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Pflanzenart

Calendula arvensis

M.Bieb.

Acker-Ringelblume

Syn.: Calendula arvensis L. subsp. bicolor (Raf.) Nyman; Calendula arvensis L. subsp. hydruntina (Fiori) Lanza; Calendula bicolor Raf.; Calendula micrantha Tineo & Guss.; Calendula officinalis L. subsp. arvensis (Vaill.) Fiori; Calendula officinalisL. var. hydruntina Fiori; Caltha arvensis Vaill.
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56010 PI, Italia
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Beschreibung

Morphologische Beschreibung

Calendula arvensis ist eine einjährige, manchmal zweijährige krautige Pflanze aus der Familie der Asteraceae, mit einem stängellosen Wuchs und einer variablen Höhe von 10 bis 50 cm. Der Stängel ist aufrecht oder gebogen-aufsteigend, verzweigt und mit einem Haarfilz bedeckt, der von spärlich bis dicht variieren kann und der Pflanze ein mehr oder weniger samtiges oder leicht raues Aussehen durch das Vorhandensein von Hakenhaaren verleiht. Die Verzweigungen enden oft in doldigen Blütenständen, was der Pflanze eine beträchtliche Blütendichte verleiht.

Die Blätter sind wechselständig, hellgrün, mit Formen, die von lanzettlich-spatelförmig bei den Grundblättern (20-50 mm lang und 6-15 mm breit) bis zu schmaleren und sitzenden bei den Stängelblättern variieren, welche eine halbherzförmige Basis mit unregelmäßig gezähntem oder ganzrandigem Rand und mucronat zugespitzter Spitze aufweisen. Die Grundblätter sind in einen kurzen Stiel verschmälert, während die oberen direkt am Stängel anliegen.

Die Blüten sind in einzelnen Köpfchen zusammengefasst, lang gestielt und haben einen Durchmesser von 2 bis 3 cm. Das Köpfchen besteht aus zwei Blütentypen: periphere Zungenblüten, leuchtend gelb oder manchmal orangefarben, mit Zungenlängen von meist 7-15 mm und dreizipfeliger Spitze, sowie zentrale röhrenförmige, zwittrige und gelbe Blüten. Die Hülle ist glockenförmig, aus Schuppen in zwei Reihen bestehend, mit einem dünnen, pergamentartigen und manchmal leicht purpurfarbenen Rand.

Die Frucht ist eine heterokarpe Kapsel, ohne Pappus, weißlich, mit drei unterschiedlichen Formen: die äußeren sind sichelförmig, stachelig und etwa 2 mm lang; die mittleren seitlich geflügelt und konkav; die inneren ringförmig oder sichelförmig, auf der Rückseite runzelig. Die Samen sind sichelförmig, gehakt und etwa 2,3 mm lang, was die Verbreitung durch Kontakt mit Tieren oder Boden erleichtert. Das Wurzelsystem wird in den Quellen nicht detailliert beschrieben, aber als einjährige krautige Art wird angenommen, dass sie faserige Wurzeln entwickelt, die an trockene und kalkhaltige Böden angepasst sind.

Lebensraum und Verbreitung

Calendula arvensis ist eine typische Art der mediterranen Regionen, deren Verbreitung sich vom südlichen und zentralen Europa über Kleinasien bis nach Nordafrika erstreckt. In Italien ist sie vor allem in Küstenregionen und im Binnenland bis etwa 600 Meter Höhe anzutreffen. Sie ist häufig auf brachliegenden Flächen, an Weg- und Straßenrändern, in Weinbergen und auf gepflügten Feldern zu finden und bevorzugt kalkhaltige und gut durchlässige Böden.

Die Art ist wärmeliebend und gesellig, bildet oft verstreute, aber lokal dichte Bestände, besonders in anthropogenen und gestörten Lebensräumen. Ihre Präsenz ist in mediterranen Klimazonen häufig, wo die heiße und trockene Jahreszeit ihren ein- oder zweijährigen Lebenszyklus begünstigt.

Blütezeit

Die Blütezeit erstreckt sich von April bis Oktober, mit einer gewissen Variabilität abhängig von der geografischen Lage und den lokalen klimatischen Bedingungen. In wärmeren und gemäßigten Klimazonen kann die Blüte bereits im April beginnen und bis in den späten Herbst andauern, während sie in kühleren Umgebungen oder bei strengeren Wintern meist zwischen April und Juli konzentriert ist. Die zahlreich und auffällig erscheinenden Köpfchen sind während eines Großteils der Vegetationsperiode aktiv und tragen so zur langen visuellen Präsenz der Art in agrarischen und natürlichen Landschaften bei.

