Zum Hauptinhalt springen

Pflanzenart

Teucrium capitatum

L. subsp. capitatum

Kopfiger Gamander

Syn.: Teucrium polium L. subsp. capitatum (L.) Arcang.
Foto 1
Pisa
Foto 2
Foto 3
Foto 4
Foto 5

Beschreibung

Morphologische Beschreibung

Der Kopfiger Gamander ist ein kleiner, strauchartiger Halbstrauch mit aufrecht-aufsteigendem Wuchs und erreicht eine Höhe zwischen 20 und 35 cm, mit Extremwerten von 10 bis 45 cm. Der Stängel ist zerbrechlich, manchmal gewunden, sehr belaubt und dicht behaart mit einfachen und verzweigten, nicht-drüsigen Haaren. Die Pflanzen haben nur an der Basis verholzte Stängel.

Die Blätter sind gegenständig, sitzend, ganzrandig, aufrecht-abstehend und oft büschelig angeordnet. Ihre Form ist schmal länglich-linear mit variablen Größen von 5-17 mm Länge und 1,5-4 mm Breite. Sie sind auf beiden Seiten grau-filzig mit gekerbten bis welligen Rändern im oberen Bereich, oft zurückgerollt oder flach.

Die Blütenstände sind verzweigt und bestehen aus dichten, endständigen und achselständigen, oben abgeflachten Köpfchen mit einem Durchmesser von weniger als 1 cm. Diese Köpfchen sitzen an kurzen Stielen von 5-14 mm und tragen zahlreiche zwittrige, zygomorphe Blüten. Die Hochblätter sind sitzend, lanzettlich und kürzer als die Blüten.

Der Kelch ist glockenförmig, dicht filzig, 2,3-3,5 mm lang, mit fünf kurzen, dreieckigen und konkaven Zähnen, alle stumpf an der Spitze. Die Krone ist 3,5-4,5 mm lang, einlippig mit fehlender oberer Lippe und einer fünf-lappigen unteren Lippe mit gelbem Schlund. Die Farbe variiert von cremeweiß bis rosa, die seitlichen Lappen sind klein und zurückgebogen, die nahen Lappen sind kahl oder bewimpert. Die Staubblätter sind vier, didynamisch, mit Filamenten, die sich nach der Anthese spiralförmig drehen; die Antheren sind bräunlich-rot.

Die Frucht ist ein Spaltfrucht, bestehend aus vier eiförmigen, netzartig strukturierten und hellbraunen Teilfrüchten.

Lebensraum und Verbreitung

Diese Art ist typisch für mediterrane Regionen mit einer Verbreitung, die auf Küstengebiete und die sogenannte „Olivenzone“ beschränkt ist. In Italien ist sie nur mit der nominellen Unterart vertreten. Sie wächst in trockenen und sonnigen Habitaten wie Garriguen, steinigen Standorten, stabilisierten Dünen und Bergregionen bis zu 1800 Metern Höhe. Bevorzugt werden gut durchlässige, oft kalkhaltige oder steinige Böden.

Sie ist eine heliophile und xerophile Art, das heißt, sie bevorzugt sehr sonnige Standorte und Bedingungen mit geringer Wasserverfügbarkeit.

Blütezeit

Die Blütezeit erstreckt sich von März bis August, mit möglichen Variationen in Abhängigkeit von Höhe und Breitengrad. In wärmeren Klimazonen und Küstengebieten können die Blüten bereits im März erscheinen, während die Blüte in den Bergen bis zum Spätsommer andauert.

Ökologie und Bestäubung

Die Bestäubung erfolgt hauptsächlich durch Insekten (entomogam), die von den zygomorphen Blüten und den hellen Farben der unteren Kronlippe angezogen werden. Details zur möglichen Samenverbreitung sind nicht spezifisch dokumentiert, aber wie bei vielen Lamiaceae erfolgt die Ausbreitung wahrscheinlich durch Fall und sekundären Transport durch äußere Faktoren wie Tiere oder Wind.

Kuriositäten und traditionelle Verwendung

Der Kopfiger Gamander hat eine lange Geschichte der medizinischen Nutzung, obwohl seine Verwendung heute aufgrund seiner Lebertoxizität nicht empfohlen wird. Traditionell wurde er zur Behandlung von Beschwerden wie Magenbeschwerden, Erkältung und Fieber eingesetzt. Die Toxizität seines Wirkstoffs erfordert jedoch Vorsicht und beschränkt die moderne Anwendung.

Es sind keine Nahrungsmittelverwendungen oder besonderen folkloristischen Bezüge zu dieser Art bekannt.

Etymologie

Der Gattungsname Teucrium stammt vom griechischen „τεύκριον“ (teúkrion), bereits von Dioskurides erwähnt, vermutlich zu Ehren von Teukros, einem legendären trojanischen König, der laut Plinius dem Älteren als erster diese Pflanze zu medizinischen Zwecken verwendete. Das Artepitheton capitatum leitet sich vom lateinischen „capitatus“ ab, also „mit Kopf“, in Bezug auf die Anordnung der Blütenstände in dichten Köpfen oder Köpfchen.

Der deutsche Trivialname „Kopfiger Gamander“ verweist auf die charakteristische kompakte und kugelige Form der Blütenstände.

Quellen

  • Acta Plantarum - Flora delle regioni italiane (scheda di Anja Michelucci)
Text mit KI-Unterstützung aus wissenschaftlichen Quellen erstellt ·Methodik
Achtung: Pharmazeutische Anwendungen und Wildkräuter-Nutzungen dienen nur zu Informationszwecken; für ihre Verwendung zu Heil-, kosmetischen oder Ernährungszwecken wird keine Haftung übernommen.

Merkmale

Scheda botanica

Caratteristiche di Kopfiger Gamander
FamigliaLamiaceae
Fiorituramarzo – agosto
Forma biologicaHalbstrauchig
Habitatmit weißen Blüten

Domande frequenti

Quando fiorisce Kopfiger Gamander?
Kopfiger Gamander fiorisce marzo – agosto.
Che tipo di pianta è Kopfiger Gamander?
Kopfiger Gamander è una Kamephyten (Halbstrauchig) secondo la classificazione di Raunkiaer.
A quale famiglia appartiene Kopfiger Gamander?
Kopfiger Gamander appartiene alla famiglia botanica Lamiaceae.

Wo ich sie gefunden habe (5 Beobachtungen)

Klassifikation

Reich
Plantae
Familie
Lamiaceae
Vollständiger Name
Teucrium capitatum L. subsp. capitatum
Synonyme
Teucrium polium L. subsp. capitatum (L.) Arcang.

Blütezeit

Jan
Feb
MärAprMaiJunJulAug
Sep
Okt
Nov
Dez

Haben Sie einen Bestimmungsfehler bemerkt? Schreiben Sie mir

Weitere Arten derselben Familie

Lamiaceae

Alle ansehen

Entdecken

Weitere Arten von Lamiaceae