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55030 LU, Italia
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Beschreibung

Morphologische Beschreibung

Mehrjährige krautige geophytische Zwiebelpflanze, der Gekielter Lauch besitzt eine einfache, selten mit kleinen Zwiebeln versehene ovale Zwiebel von etwa 1 cm Durchmesser, mit weißen inneren Tuniken und membranösen äußeren Tuniken, die oft in braune Fasern zerfallen. Der Stängel ist aufrecht, zylindrisch und gestreift, 20 bis 80 cm hoch, mit glatter Oberfläche und im unteren Bereich blatttragend. Die Blätter, 2 bis 5 pro Individuum, sind linear, flach oder an der Basis leicht kanalig, 2-4 mm breit, glatt und nicht hohl, kürzer als der Stängel, mit manchmal leicht rauen Rändern.

Die Blüte ist ein meist lockerer und unregelmäßiger Schirm, oft mit kleinen Zwiebeln, mit wenigen Blüten auf variabel langen (1 bis 4 cm) flexiblen und unterschiedlich langen Blütenstielen, die 2-4 mal so lang wie die Blüten sind. Die Spatha besteht aus zwei ungleichen, sehr langen und spitzen Hälften, wobei die größere Hälfte oft zurückgebogen ist. Die Blüten sind hängend oder aufrecht, mit 6 eiförmigen Tepalen in lebhaft rosa oder lila-violetter Farbe, 5-8 mm lang, mit stumpfer oder leicht eingeschnittener Spitze. Die Staubblätter ragen über das Perigon hinaus, mit einfachen Staubfäden und gut sichtbaren purpurfarbenen Staubbeuteln. Der Griffel ist noch länger als die Staubblätter und ragt deutlich hervor. Die Frucht ist eine ellipsoid-ovate dreikantige Kapsel, typischerweise mit sechs Samen, mit feinen und glatten Rippen.

Lebensraum und Verbreitung

In Westeuropa und in subozeanischen und submediterranen Klimazonen verbreitet, wächst Allium carinatum besonders in Italien, vor allem in den nördlichen und zentral-südlichen Regionen, mit Vorkommen auch auf den Inseln. Bevorzugt werden montane und hügelige Standorte bis 1500 Meter Höhe, wie trockene Weiden, Brachflächen, Ränder thermophiler Wälder und Flussufer. Bevorzugt gut drainierte, oft steinige oder sandige Böden und sonnige bis halbschattige Lagen. In Frankreich findet man ihn in trockenen und sandigen Lebensräumen vom Osten des Landes bis zu den Seealpen und den Pyrenäen.

Blütezeit

Die Blütezeit liegt hauptsächlich zwischen Juni und September, mit einem Höhepunkt von Juli bis August. Die Dauer der Blütezeit kann je nach Höhe und Breitengrad leicht variieren und in wärmeren oder kühleren Gebieten früher beginnen oder sich verlängern.

Ökologie und Bestäubung

Der Gekielter Lauch verlässt sich für seine Bestäubung auf blütenbesuchende Insekten, dank seiner farbigen und duftenden Blüten, die Bienen, Hummeln und andere Bestäuber anziehen. Die Blütenstruktur mit hängenden Tepalen und hervorstehenden Staubblättern erleichtert den Kontakt mit den bestäubenden Insekten. Das Vorhandensein von kleinen Zwiebeln in der Blüte trägt zur vegetativen Vermehrung bei, während die in den Kapseln produzierten Samen die sexuelle Verbreitung ermöglichen. Die Samenverbreitung erfolgt wahrscheinlich durch Fall und die Wirkung von Wind oder kleinen Tieren, obwohl keine spezifischen Daten zur Verbreitungsstrategie vorliegen.

Kuriositäten und traditionelle Verwendung

Der volkstümliche Name „Gekielter Lauch“ stammt von alten Volksglauben, die der Pflanze die Fähigkeit zuschrieben, Hexen, Vampire und böse Geister fernzuhalten, wahrscheinlich auch wegen des unordentlichen und zerzausten Aussehens der Blüte, das an Hexenhaare erinnerte. Aus ethnobotanischer Sicht sind alle Pflanzenteile essbar. Offiziell ist der Gekielter Lauch für seine reinigenden, die Magenfunktion anregenden, blutdrucksenkenden, antiseptischen und wurmtreibenden Eigenschaften bekannt. Die frisch zerstoßene Zwiebel wurde traditionell für topische Anwendungen bei Hühneraugen, Furunkeln und Abszessen verwendet. Historisch reicht die medizinische Verwendung des Lauchs bis ins alte Ägypten zurück, wo er zur Förderung der Gesundheit der Arbeiter beim Bau von Monumenten eingesetzt wurde. Die Pflanze wird auch wegen ihres Aromas geschätzt und kann in der Küche verwendet werden, wenn auch seltener als andere Allium-Arten.

Etymologie

Der Gattungsname Allium stammt aus dem klassischen Latein „allium“, dessen Herkunft umstritten ist. Zu den Hypothesen zählen eine indoeuropäische Wurzel *ālu-, die „bitteres Kraut“ bedeutet, Verbindungen zu Sanskrit-, Griechisch- und Akkadisch-Begriffen für Knoblauch oder ähnliche Formen sowie die Vermutung, dass der Name auf die Form der in Zehen geteilten Zwiebel zurückgeht, die mit „Flügeln“ verglichen wird. Das spezifische Epitheton „carinatum“ bedeutet „mit Kiel versehen“ und bezieht sich auf die Form der kleinen Zwiebeln in der Blüte, die als „gekielt“, also mit einer Art Kamm oder Kiel, erscheinen. Der italienische volkstümliche Name „Gekielter Lauch“ erinnert an alte Volksglauben, die mit dem Schutz vor bösen Mächten verbunden sind.

Quellen

  • Acta Plantarum - Flora delle regioni italiane (scheda di Silvano Radivo)
  • Tela Botanica / H. Coste, "Flore descriptive et illustrée de la France"
  • World Flora Online (WFO)
Text mit KI-Unterstützung aus wissenschaftlichen Quellen erstellt ·Methodik
Achtung: Pharmazeutische Anwendungen und Wildkräuter-Nutzungen dienen nur zu Informationszwecken; für ihre Verwendung zu Heil-, kosmetischen oder Ernährungszwecken wird keine Haftung übernommen.

Merkmale

Wo ich sie gefunden habe (11 Beobachtungen)

Klassifikation

Reich
Plantae
Vollständiger Name
Allium carinatum L.
Lebensform
Geofite bulbose

Blütezeit

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
JunJulAugSep
Okt
Nov
Dez

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