange diese ausreichend fruchtbar und gut durchlässig sind. Die Exposition ist meist sonnig oder teilweise schattig.

Blütezeit

Die Blütezeit erstreckt sich gewöhnlich von Mai bis September mit Höhepunkten in den Sommermonaten. In einigen mediterranen Gebieten und in niedrigen Lagen kann die Blüte früh im Frühling beginnen und bis zum Beginn des Herbstes andauern, abhängig von den lokalen klimatischen Bedingungen.

Ökologie und Bestäubung

Die Art zeichnet sich durch eingeschlechtliche Blüten aus, mit getrennten Pflanzen, die nur männliche oder nur weibliche Blüten tragen (Zweihäusigkeit). Die weißen, gelegentlich leicht rosafarbenen Blüten sind duftend und ziehen verschiedene Bestäuberinsekten an, hauptsächlich Hymenopteren (Bienen und Hummeln) und Lepidopteren, die die Kreuzbestäubung fördern.

Die Kapsel öffnet sich bei Reife und gibt die Samen durch nach außen spreizende Zähne frei, was die Ausbreitung vor allem durch Fall in der Nähe der Mutterpflanze erleichtert. Langstreckenverbreitungsstrategien durch Wind oder Tiere sind nicht bekannt, aber die Nähe zu anthropogenen Habitaten begünstigt die lokale Verbreitung.

Kuriositäten und traditionelle Verwendung

Die Weiße Lichtnelke enthält Saponine, natürliche Verbindungen, die bei hohem Verzehr eine gewisse geringe Toxizität aufweisen, weshalb beim Verzehr Vorsicht geboten ist.

Die jungen Blätter sind essbar, wenn sie gekocht werden, und werden in Suppen oder als Pfannengericht verwendet. Traditionell wurde die ganze Pflanze zur Zubereitung der „minestrella“ verwendet, einer alten armen Suppe aus vielen Wildkräutern, typisch für einige italienische Regionen, die mit Maisfladenbrot serviert wurde.

Die Wurzel wurde nach dem Kochen als natürlicher Seifenersatz genutzt, da die enthaltenen Saponine ihre reinigenden Eigenschaften ausnutzen.

In einigen englischen Traditionen ist diese Pflanze als „Flower of the Dead“ (Blume der Toten) bekannt, aufgrund ihrer häufigen Anwesenheit auf Friedhöfen.

Etymologie

Der Gattungsname leitet sich wahrscheinlich vom griechischen „sialon“ ab, was Speichel bedeutet, und bezieht sich auf die klebrige Konsistenz einiger Arten der Gattung, verursacht durch schleimige Sekrete des Stängels und Kelchs. Eine andere mögliche Herkunft ist mit der mythologischen Figur Silenos verbunden, einem Begleiter Bacchus’, bekannt für seinen aufgeblähten Bauch und das „volle“ Aussehen, eine Metapher für den angeschwollenen Kelch dieser Blüten.

Das spezifische Epitheton „latifolia“ weist auf die relativ breiten Blätter im Vergleich zu verwandten Arten hin, mit gut entwickelter und lanzettlicher Blattspreite. Der deutsche Trivialname „Weiße Lichtnelke“ bezieht sich auf die vorherrschende Farbe der Blüten, weiß oder leicht rosa.

Quellen

  • Prof. S. Pignatti, Flora d'Italia
  • Acta Plantarum - Flora delle regioni italiane (scheda di Marinella Zepigi)
  • Tela Botanica / H. Coste, Flore descriptive et illustrée de la France
  • World Flora Online (WFO)
Text mit KI-Unterstützung aus wissenschaftlichen Quellen erstellt ·Methodik
Achtung: Pharmazeutische Anwendungen und Wildkräuter-Nutzungen dienen nur zu Informationszwecken; für ihre Verwendung zu Heil-, kosmetischen oder Ernährungszwecken wird keine Haftung übernommen.

Merkmale

Scheda botanica

Caratteristiche di Weiße Lichtnelke
FamigliaCaryophyllaceae
Fiorituramaggio – settembre
Forma biologicaZweijährige Pflanzen
Habitatmit weißen Blüten

Domande frequenti

Quando fiorisce Weiße Lichtnelke?
Weiße Lichtnelke fiorisce maggio – settembre.
Che tipo di pianta è Weiße Lichtnelke?
Weiße Lichtnelke è una Hemicryptophyten (Zweijährige Pflanzen) secondo la classificazione di Raunkiaer.
A quale famiglia appartiene Weiße Lichtnelke?
Weiße Lichtnelke appartiene alla famiglia botanica Caryophyllaceae.

Wo ich sie gefunden habe (6 Beobachtungen)

Klassifikation

Reich
Plantae
Vollständiger Name
Silene latifolia Poir.
Synonyme
Silene alba (Mill.) E.H.L.Krause

Blütezeit

Jan
Feb
Mär
Apr
MaiJunJulAugSep
Okt
Nov
Dez

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