Pflanzenart
Rubia peregrina
L.
Wilder Krapp
Beschreibung
Morphologische Beschreibung
Die immergrüne mehrjährige Pflanze aus der Familie der Rubiaceae, der Wilder Krapp, präsentiert sich als holziger Halbstrauch mit kletterndem oder kriechendem Wuchs. Die Höhe variiert allgemein zwischen 30 und 120 cm, kann aber unter günstigen Bedingungen über einen Meter erreichen. Der Stängel ist durch eine tetragonale Form gekennzeichnet, mit vier knorpeligen Flügeln von 1-2 mm Breite, die die Oberfläche tastbar kantig machen. Der untere Teil des Stängels nimmt eine holzige und dauerhafte Konsistenz an, während der obere Teil sich in flexible, zähe und ausgebreitete Zweige entwickelt, die dank kleiner, nach unten gerichteter, gebogener Haken an den Ecken klettern und sich an umgebenden Pflanzen verankern können.
Die Blätter sind in Wirteln angeordnet, die 3 bis 6-8 Exemplare pro Knoten umfassen. Sie sind meist sitzend, mit einer eiförmig-lanzettlichen oder eiförmigen Form, ledriger Konsistenz, glänzend und rau im Tastsinn. Der Rand ist gekerbt-gezähnt und mit hakenähnlichen Stacheln versehen, die auch auf der Mittelrippe vorkommen; diese Dornen tragen zum Schutz der Pflanze und zur Verankerung am Substrat bei. Die Blätter sind dauerhaft und zeigen kein sekundäres Nervennetz, sondern nur eine einzelne Hauptnervatur.
Die Blüten sind recht klein, grünlich-gelblich gefärbt, mit einer rotaten Krone von 5-7 mm Durchmesser, bestehend aus 4-6 eiförmigen Lappen, die an der Basis verwachsen sind und abrupt in eine verlängerte Spitze (aristata) enden. Die Blütenstände sind zymös-panikuliert, gebildet aus dichten achselständigen, gegenüberliegenden oder endständigen Blütenständen, mit Stielen und lanzettlichen Hochblättern. Die Blüten sind zwittrig mit fünf Staubblättern, die am Kronröhrchen inseriert sind, fast rundlichen Antheren und zwei an der Basis teilweise verwachsenen Griffeln, die mit kopfigen Narben enden. Der Fruchtknoten ist unterständig.
Die Frucht ist eine schwarze, glänzende und fleischige Steinfrucht, fast kugelförmig, etwa 4-6 mm im Durchmesser, mit einem einzelnen kugeligen Samen (Monokarp). Diese Beere ähnelt einer kleinen schwarzen Beere und ist typisch für die Art.
Das Wurzelsystem besteht aus langen, kriechenden Wurzeln, die zur Ausbreitungsfähigkeit der Pflanze im Substrat beitragen.
Lebensraum und Verbreitung
Der Wilder Krapp ist eine wärmeliebende und kalkliebende Art, typisch für die mediterrane Macchie, verbreitet in Südeuropa und Westeuropa bis nach Irland sowie in Nordafrika. In Italien ist sie vor allem in den Regionen mit mediterranem Klima anzutreffen, von der Küstenzone bis zu 1000 m Höhe, sowohl in voller Sonne als auch in Halbschatten.
Sie bevorzugt lichte Steineichenwälder, Eichenwälder und Kiefernwälder auf gut durchlässigen Böden, von sehr trocken bis trocken, mit kalkhaltigen Substraten. In den kälteren und feuchteren Gebieten Nord- und Nordostitaliens ist sie selten oder fehlt ganz. Auf Korsika ist sie ebenfalls nachgewiesen.
Blütezeit
Die Blütezeit erstreckt sich allgemein von April bis Juni, mit Höhepunkten zwischen Mai und Juni. In einigen Mittelmeergebieten, wie im Süden Frankreichs, kann die Blüte bis August andauern. Die grünlich-gelben, wenig auffälligen Blüten sind in zahlreichen und kompakten Blütenständen angeordnet.
Ökologie und Bestäubung
Der Wilder Krapp setzt auf entomophile Bestäubung, mit bestäubenden Insekten, die von den kleinen krautigen Blüten angezogen werden. Die zwittrigen Blüten ermöglichen die sexuelle Fortpflanzung, während die Struktur der Zweige mit Haken die vegetative Verbreitung und Verankerung fördert. Die Samenverbreitung erfolgt durch die fleischigen Steinfrüchte, die von Vögeln und kleinen Säugetieren gefressen werden, welche zur Ausbreitung beitragen. Die Pflanze ist somit gut an sowohl sexuelle als auch vegetative Vermehrung angepasst und gewährleistet eine gute Kolonisierung geeigneter Lebensräume.
Kuriositäten und traditionelle Verwendung
Der Gattungsname Rubia stammt vom lateinischen ruber, was „rot“ bedeutet, und bezieht sich auf die färbenden Eigenschaften der Wurzeln einiger Arten der Gattung, die historisch zur Gewinnung natürlicher roter Farbstoffe für Textilien und Gemälde verwendet wurden. Auch der Wilder Krapp besitzt Wurzeln, aus denen ein Farbstoff extrahiert werden kann, wenn auch in geringerem Maße als die bekanntere Rubia tinctorum (gemeiner Krapp), eine krautige Pflanze, die zu diesem Zweck kultiviert wird.
Medizinisch ist der Wilder Krapp für seine harntreibenden, menstruationsfördernden, abführenden und tonischen Eigenschaften bekannt. Diese Anwendungen sind traditionell und erfordern Vorsicht, da pharmazeutische Anwendungen stets von Experten bewertet werden müssen.
In der Ethnobotanik wurde die Pflanze in mediterranen Kulturen für ihre färbenden Eigenschaften und einige medizinische Anwendungen geschätzt, wenn auch weniger verbreitet als der gemeine Krapp. Besondere folkloristische Traditionen im Zusammenhang mit dieser Art sind nicht bekannt.
Etymologie
Der wissenschaftliche Name Rubia peregrina stammt von zwei lateinischen Begriffen: ruber („rot“) verweist auf die Farbe des aus den Wurzeln gewonnenen Pigments, während peregrina
Merkmale
Scheda botanica
| Famiglia | Rubiaceae |
|---|---|
| Fioritura | aprile – giugno |
| Forma biologica | Lianenartig |
| Habitat | dornige Pflanze, mit grünen Blüten, Mehrjährige Pflanze |
Domande frequenti
- Quando fiorisce Wilder Krapp?
- Wilder Krapp fiorisce aprile – giugno.
- Che tipo di pianta è Wilder Krapp?
- Wilder Krapp è una Phanerophyten (Lianenartig) secondo la classificazione di Raunkiaer.
- A quale famiglia appartiene Wilder Krapp?
- Wilder Krapp appartiene alla famiglia botanica Rubiaceae.
Wo ich sie gefunden habe (9 Beobachtungen)
Klassifikation
- Reich
- Plantae
- Familie
- Rubiaceae
- Vollständiger Name
- Rubia peregrina L.
- Synonyme
- Rubia peregrina L. subsp. longifolia (Poir.) O.Bolòs; Rubia peregrina L. subsp. requienii (Duby) Cardona & Sierra
- Lebensform
- Phanerophyten lianenartig
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