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Foto 1
San Giuliano Terme PI, Italia
Foto 2

Beschreibung

Morphologische Beschreibung

Einjährige oder zweijährige krautige Pflanze, typischerweise 10 bis 50 cm hoch, mit aufrechtem bis aufsteigendem oder manchmal niederliegendem Wuchs. Der Stängel ist gerippt, verzweigt-aufsteigend, bedeckt mit einer dichten Behaarung aus nach unten gerichteten Borsten und Drüsenhaaren, was ihm eine raue und borstigen Oberfläche verleiht. Das Wurzelsystem ist Pfahlwurzel-typisch, mit einer gut entwickelten Hauptwurzel.

Die Blätter sind wechselständig, überwiegend an der Basis der Pflanze konzentriert (Grundblätter) und kleiner sowie fast sitzend entlang des Stängels (Stängelblätter). Die Grundblätter besitzen einen 4-6 cm langen Stiel und eine ovale, länger als breit Blattspreite, deren Größe variabel um 2-3 cm Breite und 3-6 cm Länge liegt. Der Rand ist grob gezähnt oder gekerbt und oft leicht gelappt oder subpinnatifid; die Konsistenz ist krautig, mit meist behaarter Oberfläche und manchmal mit sitzenden Drüsen. Die Stängelblätter sind ähnlich, aber kleiner und mit kürzerem oder fehlendem Stiel.

Die Blütenstände bestehen aus Dolden mit 3-8 Blüten auf 3-7 cm langen Blütenstielen, die in der Regel länger als die Blätter sind. An der Basis der Dolden befinden sich eiförmige, membranöse Hochblätter, die ebenfalls behaart sind. Die Blüten sind zwittrig, radiärsymmetrisch, mit fünf eiförmigen, fuchsienfarbenen oder violett-lilafarbenen Blütenblättern, 5-9 mm lang, etwas länger als die Kelchblätter (5-6 mm). Der Kelch besteht aus fünf freien, spitzen Kelchblättern, die oft mit einer kleinen Spitze enden, mit 3-5 Nerven. Der Androeceum umfasst fünf fertilen Staubblätter, abwechselnd mit fünf schuppenförmigen Staminodien, alle an der Basis verwachsen. Der Fruchtknoten ist oberständig mit verwachsenen Griffeln zu einem langen Schnabel.

Die Frucht ist eine bräunliche Achäne, 5-6 mm lang, mit zwei apikalen Grübchen mit konzentrischen Kämmen, bedeckt mit etwa 0,5 mm langen, aufrechten, rötlichen Borsten. Die Frucht endet in einem schlanken, 2-3 cm langen Schnabel, der sich bei Fruchtreife zusammenfaltet. Dieser Schnabel besteht aus der Verschmelzung der Griffel und spielt eine wesentliche Rolle bei der Samenverbreitung. Die Achäne trennt sich bei Reife durch einen hygroskopischen Aufrollmechanismus der spiralig gewundenen Schnabelreste, der das Verankern im Boden und das Eindringen in den Boden fördert.

Habitat und Verbreitung

Weit verbreitete Art im mediterranen Raum und in der Makaronesien, in Italien vor allem in den südlichen Regionen, auf den Inseln und entlang der Küsten anzutreffen, kann aber bis zu 1300 Meter Höhe vorkommen. Bevorzugt montane und hügelige Lebensräume, aber auch niedrigere Lagen vom Meeresspiegel bis zu mittelhohen Höhen.

Bevorzugt anthropogen beeinflusste und gestörte Habitate wie Brachflächen, Straßenränder, trockene Weiden, Weinberge, Ruderalstellen und Gärten, zeigt eine ausgezeichnete Anpassungsfähigkeit an sandige, trockene oder nährstoffarme Böden. Ihr Vorkommen wird auch in Küstengebieten auf Sanddünen und an Standorten mit leichtem, gut durchlässigem Boden gemeldet.

