Zum Hauptinhalt springen

Pflanzenart

Anacamptis papilionacea

(L.) R. M. Bateman, Pridgeon & M. W. Chase

Schmetterlings-Knabenkraut

Syn.: Anacamptis papilionacea (L.) R.M.Bateman, Pridgeon & M.W.Chase subsp. aegaea (P.Delforge) L.Lewis & Kreutz; Anacamptis papilionacea (L.) R.M.Bateman, Pridgeon & M.W.Chase subsp. expansa (Ten.) Amard. & Dusak; Anacamptis papilionacea (L.) R.M.Bateman, Pridgeon & M.W.Chase subsp. grandiflora (Boiss.) Kreutz; Anacamptis papilionacea (L.) R.M.Bateman, Pridgeon & M.W.Chase var. expansa (Ten.) V.Campo & El Mokni; Anacamptis papilionacea (L.) R.M.Bateman, Pridgeon & M.W.Chase var. grandiflora (Boiss.) Romolini & Biagioli; Anacamptis papilionacea (L.) R.M.Bateman, Pridgeon & M.W.Chase var. vexillifera (Terraciano) Romolini & Biagioli; Herorchis papilionacea (L.) D.Tyteca & E.Klein; Orchis expansa Ten.; Orchis papilionacea L.; Orchis papilionacea L. subsp. expansa (Ten.) Guadagno; Orchis papilionacea L. subsp. grandiflora (Boiss.) H.Baumann; Orchis papilionacea L. var. vexillifera Terraciano; Orchis rubra Jacq.; Vermeulenia papilionacea (L.) Á.Löve & D.Löve; Vermeulenia papilionacea (L.) Á.Löve & D.Löve var. aegaea P.Delforge
Foto 1
Lucca
Foto 2
Foto 3
Foto 4
Foto 5
+12

Beschreibung

Morphologische Beschreibung

Mehrjährige krautige Pflanze aus der Familie der Orchidaceae, gekennzeichnet durch eine aufrechte Wuchsform und eine variable Höhe, die in der Regel zwischen 20-40 cm liegt. Der Stängel ist schlank, aufrecht, mit einer robusten, aber nicht holzigen Konsistenz, gestützt von einem typischen knolligen Wurzelsystem terrestrischer Orchideen, das die Speicherung von Reserven für die Ruhephase ermöglicht.

Die Blätter sind überwiegend in einer basalen Rosette angeordnet, lanzettlich geformt und fleischig in der Konsistenz, mit ganzrandigen und glatten Oberflächen. Es sind auch einige Stängelblätter vorhanden, meist 2 bis 5, die den Stängel umhüllen und oft zu Hochblättern umgewandelt sind, welche die Blüte teilweise umschließen; diese oberen Blätter können rötliche Schattierungen aufweisen. Die basalen Blätter sind aufrecht-abstehend, linear-lanzettlich und in der Regel 2-8 pro Pflanze.

Die Blütenstände sind traubig, meist eiförmig und locker, können aber gelegentlich zylindrisch und kompakter sein. Die Anzahl der Blüten pro Blütenstand variiert von 2 bis 12, mit Hochblättern, die so lang oder länger als der Fruchtknoten sind. Die Blüten zeichnen sich durch eine lebhafte Färbung aus, die von Fuchsia bis rotbraun reicht, mit mehr oder weniger zusammenstehenden Sepalen und Petalen, die über dem Labellum eine verbreiterte Haube bilden. Sepalen und Petalen zeigen sehr deutliche Nerven, die die Blütenstruktur betonen.

Das Labellum ist ganzrandig, an der Basis schmal und mit mehr oder weniger tief eingeschnittenen, aufgerichteten Rändern, dessen Form und Größe je nach Individuum variieren. Die Farbe des Labellums ist meist einheitlich rosa oder weißlich, mit fächerförmig divergierenden purpurfarbenen Linien und Punkten, oft zur Basis hin heller. Der Sporn ist konisch und relativ dünn, hat eine ähnliche Länge wie der Fruchtknoten und ist nach unten gebogen.

Die Früchte sind Kapseln, die zahlreiche kleine geflügelte Samen enthalten, typisch für Orchideen, welche leicht durch den Wind verbreitet werden. Das knollige Wurzelsystem dient als Speicherorgan und Verankerung im Boden.

Lebensraum und Verbreitung

Diese Orchidee ist in verschiedenen italienischen Regionen verbreitet, insbesondere in mediterranen Gebieten, mit einer Verbreitung, die auch den weiteren Mittelmeerraum umfasst. Sie wächst vorwiegend in offenen Lebensräumen wie Garrigues, mageren Wiesen und lichten Wäldern, wo der Boden gut durchlässig und oft kalkhaltig oder tonig-sandig ist.

Sie kommt gewöhnlich in niedrigen bis mittleren Lagen bis etwa 1000 Meter Höhe vor und bevorzugt sonnige oder teilweise schattige Standorte. Die Art bevorzugt nicht zu feuchte Lebensräume, aber mit einer gewissen saisonalen Feuchtigkeitsverfügbarkeit, typisch für mediterrane Klimata.

