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Foto 1
55020 LU, Italia
Foto 2

Beschreibung

Morphologische Beschreibung

Mehrjährige Pflanze, gewöhnlich zwischen 10 und 40 cm hoch, mit aufrechtem oder aufsteigendem Wuchs. Der Stängel ist an der Basis verholzt, dunkelgrau, mit dunkler Rinde bedeckt und weist eine holzige Konsistenz auf. Die Zweige sind dicht mit abstehenden Haaren und steifen Borsten bedeckt, was der Pflanze ein samtiges und raues Aussehen verleiht.

Die Blätter sind schmal lanzettlich oder linear geformt, mit ganzem Rand, der oft leicht nach unten eingerollt ist. Die Größe variiert von 1-1,5 mm Breite und 7-9 mm Länge bei den oberen Blättern, während die unteren bis zu 4 mm breit und 13 mm lang sein können. Die obere Blattoberfläche ist fast kahl, die Unterseite ist von einer dichten weißlichen Behaarung (Tomentum) bedeckt, was ein grau-silbriges Aussehen verleiht. Es sind dünne lineare Stipeln von 2-4 mm Länge vorhanden.

Die Blüten sind in wenig verlängerten endständigen Trauben zusammengefasst und leuchtend gelb gefärbt. Die Kronblätter sind 7 bis 9 mm groß, mit deutlich ovalen Kelchblättern, die mit rauen Haaren (Hispen) bedeckt sind. Die Blütenstruktur ist durch einen geknickten Griffel (mit einem „Knie“ versehen) gekennzeichnet, der länger als die Fruchtkapsel ist. Letztere ist klein, oval-dreieckig, tomentös und 1-2 mal kürzer als die Kelchblätter. Im Inneren der Kapsel befinden sich meist drei relativ große Samen mit körniger Oberfläche.

Das Wurzelsystem ist in den verfügbaren Quellen nicht beschrieben; wie bei vielen mediterranen Felsenpflanzen ist es jedoch vermutlich an das Eindringen in kalkhaltige Spalten angepasst, was Stabilität und Nährstoffaufnahme in armen und gut durchlässigen Böden fördert.

Lebensraum und Verbreitung

Diese Art ist typisch für mediterrane Lebensräume, insbesondere Garrigue und kalkhaltige Küsten, und kommt vor allem in Regionen mit kalkhaltigen und gut durchlässigen Böden vor. In Italien ist sie im südlichen und zentralen Bereich verbreitet, mit einer Verbreitung, die sich von der Provence und dem Languedoc in Frankreich bis zum Var und den Regionen der Seealpen erstreckt, einschließlich Drôme, Basse-Alpes und Hautes-Alpes. Im weiteren mediterranen Raum wurde sie auch in Spanien und Portugal nachgewiesen.

Sie bevorzugt sonnige Standorte und trockene Böden, typisch für felsige Gebiete und nach Süden oder Südwesten exponierte Hänge, wo die Konkurrenz mit anderen Arten gering ist. Die Wuchshöhe variiert gewöhnlich vom Meeresspiegel bis zu moderaten Berglagen, die mit den Bedingungen eines trockenen mediterranen Klimas vereinbar sind.

Blütezeit

Die Blütezeit liegt hauptsächlich im Sommer, von Juni bis Juli, mit möglichen Variationen abhängig von Breitengrad und Höhe. In wärmeren und niedrigeren Gebieten kann die Blüte etwas früher einsetzen, während sie in höheren Lagen leicht verzögert sein kann.

Ökologie und Bestäubung

Die Art ist Teil des typischen Ökosystems der Garrigues und kalkhaltigen mediterranen Küsten, wo sie zur floristischen Biodiversität beiträgt und Nahrungsressourcen für bestäubende Insekten bietet. Die gelben Blüten ziehen vor allem Hymenopteren (Wildbienen und andere bestäubende Insekten) an, die durch die offene und leicht zugängliche Blütenstruktur die Befruchtung erleichtern.

Das Vorhandensein des geknickten Griffels, der länger als die Kapsel ist, deutet auf eine Anpassung an die Pollenverbreitung und die Vermeidung von Selbstbestäubung hin, wodurch Kreuzbestäubung gefördert wird. Die Samenverbreitung erfolgt wahrscheinlich durch Schwerkraft und durch kleine Tiere, genaue Daten zur Verbreitungsweise liegen jedoch nicht vor.

Kuriositäten und traditionelle Verwendung

Für diese Art sind keine spezifischen medizinischen oder ernährungsbezogenen Verwendungen in der italienischen oder mediterranen Tradition dokumentiert. Da sie jedoch zur Familie der Cistaceae gehört, wurden verwandte Arten historisch für ihre Harze oder in der Kräuterkunde verwendet. Es gibt keine besonderen folkloristischen oder kulturellen Bezüge zum stachligen Helianthemum.

Etymologie

Der Gattungsname Helianthemum stammt aus dem Griechischen „hēlios“ (Sonne) und „ánthēmon“ (Blume) und verweist auf die Vorliebe dieser Pflanzen für sonnige und offene Standorte. Der Artname hirtum bezeichnet das Vorhandensein einer steifen und rauen Behaarung, die an Stängel und Blättern deutlich erkennbar ist.

Der italienische gebräuchliche Name „eliantemo irto“ greift dieselbe Idee auf: „eliantemo“ als Übersetzung der Gattung und „irto“, um die Anwesenheit steifer Haare und Borsten zu betonen, die der Pflanze ein stacheliges oder raues Tastgefühl verleihen.

Quellen

  • Prof. S. Pignatti, "Flora d'Italia"
  • Tela Botanica / H. Coste, "Flore descriptive et illustrée de la France"
Text mit KI-Unterstützung aus wissenschaftlichen Quellen erstellt ·Methodik
Achtung: Pharmazeutische Anwendungen und Wildkräuter-Nutzungen dienen nur zu Informationszwecken; für ihre Verwendung zu Heil-, kosmetischen oder Ernährungszwecken wird keine Haftung übernommen.

Merkmale

Wo ich sie gefunden habe (2 Beobachtungen)

Klassifikation

Reich
Plantae
Familie
Cistaceae
Vollständiger Name
Helianthemum hirtum (L.) Mill.

Blütezeit

Jan
Feb
Mär
AprMai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

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