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Pflanzenart

Valerianella carinata

Loisel.

Gekielter Ackersalat

Syn.: Fedia carinata (Loisel.) Steven; Masema carinatum (Loisel.) Dulac; Valeriana carinata (Loisel.) Christenh. & Byng; Valerianella locusta (L.) Laterr. f. carinata (Loisel.) Devesa, J.López & R.Gonzalo
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Beschreibung

Morphologische Beschreibung

Die Pflanze zeigt eine schaftartige Wuchsform mit dichotom verzweigten Stängeln, die an der Basis dick sind, von gestreift bis schmal geflügelt und mehr oder weniger rau an der Oberfläche. Der Stängel entwickelt sich verzweigt und aufsteigend, was der Pflanze ein verzweigtes und kompaktes Aussehen verleiht. Die Gesamtabmessungen können variieren, aber in der Regel erreichen die Stängel eine für einjährige krautige Arten typische geringe Höhe.

Die Blätter sind spatelförmig, mit einer stumpfen Basis und gezähntem Rand, oft dunkel gezähnt. Die oberen Blätter sind sitzend und zeigen unterseits netzartige Nerven, mit einer Breite von etwa 6-9 mm und einer Länge zwischen 30 und 40 mm. Die Blattbasis ist halb um den Stängel herumgreifend (semiamplexicaul).

Die Blütenstände bestehen aus 2-4 verlängerten Dichotomien, die dichte Büschel kleiner weißer oder weiß-violetter Blüten tragen, mit Kronen von etwa 1,5 mm Durchmesser. Die Blüten, überwiegend weiß, sind typisch für die Familie Valerianaceae und verleihen der Pflanze ein zartes Aussehen.

Die Frucht ist ein prismatisch-elliptisches, vierkantiges Achänium mit einer tiefen Längsrille auf einer seiner Seitenflächen. Sie misst etwa 2 mm und ist meist kahl. Der Kelch reduziert sich auf einen kurzen, etwa 0,2 mm langen Zahn, der auf der Frucht aufliegt, ein Unterscheidungsmerkmal gegenüber verwandten Arten. Im Querschnitt erscheint die Frucht isodiametrisch, mit der fruchtbaren Kammer etwas größer als der teilweise verwachsene und die tiefe Rille begrenzende sterile Teil.

Das Wurzelsystem, typisch für einjährige krautige Arten aus feuchten oder semi-aquatischen Lebensräumen, ist meist faserig und flach, geeignet zur Stabilisierung der Pflanze in oft lockeren oder feuchten Böden.

Lebensraum und Verbreitung

Die Art ist hauptsächlich in hügeligen und mittelhohen Bergregionen zwischen 400 und 1.200 Metern über dem Meeresspiegel verbreitet. In Italien findet man sie in Kulturlandschaften wie Ackerflächen, Wegesrändern, Weinbergen und offenen Flächen mit frischen, gut durchlässigen Böden, die jedoch eine gewisse Feuchtigkeit aufweisen, oft in der Nähe von Feuchtgebieten oder saisonal wasserführenden Zonen.

Die Art bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte, typisch für offene oder randliche Kulturlandschaften. Im mediterranen Raum ist sie vor allem in den mittel- bis nördlichen Regionen verbreitet, wo klimatische und bodenkundliche Bedingungen ihr Wachstum begünstigen.

Der Lebensraum ist durch Böden mittlerer Textur mit guter Wasserspeicherkapazität gekennzeichnet, die jedoch nicht dauerhaft zu feucht sind, was ihre Anpassungsfähigkeit an subaquatische oder zeitweise feuchte Böden widerspiegelt.

Blütezeit

Die Blütezeit liegt hauptsächlich zwischen April und Juni, mit Variationen abhängig von Höhe und Breite. In nördlicheren oder bergigen Regionen konzentriert sich die Blüte auf die mittleren Frühjahrsmonate, während sie in milderen Gebieten bereits im April beginnen kann.

Dieser Zeitraum fällt in den späten Frühling, eine günstige Phase für Bestäubung und Fruchtausbreitung vor dem Sommer.

Ökologie und Bestäubung

Die Pflanze vermehrt sich hauptsächlich durch entomogame Bestäubung, wobei kleine Bestäuberinsekten wie Bienen und Mücken von den weißen Blüten und deren dichten Büscheln angezogen werden. Die kompakte Struktur der Blütenstände und die geringe Blütengröße erleichtern den Besuch kleiner Insekten.

Die Samenverbreitung erfolgt hauptsächlich durch Fall in der Nähe der Mutterpflanze, mit möglichem sekundärem Transport durch Insekten oder Wasser, bedingt durch die Präferenz für feuchte oder subaquatische Lebensräume. Die tiefe Rille an der Frucht kann das Anhaften oder den Transport in feuchter Umgebung erleichtern.

Kuriositäten und traditionelle Verwendung

Für diese Art sind keine besonderen ethnobotanischen oder medizinischen Anwendungen bekannt, ebenso wenig Hinweise auf eine Nutzung als Nahrungsmittel oder im lokalen Brauchtum. Viele verwandte Valerianella-Arten werden jedoch wegen ihrer essbaren Eigenschaften geschätzt, wie Valerianella locusta, bekannt als „Feldsalat“ oder „Rapunzel“.

Die Art kann aufgrund ihrer Präsenz in hügeligen und landwirtschaftlichen Umgebungen als Indikator für frische und gut bewirtschaftete Böden betrachtet werden und stellt ein nützliches Element für die Biodiversität spontaner Kulturen dar.

Etymologie

Der Gattungsname „Valerianella“ ist eine Verkleinerungsform von „Valeriana“, abgeleitet vom lateinischen „valere“ (gesund sein, stark sein), bezogen auf die der gewöhnlichen Baldrianpflanze zugeschriebenen medizinischen Eigenschaften. Das spezifische Epitheton „carinata“ stammt vom lateinischen „carina“, was „Kiel“ bedeutet, in Bezug auf die tiefe und charakteristische Rille auf einer Seite der Frucht, die der Form eines Schiffskiels ähnelt.

Der italienische Trivialname „Gekielter Ackersalat“ verweist auf die Form der Frucht und den zarten Habitus der Pflanze, wobei „gallinella“ ein traditioneller Name für verschiedene Valerianella-Arten ist, die häufig in Feldern und Wiesen vorkommen.

Quellen

  • Prof. S. Pignatti, "Flora d'Italia"
  • World Flora Online (WFO)
Text mit KI-Unterstützung aus wissenschaftlichen Quellen erstellt ·Methodik
Achtung: Pharmazeutische Anwendungen und Wildkräuter-Nutzungen dienen nur zu Informationszwecken; für ihre Verwendung zu Heil-, kosmetischen oder Ernährungszwecken wird keine Haftung übernommen.

Merkmale

Wo ich sie gefunden habe (7 Beobachtungen)

Klassifikation

Reich
Plantae
Vollständiger Name
Valerianella carinata Loisel.
Synonyme
Fedia carinata (Loisel.) Steven; Masema carinatum (Loisel.) Dulac; Valeriana carinata (Loisel.) Christenh. & Byng; Valerianella locusta (L.) Laterr. f. carinata (Loisel.) Devesa, J.López & R.Gonzalo

Blütezeit

Jan
Feb
Mär
AprMaiJun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

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