Blütezeit

Die Blütezeit erstreckt sich hauptsächlich über die Monate April und Mai, mit möglichen Variationen je nach Höhe und lokalen klimatischen Bedingungen. In milderen Gebieten kann die Blüte bereits im April beginnen, während sie in kühleren oder bergigen Regionen bis in den Mai andauern kann.

Ökologie und Bestäubung

Die Pflanze vermehrt sich durch entomogame Bestäubung, gefördert durch blütenbesuchende Insekten, die von den lebhaften Farben der Blüten und der besonderen Form des Labellums, das als Landeplattform dient, angezogen werden. Zu den häufigsten Bestäubern gehören Bienen und Hummeln, die Zugang zum Sporn mit dem Nektar haben.

Die reproduktive Strategie basiert auf visueller und olfaktorischer Anziehung, mit chromatischen und strukturellen Signalen, die den Kontakt zwischen Insekt und Fortpflanzungsorganen erleichtern und so den Pollentransfer ermöglichen. Die Samenverbreitung erfolgt durch den Wind, dank der Kapseln, die kleine und leichte Samen freisetzen, was die Kolonisierung neuer geeigneter Standorte fördert.

Kuriositäten und traditionelle Verwendung

Es sind keine spezifischen medizinischen oder ernährungsbezogenen Verwendungen dieser Art bekannt, noch besondere folkloristische Traditionen, die mit ihr verbunden sind. Wie viele wildwachsende Orchideen wird sie jedoch wegen ihres ästhetischen Wertes und als Indikator für hochwertige natürliche Lebensräume mit hoher Biodiversität geschätzt.

Etymologie

Der Gattungsname Anacamptis stammt vom griechischen „anakámptō“, was „zurückbiegen“ oder „krümmen“ bedeutet, in Bezug auf die gebogene Form des Sporns der Blüten. Das Artepitheton papilionacea bezieht sich auf die Ähnlichkeit der Blüte mit einem Schmetterling (vom lateinischen „papilio“, Schmetterling) und ruft die Form und die lebhaften Farben des Labellums und des Blütenstandes hervor.

Der italienische Trivialname „Orchidea a farfalla“ greift genau dieses morphologische Merkmal auf und betont das elegante und „fliegende“ Aussehen der Blüten, die an Schmetterlingsflügel erinnern.

Quellen

  • Prof. P.V. Arrigoni, "Flora analitica della Toscana"
  • Prof. P.V. Arrigoni, "Flora dell'Isola di Sardegna"
Text mit KI-Unterstützung aus wissenschaftlichen Quellen erstellt ·Methodik
Achtung: Pharmazeutische Anwendungen und Wildkräuter-Nutzungen dienen nur zu Informationszwecken; für ihre Verwendung zu Heil-, kosmetischen oder Ernährungszwecken wird keine Haftung übernommen.

Merkmale

Wo ich sie gefunden habe

Die Fundorte dieser Art sind aus Schutzgründen nicht öffentlich.

Klassifikation

Reich
Plantae
Vollständiger Name
Anacamptis papilionacea (L.) R. M. Bateman, Pridgeon & M. W. Chase
Synonyme
Anacamptis papilionacea (L.) R.M.Bateman, Pridgeon & M.W.Chase subsp. aegaea (P.Delforge) L.Lewis & Kreutz; Anacamptis papilionacea (L.) R.M.Bateman, Pridgeon & M.W.Chase subsp. expansa (Ten.) Amard. & Dusak; Anacamptis papilionacea (L.) R.M.Bateman, Pridgeon & M.W.Chase subsp. grandiflora (Boiss.) Kreutz; Anacamptis papilionacea (L.) R.M.Bateman, Pridgeon & M.W.Chase var. expansa (Ten.) V.Campo & El Mokni; Anacamptis papilionacea (L.) R.M.Bateman, Pridgeon & M.W.Chase var. grandiflora (Boiss.) Romolini & Biagioli; Anacamptis papilionacea (L.) R.M.Bateman, Pridgeon & M.W.Chase var. vexillifera (Terraciano) Romolini & Biagioli; Herorchis papilionacea (L.) D.Tyteca & E.Klein; Orchis expansa Ten.; Orchis papilionacea L.; Orchis papilionacea L. subsp. expansa (Ten.) Guadagno; Orchis papilionacea L. subsp. grandiflora (Boiss.) H.Baumann; Orchis papilionacea L. var. vexillifera Terraciano; Orchis rubra Jacq.; Vermeulenia papilionacea (L.) Á.Löve & D.Löve; Vermeulenia papilionacea (L.) Á.Löve & D.Löve var. aegaea P.Delforge
Lebensform
Geofite bulbose

Blütezeit

Jan
Feb
Mär
AprMai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Haben Sie einen Bestimmungsfehler bemerkt? Schreiben Sie mir

Weitere Arten derselben Familie

Orchidaceae

Alle ansehen

Entdecken

Weitere Arten von Orchidaceae