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Pflanzenart

Convolvulus sepium

L.

Vilucchio bianco

Heilpflanze
Syn.: Calystegia sepium (L.) R.Br.
Foto 1
56128 Pisa PI, Italia
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Beschreibung

Morphologische Beschreibung

Mehrjährige krautige Pflanze aus der Familie der Convolvulaceae, ist der weiße Vilucchio durch windende, kahle Stängel gekennzeichnet, die bis zu 3 Meter lang sind und sich geschickt um pflanzliche Stützen oder nahegelegene Strukturen winden. Die Pflanze ist rhizomatös, mit einem Wurzelsystem, das eine schnelle Ausbreitung und den Erhalt der Pflanze über die Zeit ermöglicht.

Die Blätter sind wechselständig, gestielt, mit ovaler oder oval-lanzettlicher Form, oft pfeilförmig, mit herzförmiger Basis und spitzem Apex. Der Blattrand ist wellig und die Länge kann bis zu 10 cm erreichen. Diese Blattmorphologie zusammen mit dem kletternden Wuchs erlaubt der Pflanze, den vertikalen Raum in Hecken oder Waldlichtungen zu nutzen.

Die Blüten sind einzeln, in den Achseln der Blätter an langen, dünnen Stielen sitzend. Der Kelch ist in fünf Lappen geteilt, oft rot gesprenkelt, und wird von zwei großen, ovalen, blattartigen, flachen Hochblättern geschützt, die den Kelch teilweise umhüllen, ihn aber nicht vollständig verschließen. Die Krone ist glockenförmig, mit einem Durchmesser von 4-6 cm, weiß, manchmal mit leichten rosafarbenen Schattierungen. Die Blüten sind leicht gelappt und zeichnen sich durch ihre Zartheit und Leuchtkraft aus. Die Frucht ist eine kugelige Kapsel, die 2 bis 4 runde, schwarze Samen enthält.

Lebensraum und Verbreitung

Der weiße Vilucchio ist eine sehr häufige und weit verbreitete Art auf dem gesamten italienischen Gebiet, die vom Meeresspiegel bis etwa 1.400 Meter Höhe vorkommt. Er bevorzugt feuchte und nährstoffreiche Standorte, typischerweise tonige oder mittelschwere Böden. Man findet ihn häufig in Waldgebieten, Hecken, Lichtungen und entlang der Ränder von Ackerflächen, Weinbergen und Brachflächen.

Als Unkrautpflanze kann er leicht krautige Kulturen und Getreidefelder besiedeln, wobei er sein schnelles Wachstum und seine rhizomatische Fähigkeit ausnutzt. Er ist typisch für die eurasischen Regionen, mit einer Verbreitung, die sich von Europa bis nach Japan erstreckt und im weiteren Sinne auch Nordafrika umfasst.

Blütezeit

Die Blütezeit erstreckt sich hauptsächlich von Mai bis September, mit der Möglichkeit, sich in einigen Gebieten oder unter günstigen Bedingungen bis Oktober auszudehnen. Die Pflanze kann sich auch spät auf Böden ansiedeln, die saisonalen Überschwemmungen unterliegen, und nutzt das Ende des Sommers und den Beginn des Herbstes, um zu blühen und ihren Fortpflanzungszyklus abzuschließen.

Ökologie und Bestäubung

Der weiße Vilucchio zeigt eine Bestäubungsstrategie, die an nacht- und tagaktive Insekten angepasst ist. Die Blüten schließen sich bei Regen oder bedecktem Himmel, bleiben aber oft auch nachts geöffnet und nutzen die Anwesenheit von Nachtfaltern und anderen nachtaktiven Insekten zur Bestäubung. Unter diesen ist eine besonders bedeutende Art die Windenschwärmer (Herse convolvuli), ein Schmetterling mit einem langen Saugrüssel, der den Nektar an der Basis der Blüte erreichen kann und so einen effektiven Pollentransfer fördert.

Die Samenverbreitung erfolgt durch die Kapseln, die bei Reife die schwarzen, runden und kleinen Samen freisetzen und so die Besiedlung neuer Räume, insbesondere in gestörten oder saisonal überfluteten Lebensräumen, begünstigen.

Kuriositäten und traditionelle Verwendung

Der weiße Vilucchio hat eine lange Geschichte der Verwendung in der Kräuterkunde und Medizin, obwohl er als giftige Heilpflanze anerkannt ist. Seine Eigenschaften umfassen chologe, abführende, lindernde, fiebersenkende und harntreibende Wirkungen. Traditionell wurde ein Aufguss der Blätter verwendet, um die Leberfunktion zu stimulieren und als Mittel gegen Verstopfung.

Aus ökologischer Sicht zeigt die Pflanze eine bemerkenswerte Anpassungsfähigkeit und schnelles Wachstum, was ihr erlaubt, schwierige Standorte wie Böden mit saisonalen Überschwemmungen zu besiedeln, wo sie spät angesiedelt im Herbst blühen kann.

Aus dem Volksglauben und der naturkundlichen Beobachtung ergibt sich das interessante Verhalten der Blüten, die sich bei schlechtem Wetter schließen, aber nachts geöffnet bleiben und so nachtaktive Bestäuber für die Fortpflanzung nutzen.

Etymologie

Der Gattungsname Convolvulus stammt vom lateinischen convolvo, was „umwinden“ bedeutet, in Bezug auf den kletternden und windenden Wuchs der Stängel, die sich um Stützen winden. Das spezifische Epitheton sepium verweist auf die Vorliebe dieser Art für Hecken und buschige Lebensräume, typische Habitate, in denen sie sich leicht entwickelt.

Der italienische gebräuchliche Name „vilucchio bianco“ bezieht sich wahrscheinlich auf die helle Farbe der Blüten und ihre Affinität zu Hecken und kultivierten oder spontanen Randbereichen.

Quellen

  • Acta Plantarum - Flora delle regioni italiane (actaplantarum.org)
  • Acta Plantarum - Flora delle regioni italiane (scheda di Marinella Zepigi)
  • Tela Botanica / H. Coste, „Flore descriptive et illustrée de la France“
Text mit KI-Unterstützung aus wissenschaftlichen Quellen erstellt ·Methodik
Achtung: Pharmazeutische Anwendungen und Wildkräuter-Nutzungen dienen nur zu Informationszwecken; für ihre Verwendung zu Heil-, kosmetischen oder Ernährungszwecken wird keine Haftung übernommen.

Merkmale

Wo ich sie gefunden habe (7 Beobachtungen)

Klassifikation

Reich
Plantae
Vollständiger Name
Convolvulus sepium L.
Synonyme
Calystegia sepium (L.) R.Br.

Blütezeit

Jan
Feb
Mär
Apr
MaiJunJulAugSep
Okt
Nov
Dez

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