Pflanzenart
Camphorosma monspeliaca
L. subsp. monspeliaca
Kampferkraut
Beschreibung
Morphologische Beschreibung
Das Kampferkraut ist eine mehrjährige suffrutikose Pflanze von bescheidener Größe, die eine Höhe zwischen 10 und 50 cm erreicht. Es besitzt zahlreiche holzige Stängel, die durch eine prostrierte und verdrehte Wuchsform gekennzeichnet sind und oft am Boden anliegen. Von diesen Stängeln entwickeln sich zweierlei Arten von einjährigen krautigen Zweigen: nicht blühende Zweige, sehr kurz und ausschließlich mit Blättern bedeckt, sowie aufrechte-aufsteigende blühende Zweige, länger, mit rötlichen und tomentosen Spitzen aufgrund kurzer, gekräuselter Haare.
Die Blätter sind sitzend, leierförmig (d.h. zungenförmig), halb-lederartig, 3 bis 10 mm lang und 0,5 bis 1,7 mm breit; bei manchen Pflanzen mit dünneren Zweigen können sie fadenförmig sein. Die Blätter sind in Büscheln angeordnet und mit langen aufrechten Haaren bedeckt, die eine tomentose Textur verleihen.
Die Blüten sind zwittrig, grünlich gefärbt und in brakteolierten Knäueln angeordnet, die dichte, ährenartige Blütenstände bilden. Der Perianth ist tetramerer und sepaloider Art, mit einer röhrenförmigen, elliptischen Querschnittstruktur, etwa 3 mm lang und meist außen dicht behaart, obwohl bei einigen Exemplaren eine kahle Oberfläche vorkommen kann. Der obere Teil des Perianths zeigt vier Zähne, von denen zwei kürzer sind. Die Staubblätter sind vier, den Kelchblättern gegenüberstehend, mit langen, fadenförmigen Filamenten, die aus der Krone herausragen; die Antheren sind länglich und gelb-rötlich gefärbt. Der Fruchtknoten ist eiförmig, mit einem langen Griffel und zwei fadenförmigen Narben ausgestattet.
Die Frucht ist ein Achänium, umhüllt vom persistierenden Perianth; die Samen sind länglich-oval, schwarz, flach, mit einer Größe zwischen 1,5 und 2 mm und besitzen eine drüsenreiche Oberfläche.
Lebensraum und Verbreitung
Das Kampferkraut ist eine typische Art der Steppen und Halbwüstengebiete. In Italien und im Mittelmeerraum wächst es vorwiegend in Küsten- und subküstennahen Bereichen bis etwa 300 Meter über dem Meeresspiegel. Es bevorzugt trockene und subsalzhaltige Umgebungen, oft mit sandigen oder tonigen Böden mit hohem Mineralstoffgehalt. Häufig findet man es auf salzhaltigen Böden und in Gebieten mit Wasser- und Salzstress, typisch für Küstenregionen und salzreiche Binnenbereiche.
Die geografische Verbreitung erstreckt sich von Europa bis nach Japan, was auf eine eurasische Verbreitung im engeren Sinne hinweist.
Blütezeit
Die Blütezeit erstreckt sich hauptsächlich von Mai bis September. Es sind keine signifikanten geografischen Unterschiede bekannt, obwohl lokale Umweltbedingungen die Dauer und Intensität der Blüte beeinflussen können.
Ökologie und Bestäubung
Die Blüten sind trotz ihrer grünlichen Farbe nicht besonders auffällig, sind zwittrig und ziehen wahrscheinlich spezialisierte oder allgemeine Bestäuberinsekten an, obwohl spezifische Details zu den Bestäuberinsekten nicht umfassend dokumentiert sind. Die Struktur des Perianths und das Vorhandensein hervorstehender Antheren deuten auf eine Anpassung an die entomogame Bestäubung hin. Die Samenverbreitung erfolgt durch leichte Achänen, geschützt vom persistierenden Perianth, das eine anemochore (windgetragene) Ausbreitung begünstigen könnte, wobei eine sekundäre Verbreitung durch andere natürliche Agenten nicht ausgeschlossen wird.
Kuriositäten und traditionelle Verwendung
Der Gattungsname „Camphorosma“ stammt vom arabischen „al-kafur“, was Kampfer bedeutet, und vom griechischen „osme“, das Geruch bezeichnet, und bezieht sich auf das charakteristische Kampferaroma, das von den Blättern freigesetzt wird, wenn sie zerdrückt werden. Dieses Aroma ist auf die in der Pflanze enthaltenen ätherischen Öle zurückzuführen.
Die Blätter wurden in der Volksmedizin wegen ihrer heilenden Eigenschaften verwendet: Die Pflanze gilt als antiasthmatisch, diaphoretisch (schweißtreibend), diuretisch, emmenagog (menstruationsfördernd), expektorierend und stimulierend. Diese Anwendungen basieren auf der Wirkung der ätherischen Öle und anderer bioaktiver Verbindungen in der Pflanze.
Es sind keine bedeutenden alimurgischen oder ernährungsbezogenen Verwendungen dokumentiert, ebenso wenig wie besondere lokale Folklorebezüge zu dieser Art.
Etymologie
Der wissenschaftliche Name „Camphorosma monspeliaca“ verweist auf zwei Schlüsselelemente: Der Begriff „Camphorosma“ bezeichnet den kampferartigen Geruch der Blätter, während „monspeliaca“ auf die Stadt Montpellier in Frankreich Bezug nimmt, wo die Pflanze wahrscheinlich erstmals beschrieben oder bedeutend untersucht wurde.
Der italienische Trivialname „Canforata di Montpellier“ leitet sich genau vom Kampfergeruch der Blätter und vom Ort Montpellier ab und unterstreicht die Identität und Besonderheit der Art.
Quellen
- Acta Plantarum - Flora delle regioni italiane (actaplantarum.org)
- Acta Plantarum - Flora delle regioni italiane (scheda di Patrizia Ferrari)
Merkmale
Scheda botanica
| Famiglia | Chenopodiaceae |
|---|---|
| Fioritura | maggio – settembre |
| Forma biologica | Strauchpflanzen |
| Habitat | mit grünen Blüten, Mehrjährige Pflanze |
| Uso officinale | Pianta officinale |
Domande frequenti
- Quando fiorisce Kampferkraut?
- Kampferkraut fiorisce maggio – settembre.
- Che tipo di pianta è Kampferkraut?
- Kampferkraut è una Kamephyten (Strauchpflanzen) secondo la classificazione di Raunkiaer.
- A quale famiglia appartiene Kampferkraut?
- Kampferkraut appartiene alla famiglia botanica Chenopodiaceae.
Wo ich sie gefunden habe (12 Beobachtungen)
Klassifikation
- Reich
- Plantae
- Familie
- Chenopodiaceae
- Vollständiger Name
- Camphorosma monspeliaca L. subsp. monspeliaca
- Lebensform
- Kamephyten strauchpflanzen
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