Ökologie und Bestäubung

Calendula arvensis wird von bestäubenden Insekten genutzt, hauptsächlich Bienen, Schmetterlingen und anderen bestäubenden Insekten, die von den gelb-orangefarbenen Blüten und der Produktion von Nektar und Pollen angezogen werden. Die radiärsymmetrische und zungenförmige Struktur der peripheren Blüten erleichtert den Zugang für Insekten, während die Anwesenheit zwittriger röhrenförmiger Blüten im Zentrum die Befruchtung und die Produktion fertiler Samen gewährleistet.

Die Samenverbreitung erfolgt hauptsächlich durch Epizoochorie: die sichelförmigen und gehakten Samen haften am Fell von Tieren oder an der Kleidung von Menschen, was die Besiedlung neuer Lebensräume fördert. Das Vorhandensein von drei verschiedenen Achsenformen mit unterschiedlichen Eigenschaften erhöht die Wahrscheinlichkeit des reproduktiven Erfolgs in variablen Umgebungen.

Kuriositäten und traditionelle Verwendung

Diese Art, auch bekannt als Wilder Ringelblume oder Feld-Ringelblume, hat eine lange Geschichte der Nutzung in der Heil- und Ernährungspraxis, vor allem im Mittelmeerraum. Historisch bis ins Mittelalter verwendet, wurde die Pflanze wegen ihres Gehalts an Flavonoiden, Saponinen, Harzen, ätherischen Ölen, Salicylsäure, Beta-Carotin, Lycopin, Lutein und Xanthinen wiederentdeckt, die ihr entzündungshemmende, antiseptische, krampflösende und wundheilende Eigenschaften verleihen.

In der Volksmedizin wurde die Ringelblume zur Behandlung von Hautentzündungen, zur Hauterweichung, als schweißtreibendes Mittel und zur Regulierung des Menstruationszyklus verwendet. Die Blüten wurden auch zum Färben der Haare und in Aufgüssen zur Linderung von Augenreizungen eingesetzt. Die Blätter wurden in Wildkräutermischungen zusammen mit anderen Wildkräutern verzehrt, während die getrockneten Blütenblätter zum Aromatisieren von Wein genutzt wurden, der nach etwa zehn Tagen Sonnenbestrahlung zu einem aromatischen Essig wurde.

Kulturell ist die Pflanze mit alten Mythen verbunden: In der griechischen Mythologie wird erzählt, dass die Tränen der Aphrodite um den Tod Adonis’ sich in Ringelblumen verwandelten. Im 19. Jahrhundert war die Blume ein Symbol für Liebeskummer, Eifersucht und Täuschung. Auch William Shakespeare lobte ihre Schönheit im Sonett XXV und verglich das Öffnen ihrer Blütenblätter mit der Gunst der Fürsten unter der Sonne.

Etymologie

Der Gattungsname „Calendula“ stammt vom lateinischen „calendae“, das den ersten Tag des Monats im römischen Kalender bezeichnet und die lange Blütezeit der Pflanze hervorhebt, die sich über viele Monate erstreckt. Das Art-Epitheton „arvensis“ bedeutet „vom gepflügten Feld“ und verweist auf den typischen Lebensraum dieser Art, die oft auf Ackerflächen und gestörten Böden vorkommt. Der italienische Trivialname „Fiorrancio selvaggio“ bezieht sich auf die orange Farbe der Blüten und ihr spontanes Wachstum in natürlicher und ländlicher Umgebung.

Quellen

  • Prof. S. Pignatti, „Flora d'Italia“
  • Acta Plantarum - Flora delle regioni italiane (scheda di Antonino Messina)
  • Tela Botanica / H. Coste, „Flore descriptive et illustrée de la France“
Text mit KI-Unterstützung aus wissenschaftlichen Quellen erstellt ·Methodik
Achtung: Pharmazeutische Anwendungen und Wildkräuter-Nutzungen dienen nur zu Informationszwecken; für ihre Verwendung zu Heil-, kosmetischen oder Ernährungszwecken wird keine Haftung übernommen.

Merkmale

Wo ich sie gefunden habe (9 Beobachtungen)

Klassifikation

Reich
Plantae
Familie
Asteraceae
Vollständiger Name
Calendula arvensis M.Bieb.
Synonyme
Calendula arvensis L. subsp. bicolor (Raf.) Nyman; Calendula arvensis L. subsp. hydruntina (Fiori) Lanza; Calendula bicolor Raf.; Calendula micrantha Tineo & Guss.; Calendula officinalis L. subsp. arvensis (Vaill.) Fiori; Calendula officinalisL. var. hydruntina Fiori; Caltha arvensis Vaill.

Blütezeit

Jan
Feb
Mär
AprMaiJunJulAugSepOkt
Nov
Dez

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