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Beschreibung

Morphologische Beschreibung

Mehrjährige krautige Pflanze mit Rhizom, mit aufrechten Stängeln, die eine Höhe von 40 bis 120 cm erreichen, robust und an der Basis rötlich gefärbt. Der Stängel hat einen quadratischen Querschnitt, ist im oberen Bereich leicht behaart und kann einfach oder verzweigt sein. Die Blätter stehen gegenüber oder sind in dreizähligen Wirteln im unteren Bereich angeordnet, während sie im oberen Bereich wechselständig werden können. Sie sind sitzend, lanzettlich oder elliptisch mit ganzem Rand und besitzen eine herzförmige oder abgerundete Basis. Die Konsistenz ist krautig, mit deutlich ausgeprägten Nerven, besonders auf der Unterseite.

Die Blüten sind in langen, oft an der Basis unterbrochenen, terminalen Ähren zusammengefasst, die bis zu 40 cm lang werden können. Sie sind purpur-violett gefärbt, mit sechs lanzettlichen Blütenblättern von etwa 6-10 mm Länge und stehen in achselständigen Büscheln, die Wirteln ähneln. Der Kelch ist gamosepal, behaart, mit einem zylindrischen Schlauch von 5-8 mm Länge und 12 deutlichen Nerven; die Kelchzähne sind dreieckig und alternieren mit linearen Epicalyx-Segmenten, die etwa doppelt so lang wie die Kelchblätter sind. Es sind zwölf Staubblätter vorhanden, von denen mindestens sechs über die Krone hinausragen. Die Frucht ist eine zweikammerige, eiförmige Kapsel von 3-6 mm Länge, die sich öffnet und zahlreiche dreieckige, braungelb gefärbte Samen enthält, die von einem beständigen Kelch umschlossen sind.

Das Wurzelsystem ist rhizomatös, was der Pflanze ermöglicht, auch unter wechselnden Feuchtigkeitsbedingungen zu überleben und sich zu regenerieren.

Habitat und Verbreitung

Die Art ist in ganz Italien und im Mittelmeerraum weit verbreitet und kommt auch in vielen anderen Regionen Europas, West- und Nordeuropas sowie in einigen Gebieten Afrikas und Nordamerikas vor. Sie bevorzugt feuchte Lebensräume wie Ufer von Flüssen und Seen, Sümpfe, Teiche, Gräben und Brackwasserzonen und wächst auf feuchten, oft schlammigen Böden. Sie ist von der Ebene bis in Höhenlagen von etwa 1.200 m anzutreffen, mit vereinzelten Vorkommen bis 2.100 m ü. NN. Die Pflanze bevorzugt sonnige oder teilweise schattige Standorte mit hoher Bodenfeuchtigkeit.

Blütezeit

Die Blütezeit erstreckt sich in der Regel von Juni bis September, mit leichten geografischen Schwankungen je nach Höhenlage und lokalem Klima. In einigen Regionen kann die Hauptblütezeit in die mittleren Sommermonate fallen.

Ökologie und Bestäubung

Die Pflanze ist an aquatische und feuchte Lebensräume angepasst und spielt dort eine wichtige ökologische Rolle. Die Blüten, deren Farben von Purpur bis Violett reichen, ziehen verschiedene Bestäuberinsekten an, hauptsächlich Bienen und Schmetterlinge, die die Bestäubung fördern. Die Anordnung der Blüten in terminalen Ähren und achselständigen Büscheln erhöht die Sichtbarkeit und Zugänglichkeit für die Bestäuber. Die Samenverbreitung erfolgt durch das Öffnen der Kapseln, die zahlreiche kleine und leichte Samen freisetzen, was die Kolonisierung neuer feuchter Lebensräume erleichtert.

Kuriositäten und traditionelle Verwendung

Historisch wurde die Pflanze in der Medizin und Volksheilkunde vielfältig genutzt. Der Gattungsname verweist auf die Farbe des Blutes, da man ihr Wirksamkeit gegen Blutungen und als adstringierendes Mittel zuschrieb. Sie enthält Wirkstoffe wie Anthocyanoside, Gallotannine, Flavonoide und phenolische Säuren, die ihr adstringierende, antibakterielle, diuretische und blutstillende Eigenschaften verleihen. Traditionell wurde sie zur Behandlung von Entzündungen der Magen-Darm-Schleimhaut, Durchfall, Ruhr und zur Regulierung des Menstruationsflusses eingesetzt. Äußerlich wurden Aufgüsse von Blättern und Blüten zur Reinigung von Wunden, Verletzungen und Dermatitiden sowie zur Behandlung von Hämorrhoiden und Krampfadern verwendet.

Früher wurde die tanninreiche Wurzel zur Ledergerbung genutzt, während aus den Blüten ein Farbstoff gewonnen wurde, der in der Konditorei und zum Färben von Naturfasern wie Baumwolle und Wolle Verwendung fand. Junge Triebe wurden als Salat gegessen oder als Tee-Ersatz verwendet. Früher wurde auch ein Schnaps aus mazerierten Blättern destilliert.

Die Pflanze wurde im militärischen Bereich während der Weltkriege erfolgreich zur Behandlung von Ruhr und blutigen Enteritiden bei Soldaten eingesetzt. In einigen Regionen der Welt, wie den Vereinigten Staaten, gilt sie aufgrund ihrer schnellen Ausbreitung als invasive Art.

Aus folkloristischer Sicht glaubte man in Frankreich, dass das Schmücken von Heuwagen mit ihren Blüten eine gute Futterkonservierung im Winter gewährleiste, wodurch der Pflanze ein Glück bringender Wert zugeschrieben wurde.

Etymologie

Der wissenschaftliche Name leitet sich vom griechischen „lýthron“ ab, was „Blut“ bedeutet, in Bezug auf die rot-purpurfarbenen Blüten und die angenommenen blutstillenden Eigenschaften der Pflanze. Das spezifische Epitheton „salicaria“ weist auf die Ähnlichkeit der Blätter mit denen der Weide (Salix spp.) hin, die lanzettlich und sitzend sind.

Der italienische Trivialname „Salcerella“ verweist genau auf diese Ähnlichkeit mit der Weide und betont die längliche und schlanke Form der Blätter.

Quellen

  • Prof. P.V. Arrigoni, „Flora analitica della Toscana“, „Flora dell'Isola di Sardegna“
  • Acta Plantarum - Flora delle regioni italiane (scheda di Marinella Zepigi)
  • Tela Botanica / H. Coste, „Flore descriptive et illustrée de la France“
  • World Flora Online (WFO)
Text mit KI-Unterstützung aus wissenschaftlichen Quellen erstellt ·Methodik
Achtung: Pharmazeutische Anwendungen und Wildkräuter-Nutzungen dienen nur zu Informationszwecken; für ihre Verwendung zu Heil-, kosmetischen oder Ernährungszwecken wird keine Haftung übernommen.

Merkmale

Wo ich sie gefunden habe (2 Beobachtungen)

Klassifikation

Reich
Plantae
Familie
Lythraceae
Vollständiger Name
Lythrum salicaria L.

Blütezeit

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
JunJulAugSep
Okt
Nov
Dez

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