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Corigliano-Rossano
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Beschreibung

Morphologische Beschreibung

Ein zweijährige, manchmal ausdauernde krautige Pflanze mit aufrechtem Wuchs und variabler Höhe zwischen 30 und 120 cm. Der Stängel ist verzweigt und weist kurze, unterbrochene und dornige Seitenflügel auf, die nicht knorpelig sind und meist eine behaarte Oberfläche besitzen. Die Flügel des Stängels sind charakteristisch und helfen, die Art zu unterscheiden, da sie diskontinuierlich und mit dünnen, dornigen Rändern versehen sind.

Die Blätter treten in zwei Typen auf: die grundständigen sind gefiedert geteilt oder gefiedert gelappt, 5 bis 15 cm lang, mit tiefen Zähnen und kräftigen Dornen, grün und wenig ledrig; die oberen Blätter sind breit, meist herzförmig um den Stängel herumgreifend, mehr oder weniger ledrig und mit dornigen Rändern. Die Blattnerven sind deutlich sichtbar, weißlich gefärbt, und die Stängelblätter sind oft am Stängel herablaufend.

Die Blütenstände bestehen aus sitzenden Köpfchen, sowohl terminal als auch achselständig, angeordnet in Dolden oder verzweigten Trauben. Jeder Blütenkopf ist von 3 dornigen Hüllblättern umgeben, die etwa so breit sind wie der ungeteilte Mittelbereich, mit lanzettlichen, kahlen Schuppen, die sich zur spitzen und gezähnten Spitze verjüngen. Die Blüten sind alle zungenförmig, zwittrig, von lebhaft gelber Farbe, etwa 16-17 mm lang (manchmal kleiner bei den zentralen Blüten). Die Staubbeutel sind gelb.

Die Frucht ist ein eiförmig abgeflachtes Achän, etwa 3-5 mm lang, graulich gefärbt, ohne Pappus, aber mit 2-4 abfallenden und zerbrechlichen Borsten an der Spitze. Die Wurzel ist fleischig und tief wurzelnd, geeignet für den Verzehr.

Habitat und Verbreitung

Diese Art ist typisch für mediterrane Regionen, mit einem Verbreitungsgebiet entlang der gesamten europäischen Mittelmeerküste, einschließlich der großen italienischen Inseln, und reicht nach Norden bis zu Regionen wie Ligurien und der adriatischen Küste bis nach Kalabrien. In Piemont ist das Vorkommen unsicher.

Bevorzugt werden sandige Küstenhabitate, trockene Böden, brachliegende Flächen, Ufer großer Flüsse und sonnige Meeresstandorte. Sie wächst allgemein von 0 bis 800 Metern Höhe. Besonders angepasst an sandige und gut durchlässige Böden, oft in gestörten oder anthropogenen Umgebungen.

Blütezeit

Die Blütezeit liegt hauptsächlich zwischen Juni und August, mit geografischen Variationen, die sie in einigen Mittelmeergebieten von Juli bis September verschieben. Die lange Blütezeit ermöglicht eine gute reproduktive Erfolgsrate unter mediterranen klimatischen Bedingungen.

Ökologie und Bestäubung

Die Art vermehrt sich durch entomophile Bestäubung, hauptsächlich durch bestäubende Insekten, die von der intensiven gelben Farbe der zungenförmigen Blüten angezogen werden. Die zwittrige Blütenstruktur fördert die Fremdbefruchtung. Die Samenverbreitung erfolgt über die Achänen, die keinen Pappus besitzen, aber mit zerbrechlichen und abfallenden Borsten ausgestattet sind, die eine temporäre Verankerung am Substrat oder an vorbeigehenden Tieren erleichtern.

Die Pflanze verhält sich als zweijährige Hemikryptophyten: die Knospen überdauern auf Bodenhöhe, was das Überleben und die jährliche oder zweijährige Regeneration ermöglicht.

Kuriositäten und traditionelle Verwendung

Der Scolymus-Karde ist bekannt für seine fleischigen, essbaren Wurzeln, die in einigen italienischen kulinarischen Traditionen, besonders in den Marken, geschätzt werden, wo sie gesammelt und für typische Gerichte verwendet werden, z.B. als Beilage zu Stockfisch bei festlichen Zubereitungen. Die Wurzeln können gekocht, geschmort oder geröstet werden (letzteres als Kaffeeersatz). Die Stängel, nach Entfernung der Dornen und Blätter, werden sowohl gekocht als auch frittiert verzehrt und haben einen intensiveren Geschmack als Artischocken.

Getrocknete Blüten wurden verwendet, um Lebensmittel zu färben, manchmal als Safranersatz, obwohl sie nur Farbe, aber nicht das charakteristische Aroma verleihen.

Aus ethnobotanischer Sicht hat die Anwesenheit von rauen Dornen in der Vergangenheit die großflächige Wildsammlung eingeschränkt, aber die Nahrungs- und Heilnutzung ist dennoch dokumentiert.

Achtung: Medizinische und ernährungsbezogene Anwendungen werden zu Informationszwecken angegeben und ersetzen keine professionelle medizinische oder ernährungswissenschaftliche Beratung.

Etymologie

Der Gattungsname „Scolymus“ stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet „Stachel“ oder „Dorn“, ein Hinweis auf die charakteristischen Dornen der Pflanze und ihre Ähnlichkeit mit anderen Kardengewächsen. Der Artname „hispanicus“ verweist auf die geografische Herkunft aus Spanien, obwohl das Verbreitungsgebiet im Mittelmeerraum weiter gefasst ist.

Der italienische Trivialname „cardo scolimo“ erinnert an das dornige Aussehen, ähnlich wie bei den Kardengewächsen, und an die Zugehörigkeit zur Gattung Scolymus.

Quellen

  • Prof. S. Pignatti, "Flora d'Italia"
  • Acta Plantarum - Flora delle regioni italiane (scheda di Mirna Medri)
  • Tela Botanica / H. Coste, "Flore descriptive et illustrée de la France"
  • World Flora Online (WFO)
Text mit KI-Unterstützung aus wissenschaftlichen Quellen erstellt ·Methodik
Achtung: Pharmazeutische Anwendungen und Wildkräuter-Nutzungen dienen nur zu Informationszwecken; für ihre Verwendung zu Heil-, kosmetischen oder Ernährungszwecken wird keine Haftung übernommen.

Merkmale

Wo ich sie gefunden habe (4 Beobachtungen)

Klassifikation

Reich
Plantae
Familie
Asteraceae
Vollständiger Name
Scolymus hispanicus L.

Blütezeit

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
JunJulAug
Sep
Okt
Nov
Dez

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