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54035 Fosdinovo MS, Italia
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Beschreibung

Morphologische Beschreibung

Ein zweijährige oder mehrjährige krautige Pflanze mit aufrechtem und steifem Wuchs, die eine variable Höhe zwischen 10 und 100 cm erreichen kann, meist jedoch zwischen 40 und 80 cm. Der Stängel ist an der Basis meist einfach, kann aber oben verzweigt sein. Die Oberfläche des Stängels ist mit einem dichten, rauen Haarfilz bedeckt, der aus einfachen, gabeligen oder substernen Haaren besteht und der Pflanze ein tomentöses oder borstiges Aussehen verleiht.

Die Grundblätter sind in einer Rosette angeordnet, lanzettlich-obovate oder spatelförmig, mit ganzem oder gezähntem Rand und besitzen einen kurzen Stiel. Diese Blätter zeigen eine dicht behaarte Oberfläche mit 2-4 strahligen Haaren und gelegentlich einfachen Haaren. Die Stängelblätter hingegen sind sitzend, lanzettlich, oval oder länglich, mit einer manchmal herzförmigen, pfeilförmigen oder einfach abgeschnittenen Basis, und haben meist einen gezähnten oder ganzen Rand; die Behaarung auf den oberen Blättern nimmt an Dichte und Komplexität ab, mit einfacheren oder gabeligen, selteneren Haaren. Die Stängelblätter können den Stängel mit Öhrchen umschließen, die kleiner als 1 mm sind.

Die Blüten sind klein und meist in endständigen, vielblütigen Trauben angeordnet, mit über 15–20 Blüten pro Traube. Jede Blüte besitzt vier schmale, länglich-lineare Kelchblätter (2,5-4 mm), die an der Basis nicht sackförmig sind, und vier weiße, manchmal leicht rosafarbene Blütenblätter, die linear-keilförmig oder schmal oblanzettlich sind und etwa 3,5-5 mm lang sind. Die Spitze der Blütenblätter ist stumpf. Die Griffel sind breiter als die Hälfte des Fruchtknotens, mit dünnen Staubfäden und verlängerten Staubbeuteln. Der Fruchtknoten enthält 30 bis 80 Samenanlagen.

Die Frucht ist eine zylindrische, lineare und längliche Schote mit einer Länge von 1,5 bis 7 cm und einer Breite von 0,8-1,2 mm. Die Schoten sind aufrecht oder aufsteigend, oft an den Traubenachse gedrückt, mit flachen, kahlen Klappen und einer prominenten Mittelrippe, die sich über die gesamte Länge der Frucht erstreckt. Im Reifezustand öffnen sich die Schoten bei Berührung schnell. Die Samen sind länglich oder fast rundlich, braun gefärbt, etwa 0,8-1,7 mm lang, in einer einzigen Reihe innerhalb der Schote angeordnet und von einem dünnen membranösen Flügel umgeben, der mindestens an der Spitze vorhanden ist.

Das Wurzelsystem wird in den verfügbaren Quellen nicht detailliert beschrieben, wird aber wie bei den Brassicaceae üblich als Pfahlwurzel vermutet.

Lebensraum und Verbreitung

Die Art ist in ganz Italien weit verbreitet und kommt auch in großen Teilen Europas, Asiens sowie in einigen Gebieten Nordafrikas (Algerien) und Nordamerikas vor. In Italien wächst sie von der Ebene bis in Gebirgslagen bis etwa 2100 Meter über dem Meeresspiegel, mit einer Vorliebe für hügelige und bergige Lebensräume.

Sie bevorzugt trockene, nährstoffarme Böden, oft kalkhaltig oder sandig, und ist häufig auf trockenen Wiesen, Lichtungen, felsigen Standorten, alten Mauern und Wegrändern anzutreffen. Sie ist eine typische Art sonniger und gut exponierter Habitate mit offener oder lückiger Vegetation und kann relativ magere und trockene Bodenverhältnisse tolerieren.

Blütezeit

Die Blütezeit erstreckt sich allgemein vom Frühling bis zum Frühsommer, mit einem Höhepunkt von April bis Juni. In einigen milderen oder bergigen Regionen kann die Blüte bis August andauern. Das Vorkommen von Blüten kann somit je nach geografischer Breite und Höhe leicht variieren.

Ökologie und Bestäubung

Die Art wird hauptsächlich von bestäubenden Insekten besucht, obwohl ihre Blütenstruktur auch Selbstbestäubung ermöglicht. Die Blüten sind zwar klein und unauffällig, ziehen aber verschiedene Bestäuber wie Bienen, Fliegen und Schmetterlinge durch ihre weißen Blütenblätter und den produzierten Nektar an.

Die Samenverbreitung erfolgt durch die Schoten, die im Reifezustand schnell aufspringen und die Samen in unmittelbarer Nähe freisetzen. Die Samen, umgeben von einem membranösen Flügel, können auch von Wind oder kleinen Tieren sekundär verbreitet werden.

Kuriositäten und traditionelle Verwendung

Es liegen keine detaillierten und gesicherten Angaben zu spezifischen Nahrungs-, Medizin- oder Volksbrauchanwendungen dieser Art vor. Der Gattungsname verweist auf trockene Lebensräume wie die Arabische Halbinsel und deutet auf eine Anpassungsfähigkeit an geringe Wasserverfügbarkeit hin. Aufgrund ihrer Robustheit und Anpassungsfähigkeit an nährstoffarme Böden kann die Art eine wichtige ökologische Rolle bei der Besiedlung schwieriger oder degradierten Lebensräume spielen.

Etymologie

Der Gattungsname Arabis leitet sich wahrscheinlich vom geografischen Bezug zur Arabischen Halbinsel ab und unterstreicht die Fähigkeit vieler Arten dieser Gattung, sich an trockene und sandige Böden anzupassen. Das Art-Epitheton hirsuta bezeichnet die charakteristische raue und steife Behaarung der Pflanze.

Der italienische Trivialname „arabetta cigliata“ bezieht sich auf die auffällige Behaarung der Pflanze, wobei „cigliata“ auf das Vorhandensein von steifen und langen Haaren verweist, die besonders entlang des Stängels und der Blätter wie Wimpern erscheinen.

Quellen

  • Prof. S. Pignatti, "Flora d'Italia"
  • Acta Plantarum - Flora delle regioni italiane (scheda di Marinella Zepigi)
  • Tela Botanica / H. Coste, "Flore descriptive et illustrée de la France"
  • World Flora Online (WFO)
Text mit KI-Unterstützung aus wissenschaftlichen Quellen erstellt ·Methodik
Achtung: Pharmazeutische Anwendungen und Wildkräuter-Nutzungen dienen nur zu Informationszwecken; für ihre Verwendung zu Heil-, kosmetischen oder Ernährungszwecken wird keine Haftung übernommen.

Merkmale

Wo ich sie gefunden habe (12 Beobachtungen)

Klassifikation

Reich
Plantae
Vollständiger Name
Arabis hirsuta (L.) Scop.
Synonyme
Turritis hirsuta L.

Blütezeit

Jan
Feb
Mär
AprMaiJun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

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