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Beschreibung

Morphologische Beschreibung

Mehrjährige krautige Pflanze von bescheidener Höhe, in der Regel zwischen 30 und 80 cm, gekennzeichnet durch eine aufrechte Wuchsform und dünne, besonders im oberen Bereich verzweigte Stängel. Die Stängel zeigen eine rötliche Färbung und sind mit einer leichten Behaarung bedeckt, was der Pflanze eine samtige Haptik verleiht.

Die Blätter sind am Stängel gegenüberstehend angeordnet. Die Grundblätter sind lineal-spatelförmig, mit variabler Größe von etwa 1 bis 4-6 cm Länge, während die oberen Stängelblätter schmaler und linear sind, 3 bis 5 cm lang und etwa 8-12 mm breit, mit spitzem Apex und sitzendem Ansatz oder bei den unteren Blättern manchmal schwach gestielt. Die Konsistenz der Blätter ist krautig, und ihre Oberfläche erscheint glatt.

Die Blüte erscheint in großen Rispen, mit panikulaten und gut verzweigten Blütenständen, die zahlreiche rosa-violette, manchmal auch weiße, radiärsymmetrische Blüten hervorbringen. Die einzelnen Blüten sitzen an Stielen von etwa 12-15 mm Länge und haben einen Durchmesser von etwa 2-3 cm. Der Kelch ist glockenförmig und im mittleren Bereich kahl, misst 6-10 mm und besitzt spitze Zähne von 2-3 mm Länge mit dicht bewimperten Rändern.

Die Kronblätter sind ohne Öhrchen, 15 bis 25 mm lang und durch einen tief eingeschnittenen oder gezähnten Rand gekennzeichnet, der in vier länglich-lineare Lappen unterteilt ist, oft mit feinen seitlichen Zähnchen. Diese besondere Form verleiht den Blüten ein zartes und „fransiges“ Aussehen, wovon auch der gebräuchliche Name herrührt. Die Frucht ist eine kleine Kapsel (5-7 mm), die sich öffnet, um die Samen freizugeben.

Das Wurzelsystem ist typisch für mehrjährige krautige Pflanzen, mit Pfahlwurzeln, die Verankerung und Aufnahme in Böden unterschiedlicher Beschaffenheit ermöglichen, bevorzugt jedoch gut durchlässige Böden.

Lebensraum und Verbreitung

Diese Art ist in Europa heimisch und kommt häufig in vielen italienischen Regionen sowie im Mittelmeerraum vor. Sie bevorzugt feuchte und kühle Lebensräume wie Wiesen, Waldränder, Lichtungen und Weidegebiete, oft auf frischen oder mäßig feuchten Böden. Sie kann bis zu einer Höhe von etwa 800-1000 Metern über dem Meeresspiegel wachsen.

Bevorzugt sonnige oder teilweise schattige Standorte und passt sich Böden mittlerer Textur an, von neutral bis leicht sauer, mit guter Drainagefähigkeit. Es handelt sich um eine typischerweise mit feuchten Wiesen assoziierte Art und Lebensräume, in denen die Strauch- oder Baumbedeckung nicht zu dicht ist, sodass Licht eindringen kann.

Blütezeit

Die Blütezeit liegt hauptsächlich im Sommer, von Mai bis August, mit möglicher Verlängerung bis September in einigen Gebieten. Die Dauer und Intensität der Blüte können je nach Breitengrad und lokalen klimatischen Bedingungen leicht variieren, mit früheren Blüten in milderen Klimazonen und späteren Blüten in höheren Lagen oder kühleren Regionen.

Ökologie und Bestäubung

Die Blüten dieser Art sind besonders attraktiv für eine Vielzahl von bestäubenden Insekten, darunter Bienen, Hummeln und Schmetterlinge, die durch die lebhafte Farbe und die Blütenstruktur zur entomogamen Bestäubung angeregt werden. Die radiärsymmetrische Form und die Anordnung der fransigen Kronblätter erleichtern den Zugang zu Nektar und Pollen.

Die Fortpflanzungsstrategie ist überwiegend sexuell, mit Samenproduktion, die hauptsächlich durch Schwerkraft und sekundär durch kleine Tiere und Witterungseinflüsse verbreitet wird. Die Kapsel, die die Samen enthält, öffnet sich bei Reife und ermöglicht die Ausbreitung im umgebenden Substrat.

Kuriositäten und traditionelle Verwendung

Der gebräuchliche Name „crotonella fior di cuculo“ leitet sich von der Ähnlichkeit der Blüten mit denen anderer als „cuculo“ bezeichneten Arten ab, wahrscheinlich wegen der Blütezeit, die mit der Ankunft des Kuckucks im Frühling zusammenfällt, oder aufgrund folkloristischer Assoziationen mit diesem Vogel.

Für diese Pflanze sind keine besonderen traditionellen medizinischen oder kulinarischen Anwendungen bekannt, noch eine etablierte Verwendung in der Phytotherapie oder Volksküche. Aufgrund ihrer Schönheit und Zartheit wird sie jedoch gelegentlich in Gärten mit Wildpflanzen oder naturnahen Anlagen zu Zier- und Lehrzwecken kultiviert.

Etymologie

Der wissenschaftliche Gattungsname Lychnis stammt vom griechischen „lychnos“ und bedeutet „Lampe“, vermutlich wegen der leuchtenden und auffälligen Form der Blüten. Der Artname flos-cuculi bedeutet wörtlich „Kuckucksblume“ und verweist auf volkstümliche Traditionen oder die Saisonalität, die mit der Beobachtung des Kuckucks während der Blütezeit verbunden ist.

Der italienische gebräuchliche Name „crotonella fior di cuculo“ verbindet den Begriff „crotonella“, vermutlich eine Verkleinerungsform, die sich auf ähnliche oder kleine Pflanzen bezieht, mit „fior di cuculo“ in Bezug auf den wissenschaftlichen Namen und das charakteristische Aussehen der Blüten.

Quellen

  • Prof. S. Pignatti, „Flora d'Italia“
  • World Flora Online (WFO)
Text mit KI-Unterstützung aus wissenschaftlichen Quellen erstellt ·Methodik
Achtung: Pharmazeutische Anwendungen und Wildkräuter-Nutzungen dienen nur zu Informationszwecken; für ihre Verwendung zu Heil-, kosmetischen oder Ernährungszwecken wird keine Haftung übernommen.

Merkmale

Wo ich sie gefunden habe (25 Beobachtungen)

Klassifikation

Reich
Plantae
Vollständiger Name
Lychnis flos-cuculi L.
Synonyme
Silene flos-cuculi (L.) Clairv.

Blütezeit

Jan
Feb
Mär
Apr
MaiJunJulAug
Sep
Okt
Nov
Dez

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