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Pflanzenart

Centaurea calcitrapa

L.

Stern-Flockenblume

Syn.: Centaurea calcitrapa L. subsp. torreana (Ten.) Nyman; Centaurea torreana Ten.
Foto 1

Beschreibung

Morphologische Beschreibung

Ein zweijährige krautige Pflanze, deren Höhe zwischen 15 und 50 cm variiert, mit einer niederliegend-aufsteigenden Wuchsform und zahlreichen auseinanderstehenden, dünnen Zweigen, die spinnwebartig oder fast kahl erscheinen können. Der Stängel ist rau und kantig im oberen Bereich, mit einer anfangs fein behaarten oder wolligen Oberfläche, die mit der Zeit glatter wird.

Die basalen Blätter, oft in Rosetten angeordnet, sind fiederspaltig oder gefiedert, gestielt, mit linearen Segmenten von etwa 18-25 mm Länge und 1-2 mm Breite, gezähnt und leicht stachelig oder rau im Tastgefühl. Diese basalen Blätter verschwinden während der Blütezeit. Die Stängelblätter sind wechselständig, sitzend, in der Form variabel von gefiedert bis ganz linear, mit ± gezähnten Rändern und oft mit stacheligen Spitzen (Mucron), was der Pflanze ein stacheliges Aussehen verleiht.

Die zahlreichen Blütenköpfe sitzen achselständig oder endständig, sind fast sitzend oder kurz gestielt und von linearen Hochblättern umgeben. Die Hülle ist birnen- oder eiförmig, 6 bis 10 mm im Durchmesser, bestehend aus glänzend grünen, lederartigen äußeren Schuppen mit einem schmalen, pergamentartigen Rand. Jede Schuppe endet in einem kräftigen mittleren Dorn von 14 bis 25 mm Länge, gelblich und abstehend, begleitet an der Basis von zwei Paaren kürzerer Dornen von 2-3 mm, die eine Art „gefiederte Spitze“ bilden. Die inneren Schuppen besitzen stumpfe Anhängsel und sind dornenlos.

Die Blüten sind alle röhrenförmig und radiärsymmetrisch, rosarot bis purpurfarben, selten weiß. Im Blütenkopf sind die äußeren Blüten steril und strahlenförmig, die zentralen Blüten sind zwittrig. Die Kronen sind 15 bis 24 mm lang und bestehen aus zahlreichen röhrenförmigen Blütenblättern (25-40 pro Blütenkopf).

Die Frucht ist eine Achäne (Zypsele) von 2,5-4 mm Länge, kahl, weißlich mit braunen Streifen oder Linien, ohne Pappus oder mit sehr reduziertem Pappus (1-3 mm). Das Fehlen oder die geringe Größe des Pappus deutet darauf hin, dass die Verbreitung hauptsächlich durch Fallenlassen und mechanischen Transport erfolgt, weniger durch Wind.

Lebensraum und Verbreitung

Die Art ist in weiten Teilen Italiens und des Mittelmeerbeckens verbreitet, mit gesicherter Präsenz in subkosmopolitischen und xerothermen Lebensräumen. Sie wächst typischerweise auf trockenen Brachflächen, Straßenrändern, Ruinen, Ackerflächen und Weinbergen auf gut durchlässigen und oft kalkhaltigen Böden, von der Ebene bis etwa 1400 Meter über dem Meeresspiegel.

Sie bevorzugt sonnige Standorte und offene Umgebungen, ist gut trockenheitsresistent und kommt mit armen Böden zurecht. Ihre Anpassungsfähigkeit macht sie in anthropogenen und gestörten Habitaten häufig, wo sie als Pionierart auftreten kann.

Blütezeit

Die Blüte erfolgt hauptsächlich in den Sommermonaten von Juni bis August, mit einigen geografischen Variationen, bei denen sie bis September andauern kann. Die Blütephase fällt in die heißeste und trockenste Zeit des Jahres, in der die Pflanze ihren zweijährigen Zyklus abschließt und zahlreiche Blütenköpfe produziert.

Ökologie und Bestäubung

Die Pflanze ist an einen zweijährigen Zyklus angepasst, mit Knospen auf Bodenniveau (hemikryptophytisch zweijährig), die das Überleben im Winter und den vegetativen Neuaustrieb im Frühling ermöglichen. Die Blüte zieht verschiedene Bestäuberinsekten an, insbesondere Bienen und andere Hymenopteren, die von der rosarot-purpurfarbenen Farbe und der röhrenförmigen Blütenform angezogen werden.

Die sterilen, strahlenförmigen Randblüten dienen wahrscheinlich dazu, Bestäuber anzulocken, während die zwittrigen Zentralblüten die Samenproduktion gewährleisten. Die Samenverbreitung erfolgt hauptsächlich durch Fallenlassen (Barochorie), da kein entwickelter Pappus vorhanden ist, und kann durch Tiere oder menschliche Aktivitäten erleichtert werden.

Kuriositäten und traditionelle Verwendung

Der gebräuchliche Name „Calcatreppola“ bezieht sich auf die besondere stachelige Struktur der Hüllblätter, die an römische Triboli erinnern, alte vierzackige Geräte, die dazu dienten, Tiere oder Feinde durch Drauftreten zu verletzen oder lahmzulegen. Diese Eigenschaft macht die Pflanze in von Menschen oder Tieren frequentierten Gebieten recht lästig.

Es sind keine weit verbreiteten traditionellen Nahrungs- oder Heilverwendungen für diese Art dokumentiert, vermutlich wegen ihrer Stacheligkeit und des bitteren Geschmacks. Dennoch ist die Gattung Centaurea allgemein in der Phytotherapie für einige Arten mit entzündungshemmenden oder verdauungsfördernden Eigenschaften bekannt. Im lokalen Volksglauben wird die Pflanze gelegentlich mit Schutz- und Verteidigungssymbolen assoziiert, bedingt durch ihre stachelige Rüstung.

Etymologie

Der Gattungsname leitet sich vom lateinischen centaureum und dem griechischen κενταυρίη (kentauríē) ab und bezieht sich auf den Zentauren Chiron aus der griechischen Mythologie, der der Überlieferung nach die medizinischen Eigenschaften dieser Pflanzen entdeckte. Der Artname calcitrapa setzt sich zusammen aus calx (Ferse oder Fuß) und trapa (Tribol oder Falle), ein deutlicher Hinweis auf die kräftigen und spitzen Dornen der Hüllblätter, die Verletzungen beim Drauftreten verursachen können.

Der italienische Trivialname „Calcatreppola“ stammt von derselben Idee und evoziert die „Falle“ für den Fuß, gebildet durch die so spitzen und widerstandsfähigen Dornen.

Quellen

  • Prof. S. Pignatti, „Flora d'Italia“
  • Acta Plantarum - Flora delle regioni italiane (scheda di Anja Michelucci)
  • Tela Botanica / H. Coste, „Flore descriptive et illustrée de la France“
  • World Flora Online (WFO)
Text mit KI-Unterstützung aus wissenschaftlichen Quellen erstellt ·Methodik
Achtung: Pharmazeutische Anwendungen und Wildkräuter-Nutzungen dienen nur zu Informationszwecken; für ihre Verwendung zu Heil-, kosmetischen oder Ernährungszwecken wird keine Haftung übernommen.

Merkmale

Klassifikation

Reich
Plantae
Familie
Asteraceae
Vollständiger Name
Centaurea calcitrapa L.
Synonyme
Centaurea calcitrapa L. subsp. torreana (Ten.) Nyman; Centaurea torreana Ten.

Blütezeit

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
JunJulAug
Sep
Okt
Nov
Dez

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