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Pflanzenart

Halimione portulacoides

(L.) Aellen

Portulak-Keilmelde

Syn.: Atriplex portulacoides L.; Obione cupani (Tineo) Nicotra; Obione portulacoides (L.) Moq.
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07100 Sassari SS, Italia
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Beschreibung

Morphologische Beschreibung

Mehrjährige, immergrüne Pflanze mit buschigem Wuchs und meist kleiner Größe, präsentiert Acanthus mollis holzige, niederliegende und stark verzweigte Stängel, die sich horizontal ausbreiten, an den Knoten wurzeln und sich mit aufsteigenden Zweigen erheben und eine Höhe von bis zu 75 cm erreichen. Die Konsistenz der Stängel ist an der Basis holzig, mit niederliegendem oder niederliegend-aufsteigendem Wuchs, typisch für Pflanzen, die in sandigen oder salzhaltigen Küstenumgebungen leben.

Die Blätter sind gegenständig, von linear-lanzettlicher bis oval-lanzettlicher Form, mit einer Länge zwischen 30 und 60 mm und einer Breite von bis zu 25 mm bei den oberen, fast stielrunden Blättern. Sie haben ganze Ränder, fleischige Konsistenz und eine glauke Oberfläche aufgrund winziger, papierartiger Schuppen, die mit bloßem Auge nicht sichtbar sind. Diese Schuppen enthalten Luft und erfüllen eine Schutzfunktion, indem sie eine Schicht feuchter Luft schaffen, die die Transpiration reduziert und das Sonnenlicht reflektiert, wodurch die Austrocknung durch Wind und direkte Sonneneinstrahlung entgegengewirkt wird.

Die Blüten sind sitzend, in länglichen, manchmal blattreichen Rispen zusammengefasst, die an den Zweigspitzen oder in den Blattachseln sitzen. Sie sind gelb gefärbt, mit Blütenköpfchen aus kleinen Blüten, die von dreieckigen Hochblättern von etwa 3-4 mm getragen werden, die an der Spitze dreizähnig sind und zwei Warzen auf der Rückseite besitzen. Die männlichen Blüten bestehen aus 4-5 Segmenten, während die weiblichen zwei Hochblätter und einen langen Griffel aufweisen. Die Blütezeit ist im Sommer, meist von Juni bis Juli, kann aber in einigen Regionen bis Oktober andauern.

Die Frucht ist eine membranöse Kapsel, die im Perigon eingeschlossen ist und rostfarbene Samen enthält.

Das Wurzelsystem ist robust und an die Verankerung in sandigen und salzhaltigen Substraten angepasst, typisch für Küstenlebensräume, in denen die Art gedeiht.

Lebensraum und Verbreitung

Acanthus mollis ist eine halophile Art, typisch für Küstenlebensräume, besonders verbreitet entlang salzhaltiger Zonen und Meeresküsten des Mittelmeerraums, des gemäßigt-kalten Europas, Westasiens, Nordafrikas und Nordamerikas. In Italien kommt sie vor allem entlang der Küsten vor, einschließlich Sardinien und Korsika, und bevorzugt Lebensräume wie Salzwiesen, salzhaltige Lagunen, Sandstrände, Küstendünen und salzhaltige Feuchtgebiete.

Sie wächst auf natriumreichen Böden mit überwiegender Sonneneinstrahlung und oft unter Bedingungen starker Meereswinde. Ihr Vorkommen ist typisch für psammophile und halophile Umgebungen, in denen die Bodenversalzung und die Instabilität des Substrats schwierige Bedingungen für die meisten anderen Pflanzenarten darstellen.

Die Wuchshöhe ist generell auf die Küstenebene beschränkt, wo das Mikroklima und die Salinität günstig sind.

Blütezeit

Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis Juli, mit regionalen Variationen, die sie bis September-Oktober verlängern können, insbesondere in den wärmeren Mittelmeerregionen. Die gelben Blüten erscheinen in terminalen und seitlichen Rispen, wodurch die Pflanze auch aus der Ferne im Sommer sichtbar ist.

Ökologie und Bestäubung

Die Art passt sich gut an extreme Küstenbedingungen an dank einer Abwehrstrategie gegen Austrocknung, vertreten durch fleischige und glauke Blätter mit Schuppen. Die Anwesenheit sitzender Blüten in Rispen begünstigt die Bestäubung durch blütenbesuchende Insekten, insbesondere kleine Hymenopteren und Dipteren, die vom Gelb der Blüten angezogen werden. Die Pflanze verfolgt eine überwiegend entomogame Fortpflanzungsstrategie.

Die membranösen Früchte erleichtern die Samenverbreitung, die vermutlich sowohl durch Wind als auch Wasser erfolgt, aufgrund der Nähe zu Küstenlebensräumen und der Möglichkeit des schwimmenden Transports.

Kuriositäten und traditionelle Verwendung

Acanthus mollis ist eine essbare Pflanze: Ihre fleischigen Blätter können roh im Salat verzehrt werden, während die Spitzen junger Zweige oft in Essig eingelegt werden, ähnlich wie bei anderen halophilen Pflanzen. Diese kulinarischen Verwendungen haben die traditionelle Sammlung in Küstengebieten gefördert.

Aus ethnobotanischer Sicht, obwohl keine detaillierten Angaben zu spezifischen medizinischen Anwendungen vorliegen, wurde die Pflanze in Küstengemeinschaften als Notnahrung betrachtet, da sie in salzhaltigen Bedingungen wächst, in denen nur wenige andere Pflanzen gedeihen.

Etymologie

Der Gattungsname leitet sich vom griechischen ἅλιμος (halimos) ab, was „vom Ufer“ bedeutet, in Bezug auf den typischen marinen Lebensraum der Art. Das spezifische Epitheton portulacoides weist auf die Ähnlichkeit der Blätter mit denen der Gattung Portulaca hin, die durch Form und fleischige Konsistenz gekennzeichnet sind.

Der italienische Trivialname „porcellana di mare“ bezieht sich auf die Ähnlichkeit der Blätter mit denen der Portulaca (in einigen Regionen ebenfalls „porcellana“ genannt) und auf ihren Küstenlebensraum.

Quellen

  • Prof. S. Pignatti, Flora d'Italia, Edagricole, Bologna, 1982
  • Acta Plantarum - Flora delle regioni italiane (scheda di Marinella Zepigi)
  • Tela Botanica / H. Coste, Flore descriptive et illustrée de la France
Text mit KI-Unterstützung aus wissenschaftlichen Quellen erstellt ·Methodik
Achtung: Pharmazeutische Anwendungen und Wildkräuter-Nutzungen dienen nur zu Informationszwecken; für ihre Verwendung zu Heil-, kosmetischen oder Ernährungszwecken wird keine Haftung übernommen.

Merkmale

Wo ich sie gefunden habe (6 Beobachtungen)

Klassifikation

Reich
Plantae
Vollständiger Name
Halimione portulacoides (L.) Aellen
Synonyme
Atriplex portulacoides L.; Obione cupani (Tineo) Nicotra; Obione portulacoides (L.) Moq.

Blütezeit

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
JunJul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

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