Pflanzenart
Orobanche minor
Sm.
Kleine Sommerwurz
Beschreibung
Morphologische Beschreibung
Einjährige krautige parasitäre Pflanze aus der Familie der Orobanchaceae, chlorophyllfrei und daher unfähig zur autonomen Photosynthese. Sie hat eine aufrechte Wuchsform mit einer variablen Höhe von 10 bis 60 cm, meist zwischen 15-40 cm. Der Stängel ist zylindrisch, bei höheren Exemplaren manchmal gerillt, oft an der Basis verdickt und knollig, gelblich oder violett gefärbt, bedeckt mit einem dichten tomentosen und mikroglandulösen Haarfilz, der eine raue und borstige Oberfläche verleiht. Der Stängel ist außerdem durch reduzierte, eiförmig-lanzettliche, braun-schwarze Blattschuppen gekennzeichnet, die entlang der Achse verteilt sind.
Die Blätter sind zu lanzettlichen oder eiförmig-lanzettlichen Schuppen reduziert, schuppenartig am verdickten Stängelgrund angeordnet und chlorophyllfrei.
Die Blütenstände sind wenig dichte, endständige Ähren, bis zu 20 cm lang, mit oft gut auseinanderstehenden sitzenden Blüten. Jede Blüte ist an der Basis von einer dreieckig-länglichen Hochblatt-Schuppe umgeben, etwa 7-15 mm lang, begleitet von einer zweigeteilten oder ganzen Kelchlappenlappen, ähnlich groß oder etwas kleiner. Der Kelch ist in seitliche zweigespaltene Segmente geteilt, mit fadenförmigen und verlängerten Anhängen, die über einen Zentimeter lang sein können.
Die Krone ist etwa 10-18 mm lang, röhrenförmig und dorsal gebogen, mit einem zweiteiligen oder eingekerbten oberen Lippenblatt und einem dreilappigen unteren Lippenblatt, wobei der mittlere Lappen größer als die seitlichen ist. Die Färbung variiert von cremeweiß mit violetten oder rosafarbenen Adern und Schattierungen zur Spitze hin bis zu blassgelb, selten einheitlich. Die Kronenoberfläche kann kahl oder leicht behaart sein, mit behaarten Staubfäden im unteren Bereich, die 2-3 mm über der Kronenbasis inseriert sind. Die Staubbeutel sind kahl. Die Narbe ist zweiteilig, purpurfarben oder selten gelb.
Die Frucht ist eine lokulizide Kapsel, eiförmig, mit zahlreichen mikroskopisch kleinen schwarzen Samen.
Das Wurzelsystem ist zu parasitären Organen (Haustorien) umgebildet, die sich in die Wurzeln der Wirtspflanzen einlagern, hauptsächlich aus der Familie der Fabaceae.
Lebensraum und Verbreitung
Die Art ist in fast ganz Italien und im Mittelmeerraum verbreitet und kommt auch in großen Gebieten Europas, Kleinasien und Nordafrikas vor. Sie wächst von der Ebene bis zu Höhen von etwa 1500 Metern über dem Meeresspiegel. Bevorzugt werden offene Lebensräume wie Ackerflächen, Wiesen, Waldränder und Lichtungen, oft auf gut durchlässigen Böden und sonniger oder teilweise schattiger Lage.
Typischerweise parasitiert sie viele Fabaceae-Arten, mit besonderer Affinität zu Klee (Trifolium spp.), kann aber auch auf anderen Hülsenfrüchtlern gefunden werden. Die Pflanze verhält sich oft als Unkraut in den Kulturen dieser Pflanzen.
Blütezeit
Die Blütezeit erstreckt sich durchschnittlich von Mai bis Juli, mit lokalen Variationen, die sie bis in den August verlängern können. Das Erscheinen der Blütenstände wird von der Höhe und den lokalen klimatischen Bedingungen beeinflusst.
Ökologie und Bestäubung
Da es sich um eine chlorophyllfreie und obligat parasitäre Pflanze handelt, ist sie vollständig vom Wirt abhängig und nimmt Nährstoffe und Saft über die Wurzelhaustorien auf.
Die Blüten sind geruchlos und werden von bestäubenden Insekten besucht, die die Bestäubung erleichtern; die spezifische entomofaunistische Beteiligung ist jedoch nicht immer gut dokumentiert. Die Blütenstruktur mit einem zweiteiligen oberen und dreilappigen unteren Lippenblatt begünstigt den Zugang für kleine bestäubende Insekten.
Die Samenverbreitung erfolgt hauptsächlich durch den Wind, unterstützt durch die bei Reife öffnende Kapsel.
Kuriositäten und traditionelle Verwendung
Bekannte kulinarische oder medizinische Anwendungen dieser Art in Italien sind nicht dokumentiert, ebenso wenig besondere Hinweise im lokalen Volksglauben. Ihre parasitäre Natur macht sie eher als Unkraut in landwirtschaftlichen Kulturen, insbesondere bei Hülsenfrüchten, bekannt, wo sie oft wirtschaftlichen Schaden verursacht.
Etymologie
Der Gattungsname Orobanche stammt vom griechischen „orobos“ (Hülsenfrucht) und „anchein“ (zuschnüren, würgen) und bezieht sich auf die Eigenschaft der Arten dieser Gattung, Hülsenfrüchte zu parasitieren und deren Wachstum zu hemmen. Das Artepitheton „minor“ weist auf die oft geringere Größe der Pflanze im Vergleich zu verwandten Arten hin.
Der deutsche Trivialname „Kleine Sommerwurz“ verweist auf die parasitäre Fähigkeit der Pflanze („Saft saugen“) und ihre im Allgemeinen kleinere Größe im Vergleich zu anderen Orobanche-Arten.
Quellen
- Prof. P.V. Arrigoni, „Flora analitica della Toscana“, „Flora dell'Isola di Sardegna“
- Acta Plantarum - Flora delle regioni italiane (Datensatz von Gianluca Nicolella)
- Tela Botanica / H. Coste, „Flore descriptive et illustrée de la France“
- World Flora Online (WFO)
Merkmale
Scheda botanica
| Famiglia | Orobanchaceae |
|---|---|
| Fioritura | marzo – luglio |
| Forma biologica | Parasitisch |
| Habitat | mit weißen Blüten, mit gelben Blüten, parasitische Pflanze |
Domande frequenti
- Quando fiorisce Kleine Sommerwurz?
- Kleine Sommerwurz fiorisce marzo – luglio.
- Che tipo di pianta è Kleine Sommerwurz?
- Kleine Sommerwurz è una Therophyten (Parasitisch) secondo la classificazione di Raunkiaer.
- A quale famiglia appartiene Kleine Sommerwurz?
- Kleine Sommerwurz appartiene alla famiglia botanica Orobanchaceae.
Wo ich sie gefunden habe (5 Beobachtungen)
Klassifikation
- Reich
- Plantae
- Familie
- Orobanchaceae
- Vollständiger Name
- Orobanche minor Sm.
- Lebensform
- Therophyten parasitisch
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