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Beschreibung

Morphologische Beschreibung

Mehrjährige krautige Pflanze von bescheidener Größe, der Kleinblütiger Zungenstendel erreicht in der Regel eine Höhe von 10 bis 30 cm. Der Stängel ist aufrecht, einfach und zylindrisch, grün mit rötlichen Reflexen, besonders an der Basis. Das Wurzelsystem besteht aus kugeligen Rhizomtuberen, unterirdischen Überdauerungsorganen, die das Überleben der Pflanze während ungünstiger Jahreszeiten sichern.

Die Blätter, typischerweise 4-5, sind in zwei gegenüberliegenden Reihen entlang des Stängels angeordnet. Sie sind lanzettlich oder eiförmig-lanzettlich geformt, krautig, schmal, gerillt und leicht gebogen, 5 bis 12 cm lang. Die unteren Blätter zeigen oft rötliche Flecken an den basalen Scheiden, während die oberen grüner sind und bis zur Basis der Blüte reichen, wobei sie den Stängel teilweise umhüllen.

Die Blüte ist eine zylindrische, längliche und leicht lockere Ähre, bestehend aus 3 bis 8 sehr kleinen Blüten (10-15 mm), die oft von eiförmig-lanzettlichen und spitzen Hochblättern umgeben sind, welche die Tepalen leicht überragen. Diese Hochblätter variieren in der Farbe von Grün bis Purpur oder Violett mit dunkleren Adern.

Die Blüten sind durch lanzettliche und spitze Tepalen gekennzeichnet, grün-purpur mit dunkleren Längsstreifen, die an der Spitze einen spitzen Helm bilden. Das Hypochil ist vollständig im Helm eingeschlossen, dunkel gefärbt mit violetten oder bräunlichen Rändern. Das Epichil, schmaler aber länger als das Hypochil, ist unbeweglich und behaart, von ziegelrot bis gelblich, nach hinten umgeschlagen, sodass es parallel und nahe am Fruchtknoten liegt.

Die Lippe ist dreilappig und länger als die Tepalen, mit zwei dunklen linearen Kallosen an der Basis und in der Mitte mit kurzen weißlichen Haaren besetzt. Die Staubblätter sind mit dem Griffel verwachsen und bilden ein kleines, wenig auffälliges Gymnostemium; der Sporn fehlt. Der Fruchtknoten ist zylindrisch.

Die Frucht ist eine aufrechte, längliche und klaffende Kapsel von bräunlich-ockerner Farbe, die zahlreiche sehr kleine Samen enthält.

Lebensraum und Verbreitung

Diese Art hat eine stenomediterrane Verbreitung, beschränkt auf die Mittelmeerküsten, mit einem Areal, das hauptsächlich mit dem Olivenanbaugebiet übereinstimmt. In Italien gilt sie als selten und wächst auf trockenen Weiden, Garrigues, Wiesen, Olivenhainen, Dünen und Straßenrändern bis zu einer Höhe von etwa 1200 Metern. Sie bevorzugt trockene Böden, vor allem kalkhaltige oder leicht saure, meist sonnige Standorte.

Blütezeit

Die Blütezeit liegt hauptsächlich zwischen März und Mai, mit möglichen lokalen Schwankungen, die von klimatischen und Höhenbedingungen abhängen. Die kleinen und wenig auffälligen Blüten können in diesem Zeitraum beobachtet werden, oft von den farbigen Hochblättern verdeckt.

Ökologie und Bestäubung

Der Kleinblütiger Zungenstendel zeigt eine besondere Fortpflanzungsstrategie: Er praktiziert Selbstbestäubung (Kleistogamie), noch bevor die Blüten vollständig geöffnet sind. Dieser Mechanismus sichert die Fortpflanzung auch ohne Bestäuberinsekten. Dennoch deutet die Bildung von Hybriden mit anderen Arten der Gattung Serapias darauf hin, dass gelegentlich auch Fremdbestäubung stattfinden kann.

Die Blüten sind wenig auffällig und produzieren keinen Nektar; die helmförmige Struktur der Tepalen sowie die Position der Lippe und der Pollinien sind darauf ausgelegt, Bestäuberinsekten zu täuschen, obwohl bei dieser Art die Selbstbestäubung vorherrscht. Die Samenverbreitung erfolgt durch die Kapsel, die bei Reife aufspringt und zahlreiche winzige Samen freisetzt, die vom Wind verteilt werden.

Kuriositäten und traditionelle Verwendung

Es sind keine besonderen ethnobotanischen, medizinischen oder traditionellen Nahrungsverwendungen für diese Art bekannt. Ihre Seltenheit und der gesetzliche Schutz auf nationaler und regionaler Ebene sprechen gegen eine Sammlung. Aus naturkundlicher Sicht ist sie interessant wegen ihres Selbstbestäubungsmechanismus, der sie von vielen anderen mediterranen Orchideen unterscheidet.

Etymologie

Der Gattungsname Serapias leitet sich von der ägyptischen Gottheit Sérapis ab, möglicherweise in Anspielung auf die helmförmige Gestalt der Blüten, die an eine Kopfbedeckung erinnert. Der Artname parviflora weist deutlich auf die geringe Größe der Blüten hin („parvus“ = klein, „flora“ = Blüte). Der italienische Trivialname „Serapide minore“ verweist ebenfalls auf die kleine Blütengröße im Vergleich zu anderen Arten der Gattung.

Quellen

  • Prof. S. Pignatti, Flora d'Italia
  • Acta Plantarum - Flora delle regioni italiane (scheda di Giuliano Salvai)
Text mit KI-Unterstützung aus wissenschaftlichen Quellen erstellt ·Methodik
Achtung: Pharmazeutische Anwendungen und Wildkräuter-Nutzungen dienen nur zu Informationszwecken; für ihre Verwendung zu Heil-, kosmetischen oder Ernährungszwecken wird keine Haftung übernommen.

Merkmale

Scheda botanica

Caratteristiche di Kleinblütiger Zungenstendel
FamigliaOrchidaceae
Fiorituramarzo – maggio
Forma biologicaZwiebelpflanzen
Habitatmit grünen Blüten, mit kleinen Blüten, mit purpurfarbenen Blüten

Domande frequenti

Quando fiorisce Kleinblütiger Zungenstendel?
Kleinblütiger Zungenstendel fiorisce marzo – maggio.
Che tipo di pianta è Kleinblütiger Zungenstendel?
Kleinblütiger Zungenstendel è una Geophyten (Zwiebelpflanzen) secondo la classificazione di Raunkiaer.
A quale famiglia appartiene Kleinblütiger Zungenstendel?
Kleinblütiger Zungenstendel appartiene alla famiglia botanica Orchidaceae.

Wo ich sie gefunden habe

Die Fundorte dieser Art sind aus Schutzgründen nicht öffentlich.

Klassifikation

Reich
Plantae
Vollständiger Name
Serapias parviflora Parl.

Blütezeit

Jan
Feb
MärAprMai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

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