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Pflanzenart

Salicornia fruticosa

(L.) L.

Salicornia fruticosa

Syn.: Arthrocnemum fruticosum (L.) Moq, Salicornia europaea L. var. fruticosa L., Sarcocornia fruticosa (L.) A.J.Scott
Foto 1
07100 Sassari SS, Italia
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Beschreibung

Morphologische Beschreibung

Es handelt sich um einen mehrjährigen sukkulenten Strauch mit buschigem und stark verzweigtem Wuchs, der eine Höhe zwischen 30 und 100 cm erreichen kann. Der Stängel ist aufrecht, glauk gefärbt mit rötlichem Einschlag, besonders an den fertilen Segmenten, und weist eine leicht wachsartige Oberfläche auf, die eine typische glaukartige Färbung verleiht. Die unteren Verzweigungen sind verholzt und zylindrisch, können manchmal an den Knoten wurzeln, während die oberen fleischig, aufrecht und nie wurzelnd sind.

Die Blätter sind stark reduziert zu fleischigen Schuppen, an den Rändern verwachsen und an den Internodien anliegend, von glaukgrüner Farbe, die im Herbst in rötliche Töne übergeht. Diese Schuppen sind am Stängel gegenüberliegend und wechselständig angeordnet.

Die Blütenstände bestehen aus terminalen Ähren von 1-5 cm Länge, gebildet aus kleinen Blüten, die in Gruppen zu dritt zusammenstehen, wobei die mittlere Blüte leicht von den beiden seitlichen unterschieden ist, alle von sehr blassem Gelb. Die Blüten sind oft kleistogam, das heißt sie bestäuben sich selbst ohne sich zu öffnen. Nach dem Abfallen der Blüte bleibt im fleischigen fertilen Segment eine charakteristische dreiteilige Kammer zurück, die mit einer guten Lupe sichtbar ist.

Die Frucht ist ein fleischiger Utrikel, der im Perianth eingeschlossen ist und kleine, schwarze Samen enthält, Achänen mit kurzen und steifen Borsten. Das Wurzelsystem ist Pfahlwurzelartig, was der Pflanze ermöglicht, sich fest in sandigen oder tonigen Böden zu verankern.

Habitat und Verbreitung

Die Art ist typisch für mediterrane Küstengebiete, kommt entlang der italienischen Küsten und in vielen anderen eurymediterranen Gebieten vor, mit Ausdehnungen auch in nördlichere und östlichere Regionen. Sie bevorzugt halophile Habitate, also Lebensräume mit salzhaltigen Böden, die periodisch vom Meerwasser überschwemmt werden, wie Salzwiesen, Brackwasserlagunen, Küstensümpfe und tonige Uferbereiche.

Sie wächst auf sandigen oder schluffigen Substraten, oft in Gesellschaft anderer halophiler Arten wie Juncus maritimus, Puccinellia palustris, Arthrocnemum macrostachyum, Salicornia veneta und Halimione portulacoides. Die Wuchshöhe liegt meist niedrig, typisch für Küsten- und Flachlandgebiete, bis wenige Meter über dem Meeresspiegel.

Blütezeit

Die Blütezeit liegt hauptsächlich zwischen Juli und August, mit möglicher Verlängerung bis September-Oktober in gemäßigteren oder mediterranen Zonen. Die Anthese ist spät und die Blüten, obwohl klein, sind gut in terminalen Ähren organisiert, mit einem Zyklus, der gut an die salzhaltigen und stark sonnigen Sommerbedingungen angepasst ist.

Ökologie und Bestäubung

Salicornia fruticosa besitzt eine überwiegend autogame Fortpflanzungsstrategie, mit oft kleistogamen Blüten, die die Samenbildung ohne externe Bestäubung gewährleisten. Die Blütenstruktur erlaubt jedoch auch Kreuzbestäubung, obwohl keine spezifischen Bestäuberinsekten für diese Art dokumentiert sind.

Die Samenverbreitung erfolgt wahrscheinlich durch Abfallen und Wassertransport, angesichts der feuchten und brackigen Lebensräume, in denen die Pflanze lebt. Die sukkulente Struktur und die Fähigkeit, hohe Salzgehalte zu tolerieren, ermöglichen der Art das Überleben in extremen Umgebungen mit hohem Wasser- und Salzstress.

Kuriositäten und traditionelle Verwendung

Der gebräuchliche Name „Salicornia“ stammt vom französischen salicorne, das sich aus sal (Salz) und corne (Horn) zusammensetzt, mit Bezug auf die segmentierte Morphologie der Stängel und das salzhaltige Habitat. Der Artname fruticosa bezeichnet das strauchartige Aussehen der Pflanze.

Diese Pflanze spielte historisch sowohl aus ernährungsphysiologischer als auch aus medizinischer Sicht eine wichtige Rolle. Reich an Mineralstoffen wie Jod, Brom und Vitamin C wurde Salicornia seit der Antike als Heilmittel bei Krankheiten verwendet, die mit Mangel an diesen Elementen zusammenhängen, wie Skorbut und Schilddrüsenerkrankungen. Die Wikinger schätzten sie beispielsweise als Vitamin-C-Quelle während langer Seereisen.

In der Küche wurden bis nach dem Zweiten Weltkrieg die jungen Triebe gesammelt und als frisches Gemüse verzehrt, oft mit Öl und Zitrone gewürzt oder mit Gewürzen wie Lorbeer, Pfeffer und Knoblauch eingelegt. Es war ein salziges Salatgemüse mit charakteristischem Geschmack, das zu gekochtem Fleisch oder als sommerliche Beilage gereicht wurde.

Außerdem wurden aus der Verbrennung der Pflanzen Aschen gewonnen, die reich an Kaliumcarbonat waren und traditionell wegen ihrer reinigenden Eigenschaften und in der Glasherstellung verwendet wurden, wodurch Salicornia auch in der Industrie eine Ressource darstellte.

Etymologie

Der Begriff Salicornia stammt vom französischen salicorne, das sal (Salz) und corne (Horn) verbindet, ein klarer Hinweis auf das salzhaltige Habitat der Pflanze und die segmentierte, hornartige Form ihrer Stängel. Das spezifische Epitheton fruticosa bedeutet „strauchartig“, also ähnlich einem kleinen Strauch oder Busch, mit Bezug auf ihre buschige und verzweigte Form.

Quellen

  • Prof. P.V. Arrigoni, "Flora analitica della Toscana", "Flora dell'Isola di Sardegna"
  • Acta Plantarum - Flora delle regioni italiane (scheda di Mirna Medri)
  • Tela Botanica / H. Coste, "Flore descriptive et illustrée de la France"
Text mit KI-Unterstützung aus wissenschaftlichen Quellen erstellt ·Methodik
Achtung: Pharmazeutische Anwendungen und Wildkräuter-Nutzungen dienen nur zu Informationszwecken; für ihre Verwendung zu Heil-, kosmetischen oder Ernährungszwecken wird keine Haftung übernommen.

Merkmale

Wo ich sie gefunden habe (5 Beobachtungen)

Klassifikation

Reich
Plantae
Vollständiger Name
Salicornia fruticosa (L.) L.
Synonyme
Arthrocnemum fruticosum (L.) Moq, Salicornia europaea L. var. fruticosa L., Sarcocornia fruticosa (L.) A.J.Scott

Blütezeit

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
JulAug
Sep
Okt
Nov
Dez

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