Pflanzenart
Lilium bulbiferum
L.
Feuer-Lilie
Beschreibung
Morphologische Beschreibung
Mehrjährige krautige Pflanze aus der Familie der Liliaceae, sie erreicht eine variable Höhe zwischen 40 und 100 cm. Das Wurzelsystem besteht aus einer dreieckigen Zwiebel, ausgestattet mit weißen und spitzen Schuppen, die als Überdauerungsorgan dient, aus dem jedes Jahr Stängel, Blätter und Blüten hervorgehen.
Der Stängel ist aufrecht, kantig und gerillt, mit dreieckigem Querschnitt, die Oberfläche ist fein behaart und an der Basis purpurbraun gefleckt. Er ist meist blättrig und kann in den Achseln der oberen Blätter kleine Bulbillen tragen, eine Eigenschaft, von der der Artname abgeleitet ist.
Die Blätter sind krautig und wechselständig am Stängel angeordnet. Die grundständigen Blätter sind eiförmig-lanzettlich und leicht gestielt, während die oberen Blätter zunehmend schmaler und lanzettlich-linear werden. Sie besitzen 5 bis 7 parallele Nerven, die Blattunterseite ist kahl oder leicht samtig.
Die Blütenstände bestehen aus einfachen, wenigblütigen Trauben, die ein bis fünf aufrechte Blüten tragen, gestützt von samtigen Blütenstielen. Die Blüten sind groß, mit einer glockenförmigen Perigonhülle von 8 bis 10 cm Länge. Die Tepalen, in zwei Reihen zu je drei angeordnet, sind leuchtend orange, manchmal gelblich oder orange-rot tendierend, häufig mit dunklen braunen Flecken. Die äußeren Tepalen sind elliptisch und spitz, die inneren breiter und fast spatelförmig, leicht nach außen gebogen und bilden einen breiten Trichter.
Die sechs Staubblätter sind aufrecht, mit rot-orangefarbenen Filamenten und rot-bräunlichen Antheren, die aus der Blüte herausragen. Der Fruchtknoten ist zylindrisch, mit einem orangefarbenen Griffel, der etwas länger als die Staubblätter ist, und einer dreilappigen violetten Narbe.
Die Frucht ist eine eiförmige, dreikammerige Kapsel, die zahlreiche Samen enthält. Die Reifezeit liegt zwischen August und September.
Lebensraum und Verbreitung
Die Art ist typisch für montane und submontane Regionen Mitteleuropas, mit Verbreitung in den Alpen, dem Jura, den Karpaten und gelegentlich auch in südlicheren Gebirgszügen. In Italien kommt sie vor allem in den Alpen- und Voralpenregionen vor, aber auch in Hügellagen bis etwa 2.000 Meter Höhe. Sie ist auch in Flachlandgebieten zu finden, wie in der oberen Friauler Ebene.
Bevorzugt sonnige Standorte und kalkhaltige Böden. Sie wächst an feuchten, gut belichteten Wiesenhängen, in hochwüchsigen Vegetationen, lichten Gebüschen und offenen Wäldern. Sie gedeiht auf gut durchlässigen, oft felsigen oder steinigen Böden und kann leicht xerophile Bedingungen tolerieren, besonders in Gegenwart von Felsen oder Schutt.
Blütezeit
Die Blütezeit erstreckt sich hauptsächlich über die Monate Mai, Juni und Juli, mit lokalen Schwankungen in Abhängigkeit von Höhe und Klima. Allgemein kann die Blüte in wärmeren Gebieten bereits im Mai beginnen, während sie in den Bergen bis Juli andauert.
Ökologie und Bestäubung
Die Blüte, mit ihrer leuchtenden Farbe und der trichterförmigen offenen Form, ist besonders sichtbar und attraktiv für bestäubende Insekten. Die Bestäubung erfolgt hauptsächlich durch Insekten, die von der leuchtend orangefarbenen Farbe und den dunklen Flecken im Inneren angezogen werden, welche als visuelle Führungen zum Nektar dienen.
Das Vorhandensein von Bulbillen in den Achseln der oberen Blätter ermöglicht eine vegetative Vermehrung, während die Samenverbreitung durch das Öffnen der dehiszenten Kapsel erfolgt, die bei Reife zahlreiche leichte Samen freisetzt, was deren Verbreitung durch Wind oder andere Agenten erleichtert.
Kuriositäten und traditionelle Verwendung
Diese Art, auch bekannt als „Feuer-Lilie“ oder „bulbillentragende Lilie“, verdankt ihren volkstümlichen Namen der Blütezeit nahe dem Fest des Heiligen Johannes (24. Juni). Sie wird wegen ihrer Schönheit und der leuchtenden Farbe geschätzt, ist jedoch durch übermäßige Sammelungen gefährdet und daher in vielen Gebieten geschützt.
Traditionelle Nahrungs- oder Heilverwendungen sind nicht allgemein dokumentiert; wie viele Pflanzen der Familie Liliaceae ist sie jedoch als nicht essbar und potenziell giftig bei Einnahme einzustufen.
Etymologie
Der Gattungsname Lilium stammt aus dem Lateinischen und bezeichnet allgemein die Lilie. Der Artname bulbiferum bedeutet „Zwiebel tragend“ und bezieht sich auf die Bulbillen, die in den Achseln der oberen Blätter wachsen oder allgemein auf die unterirdische Zwiebel, aus der die Pflanze jedes Jahr neu austreibt.
Der italienische Trivialname „Feuer-Lilie“ verweist sowohl auf die Farbe der Blüte, die ins Orange-Rot tendiert, als auch auf die Blütezeit um das Fest des Heiligen Johannes.
Quellen
- Acta Plantarum - Flora delle regioni italiane (scheda di Giuliano Salvai)
- World Flora Online (WFO)
Merkmale
Scheda botanica
| Famiglia | Liliaceae |
|---|---|
| Fioritura | maggio – luglio |
| Forma biologica | Zwiebelpflanzen |
| Habitat | mit orangefarbenen Blüten, mit duftenden Blüten |
Domande frequenti
- Quando fiorisce Feuer-Lilie?
- Feuer-Lilie fiorisce maggio – luglio.
- Che tipo di pianta è Feuer-Lilie?
- Feuer-Lilie è una Geophyten (Zwiebelpflanzen) secondo la classificazione di Raunkiaer.
- A quale famiglia appartiene Feuer-Lilie?
- Feuer-Lilie appartiene alla famiglia botanica Liliaceae.
Klassifikation
- Reich
- Plantae
- Familie
- Liliaceae
- Vollständiger Name
- Lilium bulbiferum L.
- Synonyme
- Lilium aurantiacum Weston; Lilium bulbiferum L. var. croceum (Chaix) Pers.; Lilium croceum Chaix
- Lebensform
- Geophyten zwiebelpflanzen
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