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Pflanzenart

Lysimachia arvensis

(L.) U.Manns & Anderb.

Acker-Gauchheil

Giftig oder brennend
Heilpflanze
Syn.: Anagallis arvensis L.
Foto 1
55020 LU, Italia
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Beschreibung

Morphologische Beschreibung

Einjährige krautige Pflanze von bescheidener Größe, mit einer variablen Höhe zwischen 7 und 30 cm, gekennzeichnet durch eine niederliegende oder niederliegend-aufsteigende Wuchsform. Der Stängel ist stark verzweigt, kahl, dunkelgrün und weist einen vierkantigen oder kantigen Querschnitt auf. An den unteren Knoten kann er leicht wurzeln, was zu seiner Fähigkeit beiträgt, sich am Boden auszubreiten.

Die Blätter sind meist gegenständig, manchmal sind die oberen in Wirteln zu drei angeordnet, sitzend und von krautiger Konsistenz. Die Form variiert von eiförmig-länglich bis lanzettlich, mit einer Länge von 5-30 mm und einer Breite von 3-17 mm. Die Blätter haben einen ganzrandigen Rand und sind vor allem auf der Unterseite schwarz gepunktet, ein charakteristisches Merkmal der Art.

Die Blüten sind zwittrig und klein (etwa 0,5 cm Durchmesser), einzeln und an fadenförmigen Blütenstielen getragen, die sich in den Achseln der oberen Blätter entwickeln. Diese Blütenstiele sind länger als die Blätter selbst und neigen dazu, sich während der Fruchtbildung zu krümmen. Die Krone ist radiärsymmetrisch, besteht aus fünf eiförmigen, keilförmigen Lappen mit ganzrandigem oder selten leicht gesägtem Rand, die etwas länger als die Kelchblätter sind. Die vorherrschende Farbe ist Rot in verschiedenen Schattierungen (ziegelrot, orange-rot, lachsrot) mit einem charakteristischen purpurnen Ring an der Kronröhre; es gibt jedoch auch Sorten mit blauen Blüten und rotem Ring an der Kronröhre. Der Kronenrand ist mit zahlreichen dreizelligen Drüsenhaaren besetzt. Der Kelch besteht aus fünf lanzettlichen, spitzen Lappen mit breit häutigen Rändern und ist an der Basis verwachsen.

Die Staubblätter sind fünf, mit Filamenten, die purpurne oder manchmal gelbliche oder weißliche Haare tragen; die Staubbeutel sind gelb. Der Fruchtknoten ist oberständig.

Die Frucht ist eine kugelige Kapsel vom Typ Pisside, die sich horizontal in zwei Halbkugeln öffnet und zwischen 20 und 35 kleine, zahlreiche Samen freisetzt, was die Verbreitung fördert. Das Wurzelsystem ist typischerweise bescheiden und für einen schnellen einjährigen Zyklus geeignet.

Lebensraum und Verbreitung

Diese Art ist in Italien und im Mittelmeerraum sehr häufig und hat eine subkosmopolitische Verbreitung, die sich auf fast alle gemäßigten Zonen der Erde erstreckt. In Italien wächst sie von der Ebene bis etwa 1200 Meter Höhe, mit gelegentlichen Meldungen bis 1700 Meter.

Sie bevorzugt anthropogene Lebensräume wie Brachflächen, Ackerland, Straßenränder und trockene oder sandige Gebiete. Sie ist eine typische Unkrautpflanze auf armen und gut durchlässigen Böden mit sonniger oder teilweise schattiger Lage. Ihre Anpassungsfähigkeit an verschiedene Substrate und klimatische Bedingungen macht sie auch in gestörten Umgebungen häufig.

Blütezeit

Die Blütezeit erstreckt sich von Mai bis November, mit geografischen und klimatischen Variationen, die Dauer und Intensität der Blüte beeinflussen können. In wärmeren Klimazonen kann die Blütezeit länger andauern, während sie in Regionen mit strengen Wintern kürzer ist.

