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56010 PI, Italia
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Beschreibung

Morphologische Beschreibung

Einjährige krautige Pflanze mit stängellosem Wuchs, die eine variable Höhe zwischen 20 und 90 cm erreichen kann. Der Stängel ist aufrecht oder aufsteigend, dünn und verzweigt, mit dem oberen Teil dicht mit Drüsenhaaren bedeckt, die ihm eine klebrige Textur verleihen, während der untere Teil fast kahl erscheint. Das Wurzelsystem ist zart und an oberflächliche Böden angepasst.

Die Blätter sind klein, linear-lanzettlich, mit einer Länge von etwa 30 bis 40 mm und einer Breite zwischen 3 und 7 mm. Sie sind im oberen Bereich des Stängels meist wechselständig, während sie nahe der Basis gegenüberstehend sein können. Die oberen Blätter sind schmaler und fast sitzend oder mit kurzem Stiel; die Konsistenz ist krautig und die Oberfläche kann kahl oder leicht behaart sein. Die Blätter neigen dazu, beim Vertrocknen dunkel und fast schwarz zu werden.

Die Blütenstände sind langgestreckte, lockere Trauben mit fast sitzenden oder kurzen Blütenstielen, in Gruppen von 2 bis 8 weit auseinander stehenden Blüten. Die Blüten sind klein, mit einem Durchmesser von etwa 6-15 mm und einer Kronlänge von bis zu 15-17 mm. Die Krone ist zweilippig, mit bilateraler Symmetrie, rosa-lilafarben mit purpurfarbenen Adern, besonders im Inneren der dreiteiligen Unterlippe. Die obere Lippe ist zweiteilig und hat zwei kleinere Lappen. Die Basis des Kronröhrchens ist geschwollen und samtig. Die Krone besitzt keinen Sporn. Der Kelch ist in lineare Lappen geteilt, 8-11 mm lang, besonders an der Basis rau und ungleich lang.

Die Fortpflanzungsorgane umfassen einen zentralen Fruchtknoten und zwei Paare Staubblätter mit gelben, zweikammerigen Antheren gleicher Größe. Die Frucht ist eine eiförmige, porizide Kapsel, etwa 7-10 mm lang und 4-5 mm breit, behaart und drüsig, mit 2-3 Öffnungslöchern, kürzer als der Kelch. Die Kapsel ist charakteristisch am Grund genabelt und buckelig, erinnert in der Form an einen "Totenkopf", wovon einige der gebräuchlichen Namen in anderen Sprachen abgeleitet sind. Die Samen sind braun, etwa 1 mm lang, mit nicht alveoliertem Endosperm.

Lebensraum und Verbreitung

Die Art ist in ganz Italien und im Mittelmeerraum verbreitet, einschließlich Sardinien und Korsika, sowie in Europa, Westasien bis zum Himalaya und Nordafrika. Sie wächst hauptsächlich in anthropogenen Lebensräumen wie Straßenrändern, Ackerflächen, insbesondere Getreidefeldern, auf umgegrabenen und gedüngten Böden sowie auf brachliegenden Flächen. Sie passt sich feuchten und nitrifizierten Böden an, oft sandig oder gut drainiert.

Die Wuchshöhe variiert von der Ebene bis etwa 1.200 Meter über dem Meeresspiegel. Sie bevorzugt sonnige Standorte und offene Umgebungen, wo sie ohne starke krautige Konkurrenz gedeihen kann.

Blütezeit

Die Blütezeit erstreckt sich von Mai bis September, mit einer stärkeren Konzentration zwischen Juni und September. Dieser Zeitraum kann je nach Standort und Höhe leicht variieren, mit früheren Blüten in wärmeren und tieferen Gebieten.

Ökologie und Bestäubung

Die Gemeine Gallinetta ist eine einjährige Art mit schnellem Wachstum, die ihren Lebenszyklus in einem Jahr abschließt. Der Blütenstand zeigt zweilippige Blüten, die für bestäubende Insekten geeignet sind, vor allem Bienen und Hummeln, die von der rosa-lilafarbenen Farbe und den purpurfarbenen Adern im Inneren angezogen werden und so die entomogame Bestäubung fördern. Die zweilippige Kronenstruktur ist funktional für diese Art der Bestäubung, da sie den Insekten eine Auflage- und Führungshilfe bietet.

Die Samenverbreitung erfolgt durch porizide Öffnung der Kapsel, die kleine braune Samen von etwa 1 mm freisetzt. Diese Samen werden hauptsächlich durch Fallverbreitung und in geringerem Maße durch zufälligen Transport durch Tiere oder Oberflächenwasser verbreitet.

Kuriositäten und traditionelle Verwendung

Die Gemeine Gallinetta ist auch unter anderen volkstümlichen Namen bekannt, wie "Feld-Löwenmaul". Der französische Name "Tête-de-mort" (Totenkopf) und der spanische "Cabeza de muerto" beziehen sich auf die charakteristische Form der Fruchtkapsel.

Aus ethnobotanischer Sicht wurde die Art traditionell als Heilpflanze mit diuretischen Eigenschaften verwendet, die die Urinproduktion steigern kann. Medizinische Anwendungen sind jedoch wenig dokumentiert und es fehlen gesicherte Daten zu toxischen oder wohltuenden Wirkungen auf den menschlichen Organismus. Nahrungs- oder kosmetische Verwendungen sind nicht bekannt oder verbreitet.

Etymologie

Der Gattungsname "Misopates" stammt aus dem Altgriechischen, wobei "misos" "Hass" und "patein" "betreten" bedeutet, was eine Art Warnung darstellt, diese Pflanze nicht zu zertreten. Früher wurde die Art der Gattung Antirrhinum zugeordnet, was "vorgewölbte Schnauze" bedeutet und sich auf die besondere Form der zweilippigen Blüte bezieht, die an eine Schnauze oder einen Mund erinnert.

Der Artname "orontium" stammt vom altgriechischen "orontio", einem Namen, der bereits im 2. Jahrhundert von Galen verwendet wurde und möglicherweise auf den Fluss Orontes in Syrien verweist, wo die Pflanze vermutlich bekannt oder verbreitet war.

Der italienische Trivialname "gallinetta" ist wahrscheinlich eine volkstümliche Anspielung auf die Form der Blüte oder Frucht, die an einen kleinen Kopf oder ein Profil erinnert, ähnlich dem eines Vogels.

Quellen

  • Prof. S. Pignatti, "Flora d'Italia"
  • Acta Plantarum - Flora der italienischen Regionen (Beschreibung von Giuliano Salvai)
  • Tela Botanica / H. Coste, "Flore descriptive et illustrée de la France"
  • World Flora Online (WFO)
Text mit KI-Unterstützung aus wissenschaftlichen Quellen erstellt ·Methodik
Achtung: Pharmazeutische Anwendungen und Wildkräuter-Nutzungen dienen nur zu Informationszwecken; für ihre Verwendung zu Heil-, kosmetischen oder Ernährungszwecken wird keine Haftung übernommen.

Merkmale

Wo ich sie gefunden habe (11 Beobachtungen)

Klassifikation

Reich
Plantae
Vollständiger Name
Misopates orontium (L.) Raf.
Synonyme
Antirrhinum orontium L.

Blütezeit

Jan
Feb
Mär
Apr
MaiJunJulAugSep
Okt
Nov
Dez

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