Blütezeit

Die Blütezeit erstreckt sich von Februar bis November, mit einem Frühjahrs-Peak zwischen April und Juli. In einigen südlichen Gebieten und Mittelmeerinseln kann die Blüte bereits im Spätwinter beginnen und bis in den Herbst andauern. Dieses lange phänologische Fenster ermöglicht der Art, verschiedene klimatische und Umweltbedingungen zu nutzen.

Ökologie und Bestäubung

Die Blüten, zwittrig und radiärsymmetrisch, sind an die entomogame Bestäubung angepasst und ziehen verschiedene bestäubende Insekten durch die lebhafte Farbe der Blütenblätter und das Vorhandensein von Nektar an. Die Anzahl und Anordnung der Staubblätter gewährleisten eine gute reproduktive Effizienz. Die Samenverbreitungsstrategie ist besonders: Die Früchte wickeln sich dank des spiraligen Schnabels in Reaktion auf Feuchtigkeit auf und ab, wodurch die Samen in den Boden eindringen und zudem an Tierhaaren haften können, um über größere Entfernungen transportiert zu werden. Dieser Mechanismus fördert eine effektive und lokalisierte Verbreitung.

Kuriositäten und traditionelle Verwendung

Für diese Art sind keine spezifischen traditionellen medizinischen oder ernährungsbezogenen Verwendungen überliefert. Dennoch zeugen der Gattungsname und die Fruchteigenschaften von historischem und botanischem Interesse an der Beobachtung der Samenmorphologie, die als klassisches Beispiel für Anpassung an die Verbreitung dient. Die gebräuchliche deutsche Bezeichnung „Herzblatt-Reiherschnabel“ bezieht sich sowohl auf die Form der Frucht als auch auf die Ähnlichkeiten der Blätter mit denen der Malvengewächse.

Etymologie

Der Gattungsname Erodium stammt vom griechischen „erodios“, was „Reiher“ bedeutet, in Bezug auf die langgestreckte und schlanke Form der Frucht, ähnlich dem Schnabel eines Reihers oder Kranichs. Das spezifische Epitheton malacoides bezieht sich auf die Ähnlichkeit der Blätter mit denen der Malvengewächse (vom griechischen „malache“, Malve). Der deutsche gebräuchliche Name „Herzblatt-Reiherschnabel“ verbindet diese beiden Merkmale: die Fruchtform (Reiherschnabel) und das malvenähnliche Blatt.


Quellen

  • Prof. S. Pignatti, "Flora d'Italia"
  • Acta Plantarum - Flora delle regioni italiane (scheda di Daniela Longo)
  • Tela Botanica / H. Coste, "Flore descriptive et illustrée de la France"
  • World Flora Online (WFO)
Text mit KI-Unterstützung aus wissenschaftlichen Quellen erstellt ·Methodik
Achtung: Pharmazeutische Anwendungen und Wildkräuter-Nutzungen dienen nur zu Informationszwecken; für ihre Verwendung zu Heil-, kosmetischen oder Ernährungszwecken wird keine Haftung übernommen.

Merkmale

Scheda botanica

Caratteristiche di Herzblatt-Reiherschnabel
FamigliaGeraniaceae
Fioriturafebbraio – novembre
Forma biologicaSchaftpflanzen
Habitatmit fuchsienfarbenen Blüten, einjährige Pflanze

Domande frequenti

Quando fiorisce Herzblatt-Reiherschnabel?
Herzblatt-Reiherschnabel fiorisce febbraio – novembre.
Che tipo di pianta è Herzblatt-Reiherschnabel?
Herzblatt-Reiherschnabel è una Therophyten (Schaftpflanzen) secondo la classificazione di Raunkiaer.
A quale famiglia appartiene Herzblatt-Reiherschnabel?
Herzblatt-Reiherschnabel appartiene alla famiglia botanica Geraniaceae.

Wo ich sie gefunden habe (2 Beobachtungen)

Klassifikation

Reich
Plantae
Vollständiger Name
Erodium malacoides (L.) L'Hér.

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