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Beschreibung

Morphologische Beschreibung

Mehrjährige krautige Pflanze, robust, mit einer Höhe zwischen 15 und 30 cm, die ausnahmsweise bis zu 40 cm erreichen kann. Das Wurzelsystem besteht aus zwei kugelig-elliptischen Rhizotuberen, die durch einen kurzen Stiel verbunden sind, begleitet von wenigen linearen Wurzeln. Der Stängel ist aufrecht und robust, im unteren blatttragenden Teil grün, während er im oberen Bereich rötliche Schattierungen aufweisen kann; an der Basis befindet sich eine grüne Scheide.

Die grundständigen Blätter sind gegenständig, lanzettlich, spitz und kahl, mit parallelen Nerven und ohne Flecken; sie messen bis zu 14 cm Länge und 1 bis 2 cm Breite. Die höheren Blätter sind kleiner, verstreut, sitzend und umschließen den Stängel; in den Blütenständen nehmen sie eine brakteenähnliche Form an.

Der Blütenstand ist eiförmig, dicht und kompakt, bestehend aus 3-8 (bis zu 12) großen Blüten. Die Tepalen sind graulich mit purpurfarbenen Nerven, petaloid und lanzettlich, zu einer Haube leicht nach oben gerichtet zusammengefügt, deren Spitze die Basis des Labellums nur wenig überragt. Das Labellum ist dreilappig, etwa dreimal so lang wie die Tepalen, mit einer Färbung, die an den Rändern ziegelrot oder rostrot und in der Mitte gelb-ockerfarben ist. Die beiden seitlichen Lappen bilden den Hypochil mit zwei dunklen, parallel zur Basis verlaufenden Kallosen und ragen größtenteils aus der Haube hervor. Der mittlere Lappen, oder Epichil, ist herzförmig oder eiförmig-lanzettlich, hängend, mit dunklen Nerven, gewelltem Rand und langen hellen Haaren. Der Fruchtknoten ist unterständig.

Die Frucht ist eine klaffende Kapsel, die sehr kleine Samen enthält.

Lebensraum und Verbreitung

Typische Art der stenomediterranen Mittelmeergebiete, mit einer Verbreitung, die auf die Küsten des Mittelmeerbeckens beschränkt ist, insbesondere im Olivenanbaugebiet. Hauptsächlich in Italien vorhanden mit einigen begrenzten Überschreitungen in angrenzende Gebiete.

Wächst in lichten Wäldern, Wiesen, Olivenhainen und brachliegenden Flächen mit Vorliebe für leicht saure Böden. Vorkommen vom Meeresspiegel bis etwa 800 Meter Höhe.

Blütezeit

Die Blütezeit liegt vorwiegend zwischen März und Mai, mit möglichen Schwankungen je nach geografischer Lage und Höhe.

Ökologie und Bestäubung

Die Fortpflanzungsstrategie dieser Orchidee sieht die Bestäubung durch spezifische Bestäuberinsekten vor, die von der besonderen Morphologie und Färbung der Blüte angezogen werden, welche als mimetischer Lockruf fungiert. Die Blüten mit ihrer Haube und dem farbigen Labellum erleichtern den selektiven Zugang für die Bestäuber. Die Samenverbreitung erfolgt durch klaffende Kapseln, die mikroskopisch kleine Samen freisetzen, die leicht vom Wind transportiert werden.

Hybriden mit anderen Arten der Gattung Serapias sowie mit Arten der Gattung Anacamptis sind bekannt, darunter Anacamptis laxiflora, A. palustris, A. papilionacea, A. coriophora und A. morio.

Kuriositäten und traditionelle Verwendung

Es sind keine besonderen ethnobotanischen Anwendungen, medizinischen oder traditionellen Nahrungsverwendungen mit dieser Art bekannt, die eher selten und geschützt ist. Ihr Artname „neglecta“ (vernachlässigt oder vergessen) könnte sich gerade auf ihre geringe Verbreitung und die Schwierigkeit, sie in der Natur zu beobachten, beziehen.

Etymologie

Der Gattungsname Serapias leitet sich von Serapis, einer ägyptischen Gottheit, ab, während das spezifische Epitheton „neglecta“ „vernachlässigt“ oder „vergessen“ bedeutet, wahrscheinlich in Bezug auf die Seltenheit der Pflanze oder ihre schwierige Auffindbarkeit in der Natur. Im Italienischen wird sie gemeinhin „Verkannter Zungenstendel“ genannt, ein Name, der genau diese Eigenschaft widerspiegelt, wenig bekannt oder häufig zu sein.

Quellen

  • Acta Plantarum - Flora delle regioni italiane (actaplantarum.org)
  • Acta Plantarum - Flora delle regioni italiane (scheda di Giuliano Salvai)
Text mit KI-Unterstützung aus wissenschaftlichen Quellen erstellt ·Methodik
Achtung: Pharmazeutische Anwendungen und Wildkräuter-Nutzungen dienen nur zu Informationszwecken; für ihre Verwendung zu Heil-, kosmetischen oder Ernährungszwecken wird keine Haftung übernommen.

Merkmale

Wo ich sie gefunden habe

Die Fundorte dieser Art sind aus Schutzgründen nicht öffentlich.

Klassifikation

Reich
Plantae
Vollständiger Name
Serapias neglecta De Not.
Lebensform
Geofite bulbose

Blütezeit

Jan
Feb
MärAprMai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

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