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Pflanzenart

Lagurus ovatus

L.

Hasenschwanzgras

Syn.: Lagurus ovatus L. subsp. nanus (Guss.) Messeri; Lagurus ovatus L. subsp. vestitus (Messeri) Brullo; Lagurus ovatus L. subsp. vestitus (Messeri) H.Scholz, isonym; Lagurus ovatus L. var. nanus Guss.; Lagurus ovatus L. var. vestitus Messeri
Foto 1
07037 Sorso SS, Italia
Foto 2

Beschreibung

Morphologische Beschreibung

Einjährige krautige Pflanze aus der Familie der Poaceae, gekennzeichnet durch einen buschigen Wuchs mit aufrechten oder aufsteigenden, glatten und kahlen Halmen. Die Höhe variiert in der Regel zwischen 10 und 50 cm. Die Stängel sind büschelig, umhüllt von wolligen oder behaarten Scheiden, vorwiegend im unteren Bereich. Die Blätter sind wechselständig, lanzettlich und flach, mit einer Blattspreite von 2 bis 10 mm Breite, weich behaart, mit oft leicht geschwollenen Scheiden an den oberen Blättern. Die Ligula ist kurz, membranartig, mit meist fransenlosen Rändern.

Die Blüte ist eine kompakte Rispe von eiförmiger oder ährenförmiger Gestalt, 2 bis 6 cm lang und 0,5-2 cm breit, weiß-wollig oder weiß-seidig gefärbt durch dichte Haare und Grannen, die ein weiches und flauschiges Aussehen verleihen, daher der gebräuchliche Name „piumino“. Die Ährchen sind fast sitzend, schmal und dicht angeordnet, mit fast gleich großen, lanzettlichen und wolligen Hüllspelzen, etwa 10 mm lang, die sich in lange, federartige Grannen verlängern. Die Deckspelze ist membranartig, 3-5 mm lang, kahl oder selten leicht behaart an der Basis, mit einer etwa 2 cm langen Rücken-Granne und zwei kürzeren Subulae (2-6 mm) an der Basis der zentralen Granne.

Die Früchte sind längliche, kahle Karyopsen, typisch für die Gräser. Das Wurzelsystem ist faserig und wenig entwickelt, geeignet für sandige und trockene Substrate.

Lebensraum und Verbreitung

Diese Art ist typisch für sandige Küstenbereiche des Mittelmeerbeckens, vor allem auf Dünen und sandigen, trockenen und gut durchlässigen Böden verbreitet. In Italien ist sie hauptsächlich entlang der Küsten verbreitet, kann aber gelegentlich bis in das Binnenland bis zu 1000 Meter Höhe vordringen. Über das Mittelmeer hinaus erstreckt sich ihre Verbreitung auf einige Gebiete Westeuropas, wie die Atlantikküsten und den Ärmelkanal, und umfasst auch Korsika.

Sie bevorzugt gestörte Lebensräume und besiedelt oft nährstoffarme sandige Böden. Sie ist eine psammophile Pflanze, das heißt an bewegliche und instabile Substrate wie Küstendünen angepasst, wo sie zur Stabilisierung des Bodens beiträgt.

Blütezeit

Die Blütezeit erstreckt sich von März bis Mai, mit lokalen Variationen, die die Blütezeit in südlicheren Regionen oder in milderen Jahren bis Juli verlängern können.

Ökologie und Bestäubung

Die Fortpflanzung erfolgt überwiegend anemophil, der Pollen wird vom Wind transportiert. Die wollige und federartige Struktur der Blüte erleichtert die Samenverbreitung, die sowohl durch Wind als auch durch Tiere oder Wasser in Küstengebieten erfolgen kann. Es sind keine besonderen Beziehungen zu bestäubenden Insekten bekannt, aufgrund der anemogamen Natur der Art.

Kuriositäten und traditionelle Verwendung

Der „piumino“ ist vor allem für seinen dekorativen und ornamentalen Wert bekannt: Die Rispen werden nach entsprechender Ernte und Konservierung in der Trockenblumenindustrie für Blumenarrangements und Dekorationen verwendet. Diese Praxis nutzt die besondere weiche Konsistenz und die helle Farbe der Blütenstände.

Es sind keine dokumentierten traditionellen medizinischen oder ernährungsbezogenen Verwendungen für diese Art bekannt, ebenso wenig wie besondere Bezüge im italienischen Volksglauben.

Etymologie

Der Gattungsname „Lagurus“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet wörtlich „Hasenschwanz“, was auf die charakteristische und weiche Form der Blüte verweist, die an den Schwanz eines kleinen Säugetiers erinnert. Der Artname „ovatus“ bezieht sich auf die ovale Form der Rispe.

Im Italienischen ist „piumino“ eine direkte Anspielung auf die weiche und wollige Morphologie der Blütenstände, während „coda di lepre“ die wörtlichere und poetischere Übersetzung des wissenschaftlichen Namens ist; beide Namen sind weit verbreitet und anerkannt.

Quellen

  • Prof. P.V. Arrigoni, "Flora analitica della Toscana", "Flora dell'Isola di Sardegna"
  • Acta Plantarum - Flora delle regioni italiane (scheda di Marinella Zepigi)
  • Tela Botanica / H. Coste, "Flore descriptive et illustrée de la France"
  • World Flora Online (WFO)
Text mit KI-Unterstützung aus wissenschaftlichen Quellen erstellt ·Methodik
Achtung: Pharmazeutische Anwendungen und Wildkräuter-Nutzungen dienen nur zu Informationszwecken; für ihre Verwendung zu Heil-, kosmetischen oder Ernährungszwecken wird keine Haftung übernommen.

Merkmale

Wo ich sie gefunden habe (2 Beobachtungen)

Klassifikation

Reich
Plantae
Familie
Poaceae
Vollständiger Name
Lagurus ovatus L.
Synonyme
Lagurus ovatus L. subsp. nanus (Guss.) Messeri; Lagurus ovatus L. subsp. vestitus (Messeri) Brullo; Lagurus ovatus L. subsp. vestitus (Messeri) H.Scholz, isonym; Lagurus ovatus L. var. nanus Guss.; Lagurus ovatus L. var. vestitus Messeri

Blütezeit

Jan
Feb
MärAprMai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

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