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Pflanzenart

Commelina communis

L.

Kommeline

Syn.: Commelina virginica auct. Fl. Ital., non L.
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Beschreibung

Morphologische Beschreibung

Mehrjährige krautige Pflanze aus der Familie der Commelinaceae, mit kriechendem oder niederliegend-aufsteigendem Wuchs, erreicht eine Höhe zwischen 30 und 70 cm. Der Stängel ist verzweigt, weich, gegliedert mit zickzackförmigen Knoten, oft in den unteren Teilen wurzelnd, eine Eigenschaft, die die vegetative Verbreitung begünstigt. Die Oberfläche des Stängels weist eine feine und variable Behaarung auf.

Die Blätter sind wechselständig, sitzend, mit einer zylindrischen und geschlossenen Blatt scheide, fleischig und dick. Die Blattspreite ist eiförmig-lanzettlich geformt, an der Spitze spitz und an der Basis abgerundet, mit einer Länge von meist 5 bis 12 cm und einer Breite von 1-4 cm. Die Farbe ist glänzend grün.

Die Blüten sind zwittrig und zygomorph, in Blütenständen zusammengefasst, die in einer halbmondförmigen, brakteenartigen Spatha eingeschlossen sind. Jede Blüte besitzt drei membranöse, eiförmige und grüne Kelchblätter sowie drei Kronblätter: zwei obere in blau-violetter Farbe, groß und auffällig, und ein sehr verkleinertes unteres, weiß oder blass gefärbt. Es sind sechs Staubblätter vorhanden, davon drei fertilen, die im unteren Teil der Blüte angeordnet sind; zwei seitliche Staubblätter hellbraun und eines zentral gelb mit elliptischen Antheren. Die drei sterilen Staminodien sind gelb mit braunen Flecken und kreuzförmigen Antheren.

Die Frucht ist eine zweikammerige Kapsel, die sich durch zwei Klappen öffnet, 4,5 bis 8 mm lang, glatt und bräunlich gefärbt. Jede Kapsel enthält meist vier Samen von deltoider oder dreieckiger Form, mit einer Größe von 2,5 bis 4,2 mm mal 2-3 mm, braun oder gelb-bräunlich gefärbt, mit rau-netzartiger Oberfläche und bedeckt mit kleinen mehligen Körnchen. Das Wurzelsystem entwickelt sich hauptsächlich aus den basalen Knoten des Stängels und ermöglicht eine effektive Verankerung und Bewurzelung.

Lebensraum und Verbreitung

Ursprünglich aus Ostasien stammend, ist die Art heute in Italien und einigen Mittelmeergebieten eingebürgert und gilt als invasive Neophyt. Sie ist besonders verbreitet in Feuchtgebieten wie Rändern von Reisfeldern, Kanälen und feuchten Pfaden, kann aber auch am Waldrand und in gestörten Gebieten wie Deponien oder kultivierten Flächen gefunden werden.

Die Pflanze bevorzugt feuchte Böden, oft torfig oder tonhaltig, mit Standorten von voller Sonne bis Halbschatten. Sie kommt vor allem in Hügellagen und im unteren Bergbereich bis etwa 1000 Meter Höhe vor, wo sie günstige Bedingungen für Wachstum und Vermehrung findet.

In Italien wird sie vor allem in den nördlichen Regionen gemeldet, insbesondere in den Reisanbaugebieten, wo sie zu einem Unkraut werden und die Biodiversität der einheimischen Pflanzenbestände verringern kann.

Blütezeit

Die Blütezeit erstreckt sich von Juli bis September, mit möglichen geografischen Variationen, die in wärmeren Klimazonen oder südlichen Mittelmeergebieten zu einer Vorverlegung oder Verlängerung der Blüte führen können.

Ökologie und Bestäubung

Die Art wird hauptsächlich von bestäubenden Insekten besucht, die von den farbigen Kronblättern und der zwittrigen Blütenanordnung angezogen werden. Das Vorhandensein von fertilen Staubblättern und Staminodien deutet auf eine reproduktive Strategie hin, die Fremdbestäubung fördert, schließt aber Selbstbestäubung nicht aus.

Die Samenverbreitung erfolgt durch das Öffnen der Kapseln, die kleine, raue Samen freisetzen, was die Ausbreitung sowohl in natürlichen als auch anthropogenen Umgebungen erleichtert. Zudem trägt die Fähigkeit, an den Stängelknoten zu wurzeln, zur vegetativen Verbreitung bei, was sie besonders in Reisfeldern und feuchten Böden zu einer invasiven Art macht.

Kuriositäten und traditionelle Verwendung

In China wird diese Pflanze in der Phytotherapie wegen ihrer entzündungshemmenden, fiebersenkenden und harntreibenden Eigenschaften verwendet. Traditionell dient sie zur Linderung von Halsschmerzen und Mandelentzündungen. Außerdem wurde sie in einigen Kulturen auch als Futterpflanze genutzt.

Der italienische Trivialname „erba miseria asiatica“ spiegelt ihre geografische Herkunft und ihre invasive Natur in Kulturflächen wider. Die Pflanze wurde wahrscheinlich im 18. Jahrhundert als Zier- oder Kulturpflanze nach Europa eingeführt und hat sich von dort aus eingebürgert.

Etymologie

Der Gattungsname „Commelina“ ist eine Hommage an Jan Commelin (1629-1692) und seinen Neffen Kaspar Commelin (1667-1731), beide niederländische Botaniker, die die europäische und koloniale Flora studierten.

Der Artname „communis“ bedeutet „gemeinsam“ und weist auf die weite Verbreitung der Art hin, die heute auch außerhalb ihres ursprünglichen Verbreitungsgebiets vorkommt.

Der Trivialname „erba miseria“ verweist wahrscheinlich auf ihre invasive Natur und die Fähigkeit, in schwierigen Umgebungen zu wachsen, oft verbunden mit armen oder gestörten Böden.

Quellen

  • Acta Plantarum - Flora delle regioni italiane (scheda di Marinella Zepigi)
  • Tela Botanica / H. Coste, "Flore descriptive et illustrée de la France"
  • World Flora Online (WFO)
Text mit KI-Unterstützung aus wissenschaftlichen Quellen erstellt ·Methodik
Achtung: Pharmazeutische Anwendungen und Wildkräuter-Nutzungen dienen nur zu Informationszwecken; für ihre Verwendung zu Heil-, kosmetischen oder Ernährungszwecken wird keine Haftung übernommen.

Merkmale

Wo ich sie gefunden habe (3 Beobachtungen)

Klassifikation

Reich
Plantae
Vollständiger Name
Commelina communis L.
Synonyme
Commelina virginica auct. Fl. Ital., non L.
Lebensform
Geofite bulbose

Blütezeit

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
JulAugSep
Okt
Nov
Dez

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