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Pflanzenart

Cephalanthera rubra

(L.) Rich.

Rotes Waldvoegelein

Syn.: Cephalanthera maravignae Tineo; Serapias rubra L.
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Beschreibung

Morphologische Beschreibung

Mehrjährige krautige Pflanze aus der Familie der Orchidaceae, gekennzeichnet durch eine schlanke Wuchsform und eine variable Höhe zwischen 15 und 70 cm. Das Wurzelsystem besitzt ein horizontales, kurzes und vertikales Rhizom, von dem faserige Wurzeln und adventive Stängel ausgehen. Der Stängel ist aufrecht, schlank, oft an der Basis gerötet und im oberen Bereich mit einer leichten drüsenhaarigen Behaarung und einer rötlichen Färbung versehen.

Die Blätter sind 2 bis 8 pro Pflanze, wechselständig, schmal lanzettlich, 5 bis 14 cm lang und 1-3 cm breit, mit deutlich sichtbaren parallelen Nerven. Die Blätter umfassen den Stängel mit einer scheidenförmigen Basis, wobei die unteren oft zu Scheiden reduziert sind.

Die Blüte ist eine ziemlich lockere Traube, 3 bis 24 cm lang, mit einer Anzahl von 3 bis 15, manchmal 12, sitzenden Blüten, die in den Achseln lanzettlicher Hochblätter stehen, welche im unteren Bereich blattartig und länger als die Blüte sind, während sie im oberen Bereich kürzer, aber dennoch über das Fruchtblatt hinausragen. Die Blüten sind purpurrot oder intensiv fuchsienfarben, mit lanzettlichen und spitzen Tepalen (3 Kelchblätter und 3 Kronblätter), etwa 18-20 mm lang, zunächst zusammenstehend, dann öffnen sich die beiden seitlichen Tepale. Das dreilappige Labellum ist so lang wie die Kelchblätter, quer durch eine Einschnürung geteilt, mit einem konkaven Hypochil und einem eiförmig-lanzettlichen Epichil, weißlich mit gelben Längskämmen und purpurfarbenen Rändern. Ein Sporn ist nicht vorhanden.

Das Fruchtblatt ist sitzend, verlängert, 1 bis 1,5 cm lang, behaart und nicht verdreht. Die Frucht ist eine aufrechte Kapsel mit sechs Rippen, die winzige Samen enthält, ungefähr 0,67-0,8 mm mal 0,2-0,3 mm groß.

Lebensraum und Verbreitung

Eurasische Art, verbreitet von Europa bis Japan, in Italien hauptsächlich in montanen und hügeligen Gebieten bis zu 2000 m Höhe zu finden. Sie wächst in lichten und offenen Wäldern, an sonnigen oder halbschattigen Standorten, auf kalkhaltigen und meso-xerophilen Böden. Sie passt sich gut durchlässigen Substraten an, typisch für montane Umgebungen, wo das Licht mäßig, aber nicht abwesend ist.

Blütezeit

Die Blütezeit erstreckt sich in der Regel von Mai bis Juli, mit möglichen Schwankungen abhängig von Höhe und Breite. In den Bergen kann die Blüte aufgrund der niedrigeren Temperaturen später beginnen.

Ökologie und Bestäubung

Die sexuelle Vermehrung durch Samen ist sehr selten oder nahezu nicht vorhanden, da keimende Jungpflanzen in der Natur kaum beobachtet werden. Die Pflanze vermehrt sich hauptsächlich vegetativ durch die Bildung adventiver Knospen an den Wurzeln.

Die Bestäubung erfolgt hauptsächlich durch Hymenopteren, die in das Gynostemium der Pflanze eindringen. Beim Eintritt zwingt das Hypochil das Insekt, den Brustbereich über das klebrige Stigma zu streifen, wodurch die Pollenablage ermöglicht wird. Die Anthere positioniert sich so, dass sie den Pollen auf den Körper des Insekts überträgt und somit die Kreuzbestäubung erleichtert.

Kuriositäten und traditionelle Verwendung

Es sind keine bedeutenden traditionellen Nahrungs- oder Heilverwendungen für diese Art dokumentiert. Dennoch hat ihre Schönheit und die lebhafte Blütenfarbe die rote Cephalanthera zu einem interessanten Objekt für Liebhaber wildwachsender Orchideen und für den Erhalt der botanischen Biodiversität gemacht.

Etymologie

Der Gattungsname stammt vom griechischen "κεφαλή" (cephalé), was "Kopf" bedeutet, und vom lateinischen "anthera", das die Anthere bezeichnet, vermutlich in Bezug auf die kugelige Form oder die apikale Lage der Anthere auf der Säule der Blüte. Das spezifische Epitheton "rubra" bezieht sich auf die charakteristische purpurrote Farbe der Blüten. Der italienische Trivialname "cefalantera rossa" greift diese Merkmale direkt auf und hebt die leuchtende Blütenfarbe hervor.

Quellen

  • Prof. S. Pignatti, "Flora d'Italia"
  • Acta Plantarum - Flora delle regioni italiane (scheda di Marinella Zepigi)
  • World Flora Online (WFO)
Text mit KI-Unterstützung aus wissenschaftlichen Quellen erstellt ·Methodik
Achtung: Pharmazeutische Anwendungen und Wildkräuter-Nutzungen dienen nur zu Informationszwecken; für ihre Verwendung zu Heil-, kosmetischen oder Ernährungszwecken wird keine Haftung übernommen.

Merkmale

Wo ich sie gefunden habe

Die Fundorte dieser Art sind aus Schutzgründen nicht öffentlich.

Klassifikation

Reich
Plantae
Vollständiger Name
Cephalanthera rubra (L.) Rich.
Synonyme
Cephalanthera maravignae Tineo; Serapias rubra L.

Blütezeit

Jan
Feb
Mär
Apr
MaiJunJul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

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