Ökologie und Bestäubung

Die Art vermehrt sich sexuell durch zwittrige Blüten, die von bestäubenden Insekten besucht werden, die von der leuchtenden Farbe der roten oder blauen Blüten angezogen werden. Die Wuchsform der Blütenstiele, die länger als die Blätter sind und sich in der Fruchtphase krümmen, begünstigt die Samenverbreitung. Die Kapsel öffnet sich und setzt zahlreiche kleine Samen frei, was deren Ausbreitung im umliegenden Boden erleichtert.

Der niederliegende Stängel und die Fähigkeit, an den unteren Knoten zu wurzeln, verleihen der Pflanze eine gute Fähigkeit zur schnellen Kolonisierung offener und gestörter Flächen, typisch für einjährige Unkrautarten.

Kuriositäten und traditionelle Verwendung

Diese Pflanze ist für ihre toxischen Eigenschaften bekannt. Sie enthält Triterpenoide, Saponine in den oberirdischen Teilen und Cyclamin in den Wurzeln sowie flüchtige Öle und Primin in den Drüsenhaaren. Traditionell wurde sie in der Volksmedizin wegen ihrer hustenstillenden, schweißtreibenden, auswurffördernden, choleretischen, abführenden, anregenden, wundheilenden, harntreibenden und nervenstärkenden Eigenschaften verwendet. Aufgrund ihrer Toxizität wird ihre Anwendung jedoch nicht empfohlen, da es zu Vergiftungsfällen kam, insbesondere durch versehentlichen Verzehr zusammen mit anderen Kräutern in Salaten.

Früher galt sie als Heilpflanze, doch die Gefährlichkeit ihrer Wirkstoffe hat ihre praktische Anwendung stark eingeschränkt. Zudem ist sie im Volksglauben als „Wetterpflanze“ oder „Arme-Leute-Barometer“ bekannt, da sie dazu neigt, ihre Blüten bei feuchtem oder bewölktem Wetter zu schließen.

Etymologie

Der Gattungsname stammt von Lysimachos, einem griechischen Arzt der Antike. Das spezifische Epitheton arvensis bedeutet auf Latein „vom Feld“ und verweist auf ihren typischen Lebensraum in offenen und kultivierten Gebieten. Der deutsche gebräuchliche Name Acker-Gauchheil bezieht sich auf ihre lebhaften und zahlreichen Blüten, die an eine Art farbigen „Mantel“ in den Ackerflächen und Brachflächen erinnern.


Quellen

  • Acta Plantarum - Flora delle regioni italiane (actaplantarum.org)
  • Acta Plantarum - Scheda di Giuliano Salvai
  • Tela Botanica / H. Coste, Flore descriptive et illustrée de la France
  • World Flora Online (WFO)
Text mit KI-Unterstützung aus wissenschaftlichen Quellen erstellt ·Methodik
Achtung: Pharmazeutische Anwendungen und Wildkräuter-Nutzungen dienen nur zu Informationszwecken; für ihre Verwendung zu Heil-, kosmetischen oder Ernährungszwecken wird keine Haftung übernommen.

Merkmale

Scheda botanica

Caratteristiche di Acker-Gauchheil
FamigliaPrimulaceae
Fiorituramaggio – novembre
Forma biologicaKriechend
Habitatmit roten Blüten, giftige Pflanze, einjährige Pflanze
TossicitàTossica — non consumare
Uso officinalePianta officinale

Domande frequenti

Quando fiorisce Acker-Gauchheil?
Acker-Gauchheil fiorisce maggio – novembre.
È tossica Acker-Gauchheil?
Acker-Gauchheil è una pianta tossica o velenosa. Non consumare nessuna sua parte senza aver consultato un esperto.
Che tipo di pianta è Acker-Gauchheil?
Acker-Gauchheil è una Therophyten (Kriechend) secondo la classificazione di Raunkiaer.
A quale famiglia appartiene Acker-Gauchheil?
Acker-Gauchheil appartiene alla famiglia botanica Primulaceae.

Wo ich sie gefunden habe (9 Beobachtungen)

Klassifikation

Reich
Plantae
Vollständiger Name
Lysimachia arvensis (L.) U.Manns & Anderb.
Synonyme
Anagallis arvensis L.

Blütezeit

Jan
Feb
Mär
Apr
MaiJunJulAugSepOktNov
Dez

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